Ministerpräsidentin besucht Schüler-Workshop in Trier

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    TRIER. Ein erlebnisreicher Tag für die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8b an der Medienschule Kurfürst-Balduin Realschule plus in Trier: In einem Datenschutz-Workshop lernten sie nicht nur, was Privatheit bedeutet und wie sie sich und ihre Daten in der digitalen Welt besser schützen können. Sie hatten auch prominenten Besuch. Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer nahm gemeinsam mit dem Landesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (LfDI), Edgar Wagner, an dem Datenschutz-Workshop teil.

    Die kostenlosen Schülerworkshops „Datenschutz und Datenverantwortung“ sind Teil des Regierungsprogramms „Medienkompetenz macht Schule“ und werden seit Herbst 2010 vom LfDI an weiterführenden Schulen und seit 2012 auch den Grundschulen angeboten. Das Ziel der Workshops ist es, Kindern und Jugendlichen den bewussten und sorgsamen Umgang mit den eigenen Daten zu vermitteln und sie über Risiken und Gefahren bei der Internetnutzung zu informieren. Dabei erfahren die jungen Onliner, wie die großen Internetkonzerne Google, Facebook & Co. mit persönlichen Daten der Nutzer umgehen und wie sie ihre Privatsphäre schützen können.

    „In den letzten drei Jahren haben wir rund 1.300 Workshops an rheinland-pfälzischen Schulen durchgeführt und damit knapp 40.000 Schülerinnen und Schülern erreicht“, stellt der LfDI fest. „Die Nachfrage bei den Schulen bleibt weiterhin groß. Die positive Resonanz, die wir von den Lehrkräften, aber vor allem von den Kindern und Jugendlichen erhalten, gibt mir Hoffnung, dass in Zeiten von gigantischen Übernahmen und Verschmelzungen von Online-Plattformen die Bedeutung der Privatsphäre nicht in Vergessenheit gerät“, so Wagner weiter und fügt hinzu: „Es ist wichtig, dass die „Digital Natives“ weiterhin über die Bedeutung ihrer Nutzerdaten aufgeklärt werden“.

    Dass die Ministerpräsidentin unseres Landes, Malu Dreyer, an einem Workshop teilnimmt, freut den LfDI besonders. Das Interesse der Ministerpräsidentin an dem Thema Datenschutz und digitale Aufklärung setze landesweit ein Zeichen. Mit ihrer Unterstützung kann dieses Projekt weiterhin erfolgreich durchgeführt werden.

    Ministerpräsidentin Dreyer zeigte sich beeindruckt vom Interesse und Wissen der Schülerinnen und Schüler. Es zeige sich, dass die junge Generation eben im Internet lebe, die Erwachsenen häufig nur mit dem Internet. Die Schulen, so Dreyer weiter, dürften nicht mit überzogenen Erwartungen belastet werden. Es gehe nicht um die Vermittlung digitaler Detailkenntnisse, sondern um das Verständnis digitaler Grundprinzipien.

    Auf der Basis eines neuen pädagogischen Konzeptes wurde in dem Workshop heute die Integration der vom LfDI neu entwickelten Internetseite www.youngdata.de erfolgreich erprobt. Die Seite bietet mit Cartoons, Fotos, Videos und weiterführenden Links zahlreiche Datenschutztipps rund um das Thema Datenschutz bei der Internetnutzung an. (red)

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