So macht Mathematik allen Spaß

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TRIER. Wenn eine Ausstellung zur Mathematik ein Millionen-Publikum anlockt, dann muss sie Besonderes und Faszinierendes zu bieten haben. Vom 10. Februar bis 2. März macht „Mathematik zum Anfassen!“ an der Universität Trier Station.

Und auch dort werden Tausende Besucher erwartet, denn es haben sich bereits rund 4000 Schüler und Gruppen angemeldet. Die Ausstellung spricht aber nicht nur junge Menschen, sondern Besucher jeden Alters und jeder Interessenslage an. Egal ob man den Mathe-Unterricht als Qual empfand oder sich schon immer für Zahlen, Formeln und Lösungen begeisterte: Die Erläuterungen, Exponate und Tüftelaufgaben sind knifflig und unterhaltend zugleich.

Fesselnde Experimente machen grundlegende Themen der Mathematik anschaulich und begreifbar. Besucher entdecken an sich selbst den Goldenen Schnitt, komponieren ein Musikstück ohne musikalisch sein zu müssen, schlüpfen in eine Riesen-Seifenhaut oder rechnen Pi mal Daumen und finden trotzdem die Lösung. Mitmachstationen laden dazu ein, Mathematik neu zu erleben. Anstelle von Formeln sind Kreativität, Vorstellungskraft und Phantasie gefragt. „Die Besucher werden nach dem Rundgang Mathematik mit anderen Augen sehen“, glauben der Trierer Mathematik-Professor Sven de Vries und Bianca Schröder vom Ada Lovelace-Projekt der Universität, die gemeinsam die Ausstellung an die Trierer Universität geholt haben.

Die Vormittage sind werktags für Schulklassen und Gruppen reserviert. Für die Öffentlichkeit ist „Mathematik zum Anfassen!“ von montags bis freitags, 17 bis 19.30 Uhr, mittwochs 17 bis 21 Uhr, sowie samstags und sonntags von 10 bis 15 Uhr geöffnet – bei kostenlosem Eintritt.

Jeweils mittwochs um 18 Uhr beschäftigen sich Wissenschaftler in allgemein verständlichen Vorträgen mit Themen der „alltäglichen“ Mathematik. So erklärt Prof. Dr. Peter Gritzmann (TU München) am 12. Februar mathematische Probleme im Alltag am Beispiel von „U-Bahn-Fahren, Schiffe versenken und heißen Laptops“. Eine Woche später taucht Prof. Dr. Friedrich Pukelsheim (Uni Augsburg) in die „Mathematik von Verhältniswahlen“ ein. Zum Abschluss wird es sportlich, wenn Prof. Dr. Gerard Sierksma (Uni Groningen) „Trends in der Fußballstatistik“ betrachtet. An die Vorträge schließen sich Podiumsgespräche der Referenten mit SWR-Journalist Ludger Peters an.

Schülern, die sich über ein Mathematik-Studium informieren wollen, haben dazu am 15. und 21. Februar Gelegenheit. Jeweils ab 15 Uhr erhalten Studieninteressierte in Kombination mit einem Ausstellungsbesuch Antworten auf ihre Fragen. Um Anmeldung wird gebeten.

Förderer der Ausstellung sind die Nikolaus-Koch-Stiftung, die Alfried-Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, der Europäische Sozialfonds, das Ministerium für Integration, Familie, Kinder, Jugend und Frauen und das Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur. (red)

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