Neues von der Bürgerinitiative „Wir sind Nürburgring“

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ADENAU. Mit einem erneuten Autokorso hat die Bürgerinitiative „Wir sind Nürburgring“ noch einmal gegen den Verkauf des historischen Nürburgrings protestiert. Rund 1 000 Teilnehmer demonstrierten am Samstag mit ihren Fahrzeugen auf dem Messegelände in Mainz und in der Stadt für den Ring und machten sich dann auf dem Weg aus der Landeshauptstadt zur Nürburg.

Es ist fünf vor Zwölf für den Nürburgring. Denn am Wochenende endete das bereits verlängerte Bieterverfahren für die Rennstrecke für deren Kauf nach noch unbestätigten Informationen nur noch einige Bieter im Rennen sind. Einerseits das Düsseldorfer Unternehmen Capricorn, das auch am Nürburgring unternehmerisch tätig ist sowie die amerikanische Investmentgesellschaft H.I.G. und noch ein drittes bisher unbekanntes amerikanisches Unternehmen.

Doch haben diese drei „Bieter“ überhaupt die finanziellen Mittel oder handelt es sich bei diesen Interessenten um Luftnummern, Finanzhaie oder Heuschrecken, die nur groß absahnen wollen? „Capricorn hat finanziell gar nicht die Möglichkeit, den Ring zu kaufen, die sind gar nicht solvent genug“, meint Sabine Schmitz von der Bürgerinitiative „Wir sind Nürburgring“. Alles keine gute Basis für die Zukunft des Nürburgring, der nach dem Willen der Bürgerinitiative in öffentlicher Hand bleiben soll. Genau auf diese Problematik des Verkaufs an fremde Firmen wollte die Initiative um Sabine Schmitz und Christian Menzel wieder einmal aufmerksam machen und startete am Samstag nach dem ersten Autokorso von Neuwied nach Mendig nun eine erneute 160 Kilometer langen Protestfahrt von Mainz zurück nach Nürburg.

Die ersten 15 Kilometer in Mainz waren als Demo angemeldet und genehmigt. Zudem wurde auf dem Messegelände in Mainz schon demonstriert. Mehr als 1.000 Teilnehmer hatten sich angesagt, rund 1 300 PKW mit 3 500 Teilnehmern wurden es am Ende. „Das war ein guter Tag weil wir immer mehr Menschen auf die Straße bringen gegen den Verkauf des Nürburgring“, sagte Christian Menzel erfreut. Auch Sabine Schmitz war begeistert von der Resonanz. „Es ist toll, zu sehen, wie die Leute uns zuwinken und uns unterstützen. Das macht uns sehr viel Mut. Wir kämpfen solange, bis wir unseren Kopf durchgesetzt haben. Der Ring darf auf keinen Fall verkauft werden“, sagte sie auf lokalo-Nachfrage.

Noch sei ein Funke Hoffnung vorhanden, den endgültigen Verkauf stoppen zu können meint Christian Menzel: „Wir glauben schon, das wir noch was tun können. Es gibt rechtlich immer noch viele Fragezeichen, die gegen den Verkauf des Rings sprechen. Denn der Nürburgring wird verhökert, das ist ein Skandal. Das Land will den Klotz am Bein, den Kurt Beck zu verantworten hat, mit aller Gewalt los werden.“

Extra: Bürger der Region haben die Initiative „Wir sind Nürburgring“ im Dezember 2013 aus Besorgnis um den Verkauf der Rennstrecke gegründet und seither in etlichen Aktionen ihrer Forderung, den Nürburgring in öffentlicher Hand zu belassen, Ausdruck verliehen.

Weitere Informationen gibt es im Internet auf der Homepage http://wir-sind-nuerburgring.de/ und auf Facebook bei „Wir sind Nürburgring“. (hega)

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