Eigenstromerzeugung leistet wichtigen Beitrag für Energiewende

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TRIER. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Trier befürchtet, dass das Beihilfeverfahren der EU-Kommission zum Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und die Novellierungspläne der Bundesregierung zu einer Strompreisexplosion für energieintensive Betriebe in der Region Trier führen.

In der Folge seien dann auch die Produktion und Beschäftigung im produzierenden Gewerbe gefährdet.

„Diese Unternehmen stehen im internationalen Wettbewerb mit Standorten in Luxemburg und Frankreich. Sie sind nicht in der Lage, Strompreiserhöhungen aus der EEG-Umlage an ihre Kunden weiterzugeben“, erklärt Heinz Schwind, Energieexperte der IHK Trier. Weil Strom – getrieben von der steigenden EEG-Umlage – immer teurer werde, sei der Anreiz bei vielen Unternehmen gestiegen, ihren Strom mit Blockheizkraftwerken selbst zu produzieren. Eben hier will die Bundesregierung die Unternehmen nun zur Kasse bitten. Eigentümer von Altanlagen müssten nach den Plänen aktuell eine Abgabe von etwa einem Cent, Eigentümer von neuen Eigenerzeugungskraftwerken rund 5,5 Cent pro Kilowattstunde leisten.

Nach Ansicht der IHK Trier ist die Eigenstromerzeugung ein logisches Ergebnis der politisch gewollten Dezentralisierung in diesem Bereich und leistet somit einen wichtigen Beitrag zum Erfolg der Energiewende. Schwind: „Auch wenn die überfällige EEG-Reform nun endlich auf den Weg gebracht wurde, führt die Einbeziehung der Eigenstromversorgung in die Pläne zur EEG-Reform zu einem weiteren Stromkostenschock für die betroffenen Unternehmen.“ Sind die Produktionskosten in Deutschland auf Dauer signifikant höher als im benachbarten Ausland, rechnet die IHK Trier mit erheblichen Mehrbelastungen für einen Großteil der Unternehmen. (red)

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