Miezen nur krasser Außenseiter

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TRIER. Endlich wieder Heimspielzeit für die Trierer Bundesliga-Handballerinnen. Nach vier Auswärtspartien in Folge, dürfen die Miezen am Sonntag, zu allerdings ungewohnter Spielzeit (19 Uhr), endlich wieder auf heimischem Terrain ran. Gegen den VfL Oldenburg ist man allerdings nur krasser Außenseiter, die Norddeutschen reisen mit einem 33:23-Sieg gegen den HC Leipzig im Gepäck an die Mosel.

„Es war beeindruckend, was Oldenburg gegen Leipzig abgeliefert hat. Wenn sie diese Leistung auch hier abrufen, werden wir keine Chance haben“, sagt Cristina Cabeza Gutiérrez. Die spanische Spielertrainerin ist Realistin genug, und weiß, dass in den kommenden drei Partien gegen Oldenburg, den Buxtehuder SV (16. Februar) und den Thüringer HC (23. Februar) nicht viel zu holen sein wird. Was auch an der dünnen Kaderdecke liegt: Mit Silvia Solic (Hüfte), Franziska Garcia (Knie) und Natalie Adeberg (Sprunggelenk) fallen drei Leistungsträgerinnen längerfristig aus. Damit sind vor allem die Alternativen im Rückraum mehr als begrenzt.

„Unser Kader kann solche Verletzungen nicht auffangen. Im Moment ist es sehr schwer für uns in dieser Liga zu bestehen“, so Cabeza ehrlich. Der Blick geht auch deshalb jetzt schon in Richtung Play-downs, denn dort „wird letztlich entschieden, wer die Klasse hält und nicht.“ Wer meint, dass die Moselstädterinnen die nächsten Begegnungen allerdings abschenken, täuscht sich. „Wir spielen in unserem Haus, wir werden immer alles geben und kämpfen bis zum Umfallen“, fordert die Spanierin vollen Einsatz von ihrer Sieben.

Dass die Aufgabe schwer wird, ist allen Beteiligten klar. Oldenburg reist in einer Top-Verfassung an: Drei Siege in Folge, zuletzt ein beeindruckender 33:23-Sieg gegen den deutschen Rekordmeister aus Leipzig. Ganz klar, die Norddeutschen haben nach Schwierigkeiten Anfang Januar wieder in die Spur gefunden und wollen hinter dem THC und HCL die dritte Kraft in Deutschland werden.

Die Mannschaft von Leszek Krowicki besticht vor allem durch ihre Homogenität, einen Star im Team gibt es nach Aussage von Cabeza nicht. Kompakt in der Defensive, schnelles Spiel nach vorne und dank Spielerinnen wie Angie Geschke, Lois Abbingh oder Anna Loerper flexibel in der Offensive. Die Miezen stehen wahrlich vor einer Mammutaufgabe, trotz der Verletztenmisere will man den Gästen aus dem Norden aber einen großen Kampf liefern.

In der Arena gibt es an diesem Sonntag einen Doppelspieltag: Vor den Miezen bestreiten die Basketballer der TBB Trier ihre Partie gegen die Artland Dragons (14 Uhr). Eintrittskarten sind separat zu kaufen, ein Kombiticket für beide Spiele wird nicht angeboten. (fa)

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