Festliche Einweihung des neuen Grünenbüros

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    TRIER. Nach 13 Jahren zog das Büro des Trierer Kreisverbands von Bündnis 90/Die Grünen vom Standort Palastgarten in die Jüdemerstraße 16 um. Hier wird das neue Büro zum Arbeitsplatz der Bundestagsabgeordneten Corinna Rüffer. Damit geht für sie ein Herzenswunsch in Erfüllung: Gut erreichbar und vor allem barrierefrei sollte das neue Büro sein.

    Kurz nach 11 Uhr füllte sich das neue Büro der Grünen in der Jüdemer Straße am gestrigen Sonntag, den 23. Februar, welches als neues Wahlkreisbüro der Bundestagsabgeordneten Corinna Rüffer und des Stadtverbandes dienen soll. Viele bekannte Gesichter und auch Nachbarn hatten sich unter die Gäste gemischt, um die Einweihung zu feiern.

    Nach einer Begrüßungsrede durch Stadtparlamentarierin Petra Kewes, in der diese die zahlreich erschienenen Gäste begrüßte, durfte sie sich an ihrem Geburtstag über ein gesungenes Ständchen erfreuen. Kewes lobte das Engagement der Mitglieder, die tatkräftig beim Umzug mit angepackt hatten. Auch Corinna Rüffer bedankte sich beim Geschäftsführer Ewald Adams, welcher seit vielen Jahren zum festen Inventar gehört: „An einen adäquaten Ersatz ist nicht für dich zu denken, lieber Ewald.“

    Die Wahltriererin Rüffer zog es in den neunziger Jahren für ihr Studium nach Trier, welches sie immer noch gerne ihre Heimat nennt. Seit Oktober 2013 ist sie Bundestagsabgeordnete und Sprecherin für Behindertenpolitik der Grünen-Bundestagfraktion. Ihr Themenschwerpunkt in der Behindertenpolitik war einer der Hauptgründe für das Abbrechen der Zelte am Palastgarten. Die barrierefreie Umgestaltung der alten Geschäftsstelle am Palastgarten wäre zu kostspielig geworden, weshalb sich letztendlich auch Skeptiker schweren Herzens von der alten Geschäftsstelle trennen mussten.

    Die neue Adresse biete aus Sicht der Grünen neben der Nachbarschaft zum Bioladen „Zwiebel“ und dem „Astarix“ eine stärkere Bürgernähe. Oft sei das alte Büro den Trierern nicht stark genug aufgefallen, was sich seit dem Umzug in die Jüdemer Straße gewandelt habe. Gut sichtbar sticht der verglaste Eingangsbereich neben der Antoniuskirche hervor. Demnächst soll im Schaufenster ein digitaler Bilderrahmen installiert werden, in dem sich die Einwohner Triers mit ihren Wünschen verewigen dürfen. Diese Idee soll dabei helfen sich näher an den Bedürfnissen der Bürger zu orientieren.

    Als Gastredner trat Romeo Franz aus Ludwigshafen, Kandidat für die Europawahl 2014 für die Region Rheinland-Pfalz und Metropolregion Rhein-Neckar für die Grünen, auf die Bühne. Dieser stellte sich und seine Themen Menschenrechte, soziale Gleichberechtigung und Rechte von Minderheiten vor. „Das soziale Ungleichgewicht in Gesellschaften gefährdet den inneren Frieden“, mahnte er in seiner mitreißenden wie auch bedrückenden Rede.

    Er beschrieb seine Eindrücke aus Serbien und Bulgarien, in denen Menschen ihre Heimat verließen, weil sie sich anderswo Hoffnung auf ein besseres Leben machten. Er möchte in diesen Ländern Projekte fördern, damit diese Menschen, meist Sinti und Roma, dort leben bleiben können. „Diese Menschen sind Europäer. Europäer, die aus EU-Mitgliedsstaaten stammen, keine Armutszuwanderer.“

    Franz kritisierte den Vorstoß der CSU gegen Armutszuwanderer, mit dem Wortlaut „Wer betrügt, der fliegt“, scharf. Solche Aussagen habe er eher von der NPD erwartet als von der konservativen Kraft aus dem Süden. Auch in Neustadt an der Weinstraße habe er Ähnliches erlebt. Dort sollten in der Nähe des Schlachthofs neue Wohngebäude für Flüchtlinge gebaut werden, welches die Vereinigung „Der dritte Weg“ in einem Schreiben an ihn mit den Worten: Es solle lieber mehr Tierschutz betrieben werden, als Wohnungen für Sinti und Roma gebaut werden, kommentierte. Romeo möchte am Widerspruch arbeiten, dass man hierzulande spanische Krankenschwestern begrüßt, vor ausländischen Erntearbeitern jedoch Angst habe. Er selbst will es sich in Straßbourg nicht gemütlich machen und kündigt an: „Ich werde der Stachel im Fleische jetziger EU-Politik sein.“

    Im Anschluss sorgten eine leckere Lauchquiche aus dem Biolädchen „Zwiebel“ und das musikalische Begleitprogramm für gelockerte Stimmung. Mit dem Bezug des neuen Büros kann nun also auch der Wahlkampf für Kommunal- und Europawahl bei den Grünen in Trier beginnen.  Marilena Häring

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