Lärmschutz an der Bundesautobahn A 1

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SCHWEICH. Die Lärmschutzsituation an der Bundesautobahn (BAB) A 1 im Bereich Schweich soll sich verbessern. Das ergab eine Nachfrage des Trierer Bundestagsabgeordneten Bernhard Kaster beim zuständigen Landesbetrieb Mobilität (LBM).

So werde unter anderem eine Lärmschutzwand errichtet, die einen Meter höher sei als bisher. „Der zeitliche und finanzielle Rahmen des Projekts sind allerdings noch nicht final geklärt“, so der Wahlkreisabgeordnete. Kaster bezeichnete die geplanten Maßnahmen dennoch als „wichtigen Teilschritt hin zu einer nachhaltigen Verbesserung der Situation“.

Die Lärmschutzsituation entlang der A 1 wurde in der letzten Januarwoche erneut thematisiert, als ein LKW-Reifen über die Lärmschutzwand flog. Hatte der LBM jüngst noch ablehnend auf die von den Verantwortlichen vor Ort geforderten Maßnahmen reagiert, so gibt es nun eine neue Entwicklung. Eine aktuelle Überprüfung der Lärmsituation habe ergeben, so Kaster, dass an einigen Gebäuden im Bereich Schweich die Lärmsanierungsgrenzwerte überschritten werden. Neben Konz und Ehrang gehöre Schweich zu den Bereichen, die gleich von einer mehrfachen Lärmbelastungssituation betroffen seien.

Die Planfeststellungsbeschlüsse für den Neubau des fraglichen Streckenabschnittes der BAB A 1 wurden vor dem Inkrafttreten des Bundesimmissionsschutzgesetzes erlassen, so dass auf Grund fehlender rechtlicher Bestimmungen keine Lärmschutzregelungen getroffen werden konnten. Trotzdem wurden auf freiwilliger Basis im Bereich der Stadt Schweich Anfang der 80er Jahre aktive Lärmschutzmaßnahmen (Lärmschutzwände und -wälle) durchgeführt.

Laut LBM sei vorgesehen die vorhandenen Lärmschutzvorkehrungen (Wand und Wälle in einer Höhe von 1,50 Meter) auf gesamter Länge durch eine 2,5 Meter hohe Lärmschutzwand zu ersetzen. Dazu sei allerdings eine Verlängerung der Lärmschutzeinrichtung um ca. 130 Meter in Richtung Trier auf das Brückenbauwerk erforderlich. In das Lärmschutzgesetz sei auch die Instandsetzung des Fahrbahnbelages mit eingebunden. Die vorhandene Betondecke werde durch einen lärmarmen Straßenbelag ersetzt.

„Durch die Lage der jetzigen Lärmschutzkonstruktion im Steilhang, ist deren Erneuerung recht aufwendig“, erläutert Kaster. Im nächsten Schritt sei die Erstellung der Entwurfsplanung vorgesehen; inwieweit diese vom Bundesverkehrsministerium genehmigungspflichtig sei, hänge von den zu erwartenden Kosten ab und könne laut LBM derzeit noch nicht abgeschätzt werden. Wegen der umfangreichen Planungsmaßnahme ist darüber hinaus ein Baurechtsverfahren durchzuführen. (red)

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