Bodenschutzkalkung im Stadtwald

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    TRIER. Im Trierer Stadtwald wird ab dem morgigen Donnerstag, den 20. Februar, in den Forstrevieren Weisshaus/Pfalzel und Ehrang auf einer Fläche von rund 1.100 Hektar die wetterbedingt schon mehrfach verschobene Bodenschutzkalkung der im Eigentum der Stadt befindlichen Waldflächen vorgenommen.

    Pro Hektar Waldfläche werden drei Tonnen kohlensaurer Magnesiumkalk ausgebracht. Die Verteilung erfolgt mit speziell ausgerüsteten Hubschraubern. Es werden Flächen im Pfalzeler Wald zwischen B 52, Kuttbach/Lorich/Aacher Weg sowie die Waldflächen zwischen Lohrbach, B 422, Trier–Ehrang/Quint und L 46 gekalkt.

    Den Waldböden kommen elementare Filter- und Pufferfunktionen zu. Nur ein gesunder Waldboden ist ein Garant für ein intaktes Waldökosystem, gutes Baumwachstum und sauberes Wasser. Leider ist die Erfüllung dieser überaus wichtigen Bodenfunktionen vor allem durch übermäßige Luftschadstoffeinträge nicht mehr in vollem Umfang gewährleistet. Die Waldböden versauern und verarmen an essentiellen Nährstoffen. Die Bodenschutzkalkung ist jedoch keine Düngung. Sie hat vielmehr zum Ziel, die durch die Luftverunreinigung verursachte Versauerung der Waldböden zu kompensieren. Deshalb spricht man auch von einer Kompensations- oder Bodenschutzkalkung.

    Wissenschaftliche Untersuchungen der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft Rheinland-Pfalz belegen eingehend die hohe Wirksamkeit der Bodenschutzkalkung im Hinblick auf den Schutz des Waldbodens vor fortschreitender Versauerung, eine Verbesserung der Magnesiumbereitstellung im Boden, eine Verringerung der Kronenvergilbung, eine Erhöhung der biologischen Aktivität und eine Verringerung der Schwermetallmobilität und damit der Gefährdung des Grund- und Quellwassers durch Schwermetalle.

    Der ausgebrachte Kalk ist für den Menschen gesundheitlich unbedenklich. Um jedoch Verschmutzungen an Kleidung oder parkenden Autos sowie sonstige Störungen zu vermeiden, sollte das beflogene Waldgebiet während der Bearbeitungszeit gemieden werden. Die örtlichen Sperrungen von Waldwegen sind, so die Forstreviere, unbedingt zu beachten. (red)

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