14. Ökomesse im Trierer Messepark

0

TRIER. Am Samstag, den 22. Februar, wurde die 14. Ökomesse mit zahlreichen namhaften Gästen im Trierer Messepark eröffnet. Mittlerweile hat sich die ÖKO im Umkreis von Trier fest im Programm etabliert. Erwartet werden auch in diesem Jahr zahlreiche Besucher. Schwerpunktthemen in diesem Jahr sind Energieeinsparung und Effizienz, sowie Barrierefreies Bauen und Wohnen. Die Messe geht am Sonntag, den 23. Februar um 18 Uhr zu Ende.

Zur offiziellen Eröffnung der ÖKO 2014 begrüßte Rudi Müller, Präsident der Handwerkskammer (HWK) Trier, die zahlreichen erschienenen Gäste. Darunter auch den Bundestagsabgeordneten Bernhard Kaster und Christa Klaß aus Osann (beide CDU), Mitglied des Europäischen Parlaments. Müller lobte in seiner Ansprache die Bekenntnis der großen Koalition zu den Leistungen des Handwerks für Wirtschaft und Gesellschaft und zur Beibehaltung des Meisterbriefes, der ein wichtiges Element der dualen Ausbildungsmöglichkeiten in Deutschland ist.

In diesem Jahr rücken Energieeinsparung und Energieeffizienz wieder stärker in den Mittelpunkt der Messe. Somit sollen diesen Themen neben den Strompreisen wieder mehr Priorität eingeräumt werden und die Verbraucher darüber informiert werden, wie sie ihren eigenen Beitrag zur Energiewende leisten können. 112 Aussteller auf 3 200 Quadratmetern liefern hierfür reichlich Informationen.

In seinem anschließenden Vortrag stellte Dr. Christian R. Welzbacher vom Heinz-Piest-Institut für Handwerkstechnik an der Leibniz Universität Hannover (HPI) die Bedeutung der Energiewende für das Handwerk, ihre Kosten und Chancen, vor. Der Gebäudesektor sei der „schlafende Riese“, den das Handwerk wecken müsse. Ganze 40 Prozent des gesamtdeutschen Energieverbauchs steckten in diesem Bereich. In einer Studie berechnete sein Institut die anfallenden Kosten, wenn die Klimaziele der EU eingehalten werden sollen.

Betrachtet wurden das Baujahr, der Gebäudetyp, der spezielle Energiebedarf der Flächen, sowie die Kosten der Erneuerung von Anlagetechniken. Ergebnis: 6,8 Millionen Heizungssysteme in Deutschland, die älter als 25 Jahre sind, müssen bis 2025 in jedem Falle dringend getauscht werden. 77 bis 80 Prozent seien ebenfalls ineffizient. Das bedeute einen Kostenaufwand von schätzungsweise 500 Euro pro Quadratmeter und mehr im Privatbereich. Kosten, die sich kaum ein Bürger ohne Subventionierung leisten kann. Welzbacher sieht hier Handlungsbedarf bei der Bundesregierung, mehr staatliche Anreize zu setzen.

Auch der Fachkräftemangel würde in den nächsten Jahren spürbarer werden. Nach den Berechnungen des HPI fehlten 90 000 Fachkräfte in den Branchen, welche für die Umsetzung der Energiewende unabdingbar sind. Nach 2025 gehe zusätzlich noch die sogenannte „Babyboomergeneration“ in den Ruhestand, was den Mangel noch verschärfe. Eine Lösung müsse hier die verstärkte Zusammenarbeit mit Hochschulabsolventen sein und die Verstärkung von Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen im Bereich der Installateure, Heizungsbauer und Elektroniker.

Die Eröffnungsfeier endete mit der Verleihung des Markenzeichens „Generationenfreundlicher Betrieb Service & Komfort“ durch Präsident Müller. Ausgezeichnet wurden hierbei Betriebe, welche eine spezielle Kompetenz im Bereich der Kundenbetreuung für barrierefreies Wohnen aufweisen können. Bei einer alternden Gesellschaft spiele solche Kompetenz gegenüber der Kunden ein immer wichtigeres Thema.

Über eine Auszeichnung freuen durften sich: SGS Service Thomas Hengel KG aus Trier, Glaserei Adolf Hansen aus Schwirzheim, Rudolf Lütticken GmbH & Co. KG aus Wittlich, Leysser GmbH aus Idar Oberstein, Leysser GmbH aus Trier, Maler Dahm aus Bernkastel-Kues, Leyendecker GmbH & Co. KG aus Esch, Weme GmbH aus Gutweiler sowie Schottler GmbH aus Salmtal.

Die Ökomesse im Messepark Trier hat noch bis Sonntag, den 23. Februar geöffnet. Der Eintritt ist frei. Marilena Häring

Jetzt lokalo liken und alle aktuellen News rund um Trier und die Region, inklusive Luxemburg, sofort sehen und KOSTENLOS lesen

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.