Film der Woche: Dallas Buyers Club

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TRIER. Im Broadway Filmtheater in Trier läuft seit dem 30.01. der Film “Dallas Buyers Club“ von dem Regisseur Jean-Marc Vallée. In dem auf einer wahren Begebenheit beruhenden Drama geht es um einen an Aids erkrankten Texaner und dessen Persönlichkeitsentwicklung nach Bekanntgabe der Krankheit. Dabei zeigt insbesondere Matthew McConaughey, dass er zu den ganz Großen seines Fachs gehört.

Inhalt

Ron stammt aus Texas und verabscheut Homosexuelle. Wenn es nach ihm ginge, würde die gleichgeschlechtliche Liebe offiziell verboten und mit harten Strafen belegt werden. Als er eines Tages unerwartet zusammenbricht, stellt sich heraus, dass er an HIV erkrankt ist. Die Ärzte geben ihm nur noch wenig Zeit. Doch kampflos ergeben will sich Ron nicht. Auf der Suche nach einem Heilmittel findet er in Mexiko Arzneien, die sein Leben verlängern können. Nach einiger Zeit schmuggelt er diese für sich selbst über die Grenze und verkauft sie zusätzlich an andere Aidskranke. Als er den transsexuellen Rayon kennenlernt verändert sich allmählich sein Menschenbild.

Kritik

Matthew McConaughey ist zurück! Und wie! Nach einer zweijährigen Pause schlüpft der Hollywood-Star in eine beeindruckende Rolle und zeigt, dass die Zeiten in denen er fast ausschließlich als gelackter Schönling zu sehen war vorbei sind. Das Ergebnis: McConaughey ist nominiert für den Oscar in der Kategorie “Bester Hauptdarsteller“ und er geht als Favorit in die Filmpreisverleihung.

“Dallas Buyers Club“ beruht auf einer wahren Begebenheit. Solche Filme haben es nicht unbedingt leicht und leben vor allem von ihren Hauptdarstellern. Dem Regisseur Jean-Marc-Vallée gelingt es, schnell den Fokus der Geschichte zu finden und vermeidet es somit, sich in unnötigen Details zu verlieren. In den ersten Minuten werden kurz die Figuren charakterisiert. Das geht recht zügig und ist von der Kürze her auch angemessen. Erst ab der Erkrankung des Protagonisten geht der Film richtig los. Dabei im Mittelpunkt steht die Entwicklung des Aidskranken zu einem besseren Menschen. Solche Schwerpunkte gleiten schnell mal in einen unglaubwürdigen und an den Haaren herbeigezogenen Bereich ab. Vallée gelingt es auf glaubwürdige Art und Weise, die Entwicklung der Hauptfigur darzustellen.

Doch eigentlich ist es insbesondere McConaughey zu verdanken, dass der Film zu einem regelrechten Höhepunkt des Drama-Genres in 2014 gehört. Manche Filmexperten gehen sogar so weit und behaupten, dass er die beste Leistung seiner Karriere abgeliefert hat. Seine Körpersprache, die Betonung einzelner Worte, nahezu jede Nuance seiner Schauspielkunst ist fantastisch. Der Besucher sieht keinen Schauspieler, sondern einen echten Menschen der zwischen Verzweiflung und Hoffnung hin und hergerissen ist. Jared Leto, der ebenfalls eine ordentliche Leistung zeigt steht dabei etwas im Schatten seines Kollegens.

Der Film zeigt auf berührende Art, dass die besten Geschichten immer noch vom Leben selbst geschrieben werden. Das atmosphärisch dichte Drama überzeugt durch seine tiefgründige Geschichte und vor allem durch eine Sahneleistung von Matthew McConaughey. Bei der anstehenden Oscarverleihung am 2. März wird mit dem Film zu rechnen sein. (tw)

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