Abgeschmettert: Werbeschilder sollen bleiben

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TRIER. Das Vorhaben der Stadt Trier und einer sie umgebenden Allianz aus verschiedenen Ämtern, Organisationen und einigen Politikern, die Werbeschilder in der Fußgängerzone abzuschaffen, ist nach der Auswertung der Umfrage von City-Initiative (CIT) Trier und der Industrie und Handelskammer (IHK) gescheitert.

Am Montag, den 17. Februar wurde die Pressemitteilung der beiden Organisationen versandt, die für die Umfrage verantwortlich zeigten.

Der Pressetext im Wortlaut:

Eine „Null-Lösung“ ist aus Sicht der Mehrheit der Trierer Kaufleute nicht gewünscht, die sich an der aktuellen Umfrage der City-Initiative (CIT) sowie der Industrie- und Handelskammer (IHK) beteiligt haben. Kundenstopper und begrenzte Warenauslagen sollen in der Stadt also weiter erlaubt sein, so die überwiegend geäußerte Meinung. Befragt wurden die Trierer Einzelhändler mit Blick auf die aktuell diskutierte Fortschreibung der Sondernutzungssatzung. Diese regelt unter anderem, wie die Flächen vor den Geschäften genutzt werden dürfen.

An der Umfrage haben sich 156 von 1428 Händlern aus der gesamten Stadt beteiligt (Anm. d. Red.: Die CIT hat 163 Mitglieder), davon 110 aus dem Innenstadtbereich (von insgesamt 540). Auch wenn viele von ihnen auf die Bedeutung von Kundenstoppern und insbesondere Warenauslagen hinweisen, die im Einzelfall bis zu 30 Prozent des Umsatzes ausmachen, sehen sie die Notwendigkeit einer Regulierung – und dass diese kontrolliert werden muss. So sprechen sich mehr als 60 Prozent der Umfrageteilnehmer für eine Begrenzung der Präsentation von Warenauslagen im öffentlichen Raum aus. Gegen ein Verbot von Kundenstoppern sind 56 Prozent der Antwortenden, ein Drittel ist dafür. In dem Anschreiben zur Umfrage wurde allerdings darauf hingewiesen, dass CIT und IHK ein aufgeräumteres Erscheinungsbild der Stadt ohne Stopper befürworten und davon ausgehen, dass Händler, die sich nicht an der Umfrage beteiligen, diese Ausgangsposition teilen.

Viele der Kaufleute fürchten rückläufige Umsätze wegen der begrenzten Möglichkeiten, ihre Waren zu präsentieren. Eine weitere Herausforderung stellt für sie die Abstimmung mit der gastronomischen Sondernutzung sowie mit den benachbarten Geschäften dar. Insbesondere Händler mit Geschäftsräumen in der ersten Etage äußern Bedenken, ohne Kundenstopper für die Laufkundschaft „unsichtbar“ zu werden.

Das Stimmungsbild, das aus den Umfrageergebnissen hervorgeht, soll nun in den Dialog zur Fortschreibung der Sondernutzungssatzung einfließen. Ziel sollte aus Sicht der City-Initiative und der IHK Trier eine Satzung sein, die für alle Gewerbetreibenden in Trier verbindlich, transparent und fair ist und die Belange der verschiedenen Akteure bestmöglich und unter Berücksichtigung der Standortbegebenheiten beachtet.

Die detaillierteren Befragungsergebnisse finden Sie in der Infobox. (red)

1 KOMMENTAR

  1. Wenn man bedenkt was das Thema hier an Wellen geschlagen hat, dann sind die 11 % Wahlbeteiligung mehr als lächerlich. Scheinbar scheint es kein Existenz Problem für (die meisten)Händler darzustellen.

  2. @ Daniel: Die City-Intiative hat nur 163 Mitglieder. Diese Angabe wurde inzwischen im Artikel nachgetragen.
    Willi Rausch (lokalo-Chefredakteur)

  3. Komisch,
    ich habe keine Kenntnis von einer Umfrage durch die IHK! Haben die mich vergessen oder war die Umfrage nicht als als solche erkennbar!

  4. Von wem wurde diese Befragung gemacht? Von der Cityinitiative für ihre Mitglieder(163),und von der IHK für den Rest? Wenn ja ,warum macht dann die IHK nicht die komplette Umfrage? Müssen die Mädels von der CIT beschäftigt werden, oder will man, ADAC-Like, die entsprechenden Ergebnisse manipulieren? Schon sehr seltsam warum es hier zwei verschiedene Umfragen gab,denn schließlich sind ja alle CIT-Mitglieder automatisch IHK-Mitglieder!Kurios und nicht nachvollziehbar!

  5. Abgeschmettert?
    Bei 11% Prozent Beteiligung (156 Händler) von denen 1/3 (51 Händler) das Verbot ablehnen?

    Herr Rausch, das hier ist Stimmungsmache, mehr nicht.

  6. Ich habe auch keine Kenntnis bezüglich einer Umfrage. Weder IHK, noch Cityinitiative sind an mich herangetreten. Ich denke da wird bewusst selektiert!

  7. @ Jörg Hansen: Nein,Herr Hansen, das ist keine Stimmungsmache. Es sind nicht 51, sondern 87 Händler von 156 gegen das Verbot!!!! Und dass CIT/IHK nur so wenige angeschrieben haben, ist nicht die Schuld von Herrn Rausch, oder?

  8. Ich erkläre hiermit an Eidesstatt , keinen Fragebogen ,weder von der IHK, noch von der Cityinitiative erhalten zu haben!!!!!!!!

  9. @ Jörg Hansen:Wieso glaubt eigentlich die cityinitiative Trier mit ihren ca 100 Mitgliedern aus Handel u Gastro,(Rest sind Agenturen Medien etc) 1428 Händler zu vertreten?

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