Buxtehude vor Augen – Playdowns im Hinterkopf

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Trier. Um vier Uhr morgens brechen die Trierer Bundesliga-Handballerinnen am Sonntag auf, um ihr letztes Hauptrundenspiel beim Buxtehuder SV (15 Uhr) zu bestreiten. „Das ist schon eine Zumutung für die Spielerinnen, aber da müssen wir durch. Wir werden es uns trotzdem schön machen“, sagt Co-Trainerin Jana Arnošová. Ihren Humor hat die Tschechin trotz der sechs Pleiten in Folge noch nicht verloren, die Aussichten auf Erfolg im hohen Norden sind allerdings äußerst gering.

Mit Blick auf die Anfang März beginnende Abstiegsrunde erklärt Arnošová deshalb auch deutlich: „Der Klassenerhalt entscheidet sich nicht in Buxtehude. Die Prioritäten liegen ganz klar auf den Play-downs.“ Ein Blick auf die Tabelle verrät, dass alles andere als ein Buxtehuder Sieg einer Sensation gleichkommen würde: Die Mannschaft von Dirk Leun gehört wieder zu den Top-Teams der Liga, nach dem sensationellen Weiterkommen im Cup Winner´s Cup wegen der mehr erzielten Auswärtstore (gegen Erd/Ungarn) schweben die Norddeutschen zudem auf einer Euphoriewelle.

Mit nachlässigen Gastgeberinnen dürfen die Miezen auch nicht rechnen: „Wir dürfen uns nicht auf dem Erfolg ausruhen, wenn wir unsere gute Ausgangsposition im Kampf um die Europapokalplätze nicht gefährden wollen“, sagte Leun vor dem Duell. In der 40.000-Einwohner-Gemeinde, 20 Kilometer entfernt von Hamburg,  muss die Mannschaft von Cristina Cabeza Gutiérrez aber nicht nur mit der Qualität des Gegners klarkommen. Die Kranken- beziehungsweise Verletztenmisere ist Stammspieler im Trierer Lager. Top-Torschützin Katrin Schneider, im Hinspiel mit zehn Treffern, lag die ganze Woche mit einer Grippe flach und wird nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte sein. Auch die übrigen Stammspieler haben mit Blessuren zu kämpfen, beißen sich allerdings Woche für Woche durch.

Um weitere Ausfälle zu vermeiden sollen in den verbleibenden drei Hauptrundenpartien vermehrt die jungen Spielerinnen Einsatzzeiten erhalten. „Die wichtigen Spiele kommen erst noch und unsere Leistungsträgerinnen brauchen die eine oder andere Pause. Wir müssen sie entlasten“, sagt Arnošová. Die Begegnung in Buxtehude und die Heimspiele gegen den deutschen Meister Thüringer HC (23.2) sowie TuS Metzingen (26.2) spielen nur noch eine untergeordnete Rolle, der Fokus richtet sich auf die Abstiegsrunde. (red)

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