Historisches Datum für die Dolphins

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TRIER. Der 15. Februar 2014 geht in die Annalen der Vereinsgeschichte der GOLDMANN Dolphins Trier ein. Um 21.05 Uhr war es soweit. Mit der Schlusssirene und dem 82:66 (43:31)-Sieg gegen die Roller Bulls aus St. Vith stand der erstmalige Einzug der Moselaner in die Playoffs der 1. Rollstuhlbasketball-Bundesliga fest. Entsprechend groß war die Freude bei Mannschaft, Team und Fans, die schon während des Spieles ausgiebig feierten.

Es war allerdings das erwartet harte Spiel. Die Gäste aus Belgien spielten von Beginn an sehr körperbetont – viele Fouls auf beiden Seiten waren die Folge. Allerdings erwischten die Trierer, anders als in den letzten Wochen, einen sehr guten Start. Dirk Passiwan und Janet McLachlan stellten schnell einen 16:4-Vorsprung her. Dabei profitierten die Gastgeber auch von der schlechten Trefferquote der Gäste. Viele der rund 450 Zuschauer dachten bereits an einen klaren Sieg der Dolphins. Allerdings kämpften sich die „Bullen“ bis zum 16:19 wieder heran.  Dank Janet McLachlan, der derzeit wohl besten Basketballerin der Welt, konnten die Delphine eine knappe 7-Punkte-Führung zur Viertelpause behaupten (23:16).

Auch im zweiten Viertel änderte sich das Bild nur wenig. Trier versuchte, in der Offense sicher zu punkten und in der Defense aggressiv zu verteidigen. Dies gelang ihnen zwar nicht immer gut, aber immerhin besser als den Gästen. Nach 15 Minuten konnte man den alten Zwölf-Punkte-Vorsprung wieder herstellen und sollte ihn auch nicht mehr aus der Hand geben. In einem recht zerfahrenen Spiel gelangen den Dolphins um ihren Topscorer Dirk Passiwan auch die schwierigen Würfe, so dass man den Vorsprung bis zur Halbzeitsirene auf 43:31 ausbauen konnte.

Die zweite Halbzeit dominierten die Hausherren dann fast nach Belieben und sehr sicher. Punkt um Punkt wurde der Abstand größer. Janet McLachlan und Dirk Passiwan stellten die belgische Verteidigung immer wieder vor große Rätsel. Auch der konditionelle Aspekt spielte zunehmend eine größere Rolle. Den Belgiern war es anzumerken, dass sie kaum Wechselmöglichkeiten hatten, waren sie doch nur mit sieben Spielern in die älteste Stadt Deutschlands gereist. So war es wenig verwunderlich, dass die konditionell starke Mannschaft aus Trier wenig Mühe hatte, den Vorsprung zu verwalten. Über ein 66:48 nach dem dritten Viertel stand ein gerechtes 82:66 nach 40 Minuten.

„Wir wussten, dass es ein hartes Spiel wird. Es war definitiv ein Arbeitssieg, den wir mit einer guten Teamleistung perfekt gemacht haben“, bilanzierte Spielertrainer Dirk Passiwan nach dem Spiel. „Nach der Trainingswoche, die nicht richtig rund lief, war auch der Druck zu spüren. Aber ich denke, wir haben heute nie Zweifel aufkommen lassen, dass wir siegen und endlich in die Playoffs kommen wollen.“

Das Spiel gegen Zwickau in der kommenden Woche hat für die Dolphins nur noch Testspielcharakter. Durch den 75:65-Sieg der Zwickauer gegen das Team Thüringen ist es den Moselanern nicht mehr möglich, Platz 3 zu erreichen. Am 15. März wird damit also der Serienmeister aus Lahn-Dill in den Playoffs in Trier antreten.

Am Rande der Partie gab es noch andere positive Nachrichten: So erklärten Chad Jassman, Tyler Saunders und Florian Ewertz, dass sie ihre Verträge um ein Jahr verlängert haben. Den Tränen nahe allerdings war Janet McLachlan, die am Samstagabend nach vier Jahren ihr letztes Heimspiel in einer Normalrunde für Trier absolvierte. Sie wird nach der Saison aus beruflichen Gründen die Mannschaft verlassen und nach Kanada zurückkehren.

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