Kampfhundesteuer zu hoch

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TRIER. Die Erhebung einer Hundesteuer für gefährliche Hunde in Höhe von 1 500 Euro jährlich ist nicht zulässig. Dies hat die 2. Kammer des Verwaltungsgerichts Trier mit Urteil vom 13. Februar entschieden.

Der Entscheidung lag die Klage eines Hundehalters zugrunde, der einen Hund der Rasse „Staffordshire Bull Terrier“ im Gemeindegebiet der beklagten Ortsgemeinde hält.

Diese erhebt entsprechend ihrer Satzung grundsätzlich eine Hundesteuer in Höhe von 60 Euro, für einen gefährlichen Hund jedoch 1500 Euro jährlich. Gegen die entsprechende Festsetzung der Steuer für seinen Kampfhund wendete sich der Hundehalter mit seiner Klage.

Die Richter der 2. Kammer gaben der Klage statt und führten zur Begründung aus, dass zwar grundsätzlich die Erhebung einer höheren Steuer für Kampfhunde verfassungsrechtlich unbedenklich sei, jedoch die im Streit stehende Steuerhöhe nicht mehr zulässig sei. Nach Auffassung der Richter sei zu beachten, dass die Hundesteuer eine kommunale Aufwandsteuer sei, die die Leistungsfähigkeit desjenigen treffen wolle, der für die Haltung eines Hundes finanziellen Aufwand betreibe. Dabei könne man von einer im Bundesdurchschnitt liegenden jährlichen finanziellen Belastung in Höhe 900 bis 1 000 Euro pro Hund ausgehen.

Bei einer Steuerbelastung, die den anzunehmenden jährlichen Aufwand für die Hundehaltung deutlich übersteige, könne jedoch nicht mehr davon ausgegangen werden, dass die Gemeinde hiermit Einnahmen erzielen wolle. Ein solcher Steuersatz komme vielmehr einem Haltungsverbot gleich. Für ein solches Verbot fehle der Gemeinde jedoch die erforderliche Regelungskompetenz.

Gegen die Entscheidung können die Beteiligten innerhalb eines Monats Berufung bei dem Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz einlegen. (red)

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1 KOMMENTAR

  1. Die Hundesteuer in der Stadt Trier ist viel zu gering! Die Steuersätze müssten bei 500 Euro pro Hund anfangen!
    90 % der Hunde im Stadtgebiet können gar nicht Artgerecht gehalten werden. Somit kann gesteuert werden, das diese Tierquälerei endlich eingedämmt wird.
    Auch muss die Stadt endlich mal die beschlossenen Bußgelder für Freilaufende Hunde umsetzen und gnadenlos eintreiben1
    Hier wird im wahrsten Wortsinn Geld auf der Straße liegen gelassen.

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