TBB Trier: 80:82 – Knappe Niederlage gegen den Vizemeister

0

TRIER. Was für ein dramatisches Spiel: Vor 3462 Zuschauern unterlag die TBB Trier dem deutschen Vizemeister Oldenburg mit 80:82. In Abwesenheit von Julius Jenkins hatte man die große Chance auf den Coup, doch am Ende ließ man zwei Chancen liegen. Bester Trierer war Andreas Seiferth mit 17 Punkten. Überragender Spieler der Partie war Chris Kramer mit 19 Punkten.

Die Gäste von der Hunte traten ersatzgeschwächt in Trier an: Topscorer Julius Jenkins musste mit einer Oberschenkelzerrung passen und stand Sebastian Machowski nicht zur Verfügung.

Anzeige

Sparkasse Trier

Die TBB Trier startete wieder ohne Hughes in das Spiel, hielt aber von Beginn an gut mit. Beim Stand von 8:9 machte Dru Joyce den Unterschied, der mit zwei erfolgreichen Dreiern einen tollen Einstand an alter Wirkungsstätte feierte. Dann folgte die Antwort von Jermaine Bucknor. Der Kanadier dunkte zunächst sehenswert und legte anschließend per Dreier nach. Trier führte mit 15:10, ehe Bucknor dann leider sein zweites persönliches Foul kassierte. Unter der Regie des bärenstarken Joyce gelang es den Oldenburgern schnell wieder, die Führung zurückzuerobern (18:20). Am Ende des ersten Spielabschnitts lagen die Mannen von Henrik Rödl mit 22:25 zurück.

Die ersten Punkte im zweiten Durchgang erzielten die Gäste, doch Trier konterte mit vier Punkten von Trevon Hughes. Beim Stand von 26:27 bat Gästecoach Machowski zur Auszeit. Sie fruchtete. Angeführt von Chris Kramer, der zu diesem Zeitpunkt bereits 13 Punkte auf seinem Konto hatte, setzte man sich wieder auf 29:34 ab. Es folgte die stärkste Trierer Phase: Warren Ward war der Initiator und steuerte nicht nur fünf Punkte, sondern auch einen starken Assist auf Stefan Schmidt bei. Durch Dreier von Laurynas Samenas, der sein Tief überwunden zu haben scheint, konnte man sich auf bis zu sechs Punkte absetzen (45:39). Bis zur Halbzeit konnte der Vizemeister wieder auf 45:44 verkürzen.

Im dritten Viertel wurde die Partie wesentlich intensiver, die Quoten gingen nach unten. In dieser hitzigen Phase bettelte Kramer um ein technisches Foul, doch die Unparteiischen ließen sich nach allen Regeln der Kunst beschimpfen. Die Fans quittierten den Auftritt des US-Amerikaners mit einem Pfeifkonzert. Die Moselstädter kämpften und erkämpften sich nach fünf Bucknor-Punkten in Serie eine knappe 55:51 Führung. Die Oldenburger reagierten mit einer Timeout. Der Spielabschnitt endete mit einer knappen 60:57-Führung für die Schützlinge von Henrik Rödl.

Leider geriet die Mannschaft aus der ältesten Stadt Deutschlands im vierten Viertel schnell ins Hintertreffen. Großen Anteil am Lauf der Gäste hatte Konrad Wysocki, der drei Würfe von jenseits der 6,75-Meter-Linie einnetzte und sein Team mit 62:68 in Führung brachte. Nach einem Treffer von Dru Joyce stand es sogar 62:70. Doch das Trierer Team gab nicht auf. Durch fünf Punkte des immer wieder im Fokus stehenden Ward, konnte man wieder auf 69:73 verkürzen. Der Rookie machte sein bis dato wohl stärkstes Spiel im TBB-Dress. Machowski nahm eine Auszeit. Seiferth stellte in einer dramatischen Schlussphase sogar den 75:75-Ausgleich her. Als dann Hughes per Dreier sogar die 78:77-Führung gelang, gab es in der Arena Trier kein Halten mehr. Bucknor erhöhte sogar auf 80:77, doch das Rebounding sollte den Trierern wieder zum Verhängnis werden. Freese wurde nach einem schrittfehlerverdächtigen Move gefoult, verwandelt nur einen der beiden Freiwürfe. Aleksandrov schnappt sich den Offensivrebound, verwandelt mit Foul. Plötzlich führten wieder die Gäste mit 80:81.

Leider schaffte es Trier erneut nicht, das Spiel für sich zu entscheiden. Am Ende hatte man zwei Mal die Chance das Spiel noch zu drehen, doch Anderson und Hughes vergaben. Trier unterlag mit 80:82. In Abwesenheit von Julius Jenkins und den nicht eingesetzten Philipp Neumann ließ man so eine gute Chance liegen. (cw)

Stimmen zum Spiel folgen

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.