Miezen mit erwarteter Niederlage

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TRIER. Die Trierer Bundesliga-Handballerinnen hatten im Heimspiel gegen den Thüringer HC erwartungsgemäß keine Chance und verloren am 21. Spieltag deutlich mit 19:38 (11:15). Trotz der achten Pleite in Serie verkauften sich die Miezen in der ersten Hälft respektabel. Der Serienmeister der vergangenen drei Jahre ist nicht der Maßstab für die Mannschaft von Trainerin Cristina Cabeza Gutiérrez. Einziger Wermutstropfen war die Verletzung von Maria Kroyer, die sich kurz vor Ende der Partie das Knie verdrehte.

Es läuft die 20. Minute in der Arena Trier, als auch Gäste-Trainer Herbert Müller nicht schlecht staunte: Megane Vallet geht aus spitzem Winkel aufs Tor, spielt den Ball in den freien Raum und Katrin Schneider vollendete den Kempa-Trick erfolgreich. Es war der Ausgleich zum 7:7 und auch die Zuschauer rieben sich verwundert die Augen. Die Moselstädterinnen, ihres Zeichens Tabellenvorletzter, konnten die Partie gegen die Übermannschaft aus Thüringen zumindest ergebnistechnisch ausgeglichen gestalten.

Zu erwähnen bleibt, dass der THC bis eben zu jener erwähnten Szene so viele Fahrkarten geschossen hatte, die für weitere 60 Spielminuten ausgereicht hätten. Eine gute Jessica Kockler im Tor und zu viel Lässigkeit auf Seiten der Gäste verhinderten einen bereits aussichtslosen Rückstand bis zur Pause. „In der 1. Halbzeit hat Thüringen zumindest im Abschluss nicht alles in die Waagschale geworfen. Das hat uns sicher geholfen“, sagte Co-Trainerin Jana Arnošová.

Ohne die Leistung der Miezen schmälern zu wollen, dem Tempo der Thüringerinnen waren sie zu keinem Zeitpunkt der Partie gewachsen. In der Offensive hingegen konnte sich vor allem Triers Top-Torschützin Katrin Schneider immer wieder erfolgreich durchsetzen. Beim 11:15 zur Halbzeit ging die „Cabeza-Sieben“ mit einem Lächeln in die Kabine.

Nach dem Wechsel fand der Spaß dann allerdings ein jähes Ende. Der THC-Express rollte unaufhörlich über die Miezen hinweg, beim 14:24 (40.) durch die Tschechin Iveta Luzumova betrug der Rückstand erstmals zehn Tore. Mit Hinblick auf das Heimspiel am kommenden Mittwoch (19.30 Uhr) gegen den TuS Metzingen begann nun das große Wechseln und die sonst wenig zum Einsatz kommenden Hannah Sattler, Jana Kordel und Katja Pötters durften gegen das Star-Ensemble aus Thüringen ran. Die deutliche 19:38-Niederlage wurde direkt mit dem Abpfiff zu den Akten gelegt, die Konzentration gilt der Abstiegsrunde.

Die beste Nachricht des Wochenendes gab es ohnehin vor dem Anpfiff: Bensheim Auerbach verlor am Samstag gegen Koblenz/Weibern 21:26 und bleibt mit zwei Punkten Rückstand auf die Miezen Tabellenletzter. Einziger Wermutstropfen bleibt die Verletzung von Maria Kroyer. Die Dänin, die gegen Thüringen fünf Treffer erzielte, verletzte sich am Knie. Weitere Untersuchungen am Montag sollen Aufschluss über die Schwere der Verletzung geben.

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