TBB Trier: Mit Feuer gegen die Drachen – Hughes-Einsatz fraglich

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TRIER. Nach drei schwachen Spielen will die TBB Trier endlich wieder zurück in die Erfolgsspur. Gegen die fünftplatzierten Artland Dragons dürfte das alles andere als leicht werden. Zu allem Überfluss kehrt Topscorer Trevon Hughes erst am Sonntag aus den USA zurück – wegen eines Trauerfalls in der Familie weilt er momentan in New York.

Das ist sicher kein Aufbaugegner: Auch im elften Jahr ihrer Bundesligazugehörigkeit spielen die Artland Dragons aus der kleinsten Stadt der Beko BBL ganz oben mit. Quakenbrück hat 13.000 Einwohner, in die Artland Arena passen 3.000 Fans – und nur sechs verkaufte Tickets pro Spiel fehlen aktuell zur hundertprozentigen Auslastung.  Seit dem Aufstieg 2003 schreibt man hier eine Erfolgsgeschichte. 2007 endete die Saison erst im Finale gegen Bamberg, 2008 holten die Drachen den Pokal, zweimal stand man im Halbfinale, viermal Viertelfinale. Keine schlechte Bilanz. Gegen die TBB Trier sieht die Bilanz sogar noch besser aus: In 21 Begegnungen konnten die Dragons 18 mal siegreich vom Parkett gehen.

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Aktuell stehen die Dragons auf Platz 5 der Tabelle, Tyron McCoy (beerbte seinen ehemaligen Chef Stefan Koch vor dieser Spielzeit als Headcoach) kann bei seiner ersten Station als Cheftrainer auf hervorragendes Spielermaterial zurückgreifen. Die Scorer-Liste führen dabei zwei Rückkehrer und ein „Dauer-Drache“ an: Brandon Thomas kam nach einem Jahr bei Bayern München zurück ins Artland, legt 12,7 Punkte auf und dürfte McCoys erste Option im Angriff sein. Das „Comeback des Jahres“ ist allerdings ein anderer Transfer: David Holston, 168 cm kleiner Wunderspielmacher und „Zauberzwerg“ spielte letzte Saison in der Türkei, nachdem er 2011/12 bereits gezeigt hatte, wie wichtig er für die Dragons sein kann. Die Dragons schlugen den FC Bayern im Viertelfinale 2012 nicht zuletzt wegen ihm. Mit 12,3 Punkten und 4,7 Assists knüpft Holston nahtlos an sein letztes Jahr im Artland an – ihn zu kontrollieren dürfte eine der Hauptaufgaben für die TBB Trier werden. Durchgängig seit drei Jahren an Bord ist Anthony King, der auf 12,5 Punkte und starke 6,4 Rebounds pro Spiel kommt. Lawrence Hill (10,6 Punkte, 6,6 Rebounds) und Antonio Graves (7,8 Punkte, 3 Assists) komplettieren eine Starting Five, die es in sich hat.

Ein Wiedersehen mit alten Bekannten wird es auch geben: Bastian Doreth spielte letztes Jahr noch in Trier, wurde dann von seinem Arbeitgeber FC Bayern München nach Quakenbrück weiterverliehen – und bestätigt hier die gute Entwicklung aus seinem Trierer Jahr: In knapp 16 Minuten kommt der sympathische Point Guard auf 4,4 Punkte und 2,2 Assists, gilt aber vor allem immer noch als starker Verteidiger. Auch der Ex-Trierer Christian Hoffmann ist im Artland immer noch mit von der Partie, auch wenn er nicht immer eingesetzt wird. Trierer Stammgästen dürfte sein starker Auftritt gegen Bamberg (mit Mithat Demirel) immer noch irgendwo im Langzeitgedächtnis herumschwirren. Und schließlich wird Michael Wenzl seinem Bruder Andi einen Besuch abstatten – der ältere der Wenzl-Brüder bekommt von McCoy zurzeit gut sieben Minuten, sein jüngerer Bruder kuriert momentan sein Knie nach einer OP aus.

Die Dragons haben von den letzten fünf Spielen drei verloren (gegen Hagen, Ludwigsburg und Braunschweig). Dennoch wird es für die TBB Trier ein hartes Stück Arbeit, gegen den Tabellenfünften zu bestehen – gerade zum jetzigen Zeitpunkt. Das weiß auch Henrik Rödl: „Die Dragons sind sicher eine der fünf besten Mannschaften der Liga, sie spielen nach einem guten Start weiterhin konstant. Das Team ist gespickt mit gestandenen Spielern. Wenn alles normal läuft haben sie Chancen ganz oben mitzuspielen. Für uns ist das sicher im Moment eine schwierige Nummer. Aber natürlich wollen wir versuchen, eine Siegchance im Heimspiel zu bekommen.“

Trevon Hughes aus familiären Gründen in New York – Rückkehr am Sonntagmorgen

Die Chance ist nicht groß, aber sie soll erarbeitet werden, auch wenn die letzten Spiele problematisch waren. Allerdings wird sie nochmals etwas kleiner, denn zu allem Überfluss steht Einsatz von Triers Topscorer steht noch nicht ganz fest: Trevon Hughes musste aufgrund eines Trauerfalls im engen Familienkreis übers Wochenende nach New York fliegen und kommt erst am Sonntagmorgen um 10.35 Uhr wieder in Luxemburg an – wenn denn alles klappt. „Wir unterstützen ihn, wo wir können und hoffen, dass er den einen oder anderen Impuls im Spiel geben kann – aber mit sehr viel von ihm können wir am Sonntag nicht rechnen“, so Henrik Rödl.

Aggy Mock vor seinem 750. Bundesligaspiel

Grund zum Feiern gibt es unmittelbar neben dem Parkett schon vor dem Tip Off: TBB-Masseur und lebende Trierer Legende Axel „Aggy“ Mock wird an diesem Sonntag sein 750. Spiel in der Basketball-Bundesliga bestreiten – gezählt seit dem Aufstieg der Trierer im Jahr 1990.

Der Spielbeginn wurde wegen des folgenden Handball-Spiels der DJK/MJC Trier auf 14 Uhr vorverlegt. Die Partie wird von www.basketball-stream.de live im webTV gezeigt; die Übertragung auf www.tbb-trier.de/livestream beginnt um 13.30 Uhr. Kommentatoren sind Tom Rüdell (TBB Trier) und Helge Patzak (Ex-TVG Trier/Arantia Larochette).

Die Arena Trier öffnet am Sonntag um 12 Uhr. Tickets sind erhältlich unter www.tbb-trier.de/tickets, der Hotline (Tel.: 0651/97 90 777) sowie an allen Vorverkaufstellen von Ticket Regional. Außerdem hat die Geschäftsstelle der TBB Trier am morgigen Samstag von 10 Uhr bis 14 Uhr geöffnet.

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