Miezen verkaufen sich in Buxtehude teuer

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BUXTEHUDE. Die Trierer Bundesliga-Handballerinnen kassieren beim Buxtehuder SV ihre siebte Niederlage in Folge, fahren dennoch mit einem positiven Gefühl zurück an die Mosel. „Wir haben gut dagegen gehalten und uns hier teuer verkauft“, sagte Jana Arnošová nach der Partie. In der Tat hielten die Miezen, wie auch schon eine Woche zuvor gegen den VfL Oldenburg, 45 Minuten gut mit und scheinen für die in drei Wochen beginnende Abstiegsrunde gerüstet.

Dass die Niederlage am Ende wieder zweistellig ausfiel, ist einerseits der personellen Situation geschuldet, andererseits gehören die Norddeutschen zu den Top-Teams der Liga und Trier eben nicht. Auch deshalb gaben Cristina Cabeza Gutiérrez und Arnošová im Sportzentrum Nord den Ergänzungsspielerinnen längere Einsatzzeiten, wohlwissend, dass der Klassenerhalt in anderen Spielen entschieden wird.

Den Start in die Begegnung verschliefen die Miezen: Mit den Gedanken noch im Bus, führte Buxtehude bereits nach zwei Minuten mit 3:0. Abschließend wachte der deutsche Meister von 2003 aber auf und konnte die Partie, angeführt von einer treffsicheren Katrin Schneider, offen gestalten. Als Schneider nach einer Viertelstunde den 9:10-Anschlusstreffer erzielte, sah sich BSV-Trainer Dirk Leun zu einer Auszeit gezwungen, der Spielverlauf änderte sich zunächst aber nicht. Die Moselstädterinnen hielten weiter dagegen und präsentierten sich vor allem in Defensive deutlich verbessert. Einzig Randy Bülau bekam man nicht in den Griff, mit 13 Treffern war die Spielmacherin am Ende Top-Torschützin. Da auch Bensheim-Auerbach am Samstag eine weitere Niederlage quittierte, bleiben die Miezen auf dem vorletzten Tabellenplatz. Triers wohl härtester Konkurrent im Kampf um den Klassenverbleib sorgte aber abseits des Spielgeschehens für Aufsehen: Trainerin Gordana Covic, erst Anfang Januar als Nachfolgerin für den glücklosen Torsten Schmid verpflichtet, wurde am Freitag von ihren Aufgaben entbunden.

Drei schnelle Treffer der Norddeutschen kurz vor dem Pausenpfiff sorgten dennoch für einen 12:15-Rückstand. „Fünf Minuten vor der Halbzeit hat uns die nötige Konzentration gefehlt. Das sollte uns in engen Spielen nicht passieren“, so Arnošová. In Hälfte zwei pendelte der Rückstand ständig zwischen vier und fünf Toren, wirklich gefährlich konnten die Miezen den Gastgeberinnen nie werden. Aber die „Cabeza-Sieben“ steckte zu keinem Zeitpunkt der Partie auf, kämpfte und machte aus ihren Möglichkeiten das Beste. Zwanzig Minuten vor Spielende durften dann auch die jungen Spielerinnen Bundesliga-Luft schnuppern und machten ihre Sache, unabhängig vom Ergebnis, ordentlich. Vor allem Katrin Irsch spielte ohne Scheu und konnte drei schöne Treffer erzielen. (fa)

DJK/MJC Trier: Flöck, Kockler; Pötters, Irsch (3), Sattler, Mohr (1), Schneider (10/5), Czanik (3), Vallet (3), Kordel, Derbach, Cabeza, Kroyer (3)

Beste Werferinnen Buxtehuder SV: Bülau (13/7), Stapelfeldt (5)

Spielfilm: 0:3 (2.), 9:10 (15.), 12:15 (30.), 17:21 (40.), 21:27 (50.), 23:34 (60.)

Schiedsrichter: Sebastian Cordes/Jannik Otto – Zuschauer: 1200

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