TBB Trier: Sieg! 92:83 in Vechta

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TRIER. Durch eine klare Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit gewann die TBB Trier bei Aufsteiger Rasta Vechta mit 92:83. Vor 3140 Zuschauern überragte Center Andreas Seiferth mit 22 Punkten und fast perfekter Trefferquote aus dem Feld. Im dritten Viertel ging die Trefferquote des Heimteam nach unten und Trier baute sich den spielentscheidenden Vorsprung auf.

Wahnsinns-Stimmung im RASTA Dome in Vechta: Ein echter Hexenkessel, der an die Zeiten in der altehrwürdigen Halle am Mäushecker Weg erinnerte. Trier musste in dieser hitzigen Atmosphäre unbedingt die Nerven behalten.

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Bei den Vechtaern stand Neuzugang Will Conroy nach nur sechs Trainingseinheiten gleich in der Startformation. Auch eine Überraschung auf Trierer Seite: Trevon Hughes musste nach dem starken Spiel gegen die Artland Dragons zunächst auf der Bank Platz nehmen und sollte die nötige Feuerkraft von der Bank liefern.

Die Schützlinge von Henrik Rödl starteten sehr konzentriert in die Partie. Vor allem Dank des tollen Starts von Jermaine Bucknor gelang es schnell, sich mit 9:4 abzusetzen. Der Kanadier steuerte fünf Punkte bei. Auch Andreas Seiferth wurde immer wieder am Korb gesucht und gefunden – neben sechs Punkten gelang es auch, Dirk Mädrich zwei Fouls anzuhängen. Vechta leistete sich viele Ballverluste, hielt sich aber mit einer starken Dreierquote im Spiel. Die Moselstädter verloren zwischenzeitlich den Faden, so dass das Heimteam mit dem 19:16 nach dem ersten Viertel noch sehr gut bedient war.

Auch im zweiten Viertel waren es die Spieler aus der ältesten Stadt Deutschlands, die das Spiel bestimmten, aber sich durch Unkonzentriertheiten und Undiszipliniertheiten einfach nicht absetzen konnten. Hughes, der hart angegangen wurde, kassierte nach einem erfolgreichen Treffer zum 26:21 ein technisches und damit auch sein drittes persönliches Foul – Vechta verkürzte mit nur einem Angriff auf 26:25 und der Trierer Topscorer war zum Zuschauen verdammt. Es war wieder einmal zum Verzweifeln. Vitalis Chikoko hielt sich wieder mehr an der Dreierlinie, als in der Zone auf. Nach einem erfolgreichen Dreier von Neuzugang Conroy übernahmen das Heimteam beim 30:31 sogar erstmals die Führung. Ein starker Seiferth sorgte dafür, dass Trier trotz schwacher Dreierquote im Spiel blieb. 16 Punkte bei 100 Prozent Trefferquote hatte der Center bis zur Halbzeit auf seinem Konto. Es waren nicht genug, um zu verhindern, dass man mit einem knappen 43:46-Rückstand in die Kabine ging. Zu stark trafen die Vechtaer in der ersten Halbzeit von jenseits der 6,75-Meter-Linie.

Das änderte sich mit Beginn des verflixten dritten Viertels – aus Sicht der Rastafaris! Trier traf drei Dreier und startete mit einem 11:1-Lauf in die zweite Halbzeit. Beim Stand von 54:47 sah sich Pat Elzie zu einer Auszeit gezwungen. Trier behielt – angeführt von Warren Ward und Trevon Hughes- die Kontrolle über die Partie und konnte sich auf bis zu neun Punkte absetzen. Erst gegen Ende des Spielabschnitts fand RASTA zurück zu seinem Spiel und schaffte es, sich wieder auf vier Punkte heranzukämpfen. Vor allem Conroy brachte viel Positives ins Spiel des Aufsteigers. Durch die Punkte 10 und 11 von Hughes lag man nach dem dritten Durchgang mit 59:65 in Front.

Eben jener Hughes kassierte gleich zu Beginn des vierten Viertels sein viertes Foul. Das brachte, trotz eines schönen Drei-Punkte-Spiels von Mathis Mönninghoff, einen Bruch in das Trierer Offensivspiel. RASTA Vechta tat einiges für die Galerie, allen voran Brandon Bowman. Rödl nahm beim Stand von 70:63 eine Auszeit. Es war die richtige Entscheidung. Seiferth und Anderson bauten den Vorsprung auf 74:63 aus. Elzie bat jetzt seinerseits noch einmal zur Besprechung. Angeführt von Bucknor behielt man die Kontrolle. Der Kanadier, wegen seiner Ruhe in der entscheidenden Phase unbezahlbar, verwandelte zwei Dreier und drei Freiwürfe und hielt Trier zweistellig vorne (84:73). Der starke Lauf des Aufsteigers kam zu spät. Jermaine Anderson blieb wie immer ruhig von der Linie und brachte den letztlich hochverdienten 92:83-Sieg nach Hause. (cw)

 

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