Dolphins überrollen Heidelberg

0

HEIDELBERG. Am drittletzten Spieltag der Normalrunde in der Rollstuhlbasketball-Bundesliga ist den GOLDMANN Dolphins Trier der vielleicht entscheidende Schritt in Richtung Playoffs gelungen. Trier siegte bei Rolling Chocolate Heidelberg, gleichzeitig kassierten die bis dahin punktgleichen Baskets Hamburg die erwartete Niederlage bei Lahn-Dill.

Nichts war es mit der im Programmheft angekündigten Revanche der Heidelberger gegen die GOLDMANNN Dolphins Trier. Gegen stark und clever spielende Trierer konnte die Mannschaft um den Ex-Trierer Marco Hopp nur in den Anfangsminuten mithalten, mussten sich dann aber deutlich mit 52:90 (25:42) geschlagen geben.

Triers Spielertrainer Dirk Passiwan zeigte sich nach dem Spiel zufrieden mit der Leistung: „Wir haben wieder mal sehr gut als Team gespielt. Wir waren vollkommen fokussiert auf den Sieg.“ Dabei sah es wie schon in den letzten Wochen anfangs nicht so gut aus. Man erwischte einen schlechten Start und lag schnell mit 0:4 hinten. Danach kamen die Dolphins allerdings besser ins Spiel und trafen sicherer. „Wir haben nicht richtig ins Spiel gefunden, zum Glück relativ schnell unseren Rhythmus gefunden.“ Auch durch die recht schlechte Trefferquote der Heidelberger konnten die Dolphins mit einem 13-Punkte-Vorsprung in die erste Viertelpause gehen (23:10).

Im zweiten Viertel hofften die zahlreich mitgereisten Trierer Fans unter den knapp 100 Zuschauern auf den Ausbau der Führung. Doch nach einem technischen Foul gegen Diana Dadzite sah es so aus, als ob die Dolphins den Faden verloren hätten. Vor allem Dirk Passiwan war es zu verdanken, dass die Trierer den Vorsprung halten und sogar weiter ausbauen konnten. Insgesamt erzielte der Topscorer der Bundesliga 40 Punkte. Zur Halbzeit lagen die Gäste mit 42:25 vorne.

In der Pause ermahnte Passiwan sein Team noch einmal, weiter konzentriert zu arbeiten. Die Ansprache zeigte Wirkung – Trier ließ in der zweiten Halbzeit kaum noch freie und damit einfache Würfe zu. Alleine André Hopp, wie sein Vater Marco auch schon für Trier aktiv, stemmte sich gegen die Niederlage. Auf der Gegenseite trafen Dirk Passiwan, Diana Dadzite und Janet McLachlan alle zweistellig und spielten stellenweise Basketball auf Spitzenniveau.

Nach dem 3. Viertel war die Partie beim Stand von 65:39 bereits entschieden. Das Spiel war bereits entschieden. Vielleicht war es der Frust über die Niederlage oder den eigenen Abstieg, der die Heidelberger unnötige Härte ins Spiel brinen ließ. Mehr als einmal musste das Schiedsrichtergespann die erhitzen Gemüter beruhigen. Die Dolphins ließen sich dadurch allerdings nicht aus dem Konzept bringen und beendeten die Pflichtaufgabe in souveräner Manier bis zum 90:52.

Nach der 40:80-Niederlage der Hamburger beim Serienmeister und Tabellenführer Lahn-Dill reicht den Dolphins Trier ein Sieg aus den letzten beiden Saisonspielen, um die Playoffs um die deutsche Meisterschaft zu erreichen. Wegen des gewonnenen Direktvergleichs können die Dolphins dann nicht mehr überholt werden.

Stimmen zum Spiel:

Dirk Passiwan: „Vor allem unsere Mädels haben heute eine strake Partie gespielt. Wir hatten eine hohe Trefferquote. Es ist schön zu sehen, dass das Team nicht nur abhängig von mir ist, sondern dass auch andere Spieler Verantwortung übernehmen und punkten können. Jetzt haben wir in der kommenden Woche das Endspiel gegen St. Vith, was wir unbedingt gewinnen wollen. Aber, das ist ein Derby. Deshalb wissen wir auch, dass die Roller Bulls, uns das Leben schwer machen wollen.“

GOLDMANN Dolphins Trier: Diana Dadzite (18 Punkte), Florian Ewertz (0), Chad Jassman (2), Janet McLachlan (25), Dirk Passiwan (40), Karlis Podnieks (2), Tyler Saunders (2), Peter Won (1), Dirk Schmitz (n. e.), Niklas Kimmlingen (n. e.)

Beste Schützen auf Seiten der Heidelberger waren Andre Hopp mit 24 und Leon-Ole Schöneberg mit 14 Punkten. (bas)

Jetzt lokalo liken und alle aktuellen News rund um Trier und die Region, inklusive Luxemburg, sofort sehen und KOSTENLOS lesen

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.