Zwischen Himmel und Hölle

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TRIER. Das Saisonfinale der Kegler mit den Playoffs um die Meisterschaft und den „Playdowns“ gegen den Abstieg wurde und wird für die Aushängeschilder der Region zur Achterbahn der Gefühle. Der KSV Riol vergab ausgerechnet auf den eigenen Bahnen die historische Chance, nach vier Vizemeisterschaften erstmals den Thron zu besteigen. Der SKV Trier – überragendes Team der Normalrunde der 2. Liga Süd, ist in den Playoffs noch ohne Sieg. Dagegen hat Gilzem am vorletzten Spieltag die Klasse gesichert.

Nach dem tollen Auftakt am ersten Spieltag in Heiligenhaus und der Fortsetzung in Münstermaifeld, wo der KSV jeweils auf Platz 2 hinter den Gastgebern und vor Rekordmeister Oberthal landete, durften die Moselaner von der Sensation träumen. Doch ausgerechnet im Heimspiel, in dem das Team um Kapitän Kai Knobel leicht favorisiert war, schlugen die Saarländer zurück.

Das komplette Sextett übertraf die 900-Punkte-Marke, schraubte die Leistung aus der Normalrunde um 132 Holz auf 5554 und ließ den Gastgebern, die mit 5427 Holz Gesamtleistung das Ergebnis aus der Hauptrunde egalisierten, keine Chance.

In Münstermaifeld hatten die Meisterschaftsträume zum Start des Doppelspieltags neue Nahrung erhalten. Nach Platz 2 vor Oberthal lag Riol in der Zwischenwertung mit neun Punkten vor dem Serienmeister (8). Die Grundlage für das unerwartete Resultat hatten Steve Blasen (854 Holz), Thomas Steines (847), Horst Mickisch (852) und Martin Hoffmann (847) gelegt. Das reichte, um den ewigen Titelrivalen (5000 Holz) mit 5038 Holz hinter den überragenden Gastgebern (5203) in die Schranken zu weisen.

In Riol hätte ein Sieg mit nur einem Holz Vorsprung vor Oberthal wohl gereicht, um den ersten Bundesligatitel an die Mosel zu holen. Im Saarland hätte dann Platz 2 hinter den KF gereicht. Hätte, wenn und aber – wieder einmal zeigte sich, dass der Konjunktiv eine wenig verlässliche Basis ist. Die Vorstellung von Oberthal war am (vor-)entscheidenden Tag der Playoffs mal wieder meisterlich. Der alles überragende Akteur im Starensemble der Gäste war wieder einmal der in Hentern wohnende Holger Mayer mit 955 Zählern.

Der klare Favorit auf den Titel heißt nun erneut Oberthal. Riols Pressesprecher Freddy Langer: „In zwei Wochen in Oberthal gilt es, den Gastgebern das Leben möglichst lange schwer zu machen.“

KSV Riol: Blasen (854 in Münstermaifeld/884 in Riol), Mickisch (852/901), Steines (847/919), Hoffmann (847/922), Knobel (821/907), Immendorff (817/894)

Meisterrunde 1. Bundesliga: 1. KF Oberthal 12 Punkte, 2. KSV Riol 12, 3. SK Heiligenhaus 9, 4. SK Münstermaifeld 7

Ausgerechnet mit Beginn der Playoffs ist die stabile Form des SKV Trier, Nummer Eins der Normalrunde in der 2. Bundesliga Süd, dahin. Nach dem letzten Platz zum Auftakt Rösrath ließ der Aufstiegsaspirant in Lebach zwar Rang zwei, zum Abschluss des Doppelspieltags in Oberthal aber erneut nur den vierten und letzten Platz folgen.

Dass die Trierer Aufstiegschancen dennoch intakt sind, haben sie nur der Tatsache zu verdanken, dass Oberthal, erster der Zwischenwertung nach drei Spieltagen, als zweite Mannschaft eines Erstligisten nicht aufsteigen darf. Am letzten Playoff-Wochenende in Trier kämpfen die restlichen drei Teams noch um den Aufstieg in die 1. Bundesliga. Nutzt Der SKV seinen Heimvorteil, ist der Wiederaufstieg nach langer Durststrecke perfekt.

SKV Trier: N. Klink (873 in Lebach/895 in Oberthal), M. Reinert (858/839), Poth 849/Erbisch 893, K. Schmitt (844/809), D. Klink (842/886), J. Reinert (810/838)

Meisterrunde 2. Bundesliga Süd: 1. KF Oberthal II 11 Punkte, 2. GW Rösrath 10, 3. KSC Lebach 10, 4. SKV Trier 9

Da bei Punktgleichheit am Ende der Abstiegsrunde die bessere Platzierung aus der Normalrunde den Ausschlag gibt, hat der SK Eifelland Gilzem trotz der nicht restlos überzeugenden Vorstellungen vorzeitig den Klassenerhalt gesichert. Selbst wenn das Sextett um Altmeister Klaus Dichter an Schlusstag nur einen Punkt erringen sollte, reicht es zum weiteren Verbleib in der 2. Liga Süd. Den Ausschlag dafür gab der Gesamtsieg auf den eigenen Bahnen, der mit mehr als 200 Holz Vorsprung auf die Konkurrenten sehr deutlich ausfiel.

SK Eifelland Gilzem: Junk (832 in Kirchberg/872 in Gilzem), P. Dichter (819/840), Greischer (805/818), K. Dichter (796/892), Hoffmann (792/923), Petry (785/847)

Abstiegsrunde 2. Liga Süd: 1. KSG Neuhof 13 Punkte, 2. SK Eifelland Gilzem 12, 3. TuS Kirchberg 9, 4. KSC Hüttersdorf II 6 (wir)

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