Prozess wegen schweren Raubes fortgesetzt

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    TRIER. Im Fortsetzungsprozess der 3. Großen Strafkammer unter Vorsitz von Richter Armin Hardt gegen zwei wegen schweren Raubes Angeklagte aus Trier, wurden am heutigen Montag die Opfer der Überfälle gehört. Diese belasteten die bereits geständigen Angeklagten schwer.

    Nathalie F., Spielhallenaufsicht in einer der betroffenen Spielotheken, äußerte sich zu den Vorfällen. „Ein Mann kam in die Spielhalle und auf mich zu mit den Worten „Das ist ein Überfall, Geld her!“ Ich habe ihn sofort an seinen Augen erkannt und habe ihn gefragt, ob er das wirklich durchziehen wolle. Er verließ daraufhin den Laden ohne Geld.“ Sie habe schon vorher kleinere Konflikte mit dem Angeklagten S. gehabt, ohne dass es zu Auseinandersetzungen dieser Art gekommen sei. S. habe an diesem Abend nüchtern gewirkt.

    Auch Maria L., Angestellte in einer Spielothek in der Brückenstraße,  beschreibt in ähnlichen Worten den Überfall auf ihre Spielhalle durch den Angeklagten T. Auch er sei nüchtern gewesen. Beide Angestellte sagten aus, dass sie nach diesen Vorfällen Angstzustände und Panikattacken haben und ihre Arbeit nur noch eingeschränkt wahrnehmen können.

    Katharina F., die Lebensgefährtin des Angeklagten S. sagte im Gericht, dass ihr Freund zum besagten Zeitpunkt zuhause auf der Couch lag, eine Aussage, die sich mit dem Geständnis ihres Freundes nicht deckt.

    Auch die zwei Angestellten einer Gaststätte in der Lorenz-Kellner-Straße waren heute als Zeugen geladen. Beide sagten übereinstimmend aus, dass die beiden Angeklagten maskiert in die Gaststätte gekommen seien und sie mit einer Waffe bedroht haben. Danach haben sie versucht, mit Werkzeug die drei Spielautomaten aufzubrechen. Außerdem forderten sie die beiden Frauen zur Herausgabe von 80 Euro in Scheinen auf. Beide Angeklagte entschuldigten sich aufrichtig bei den beiden Frauen.

    Als letzter Zeuge wurde Jörg Z., leitender Ermittler, der die Angeklagten bereits aus seiner Zeit bei der Drogenfahndung kennt. „Beide bestritten bei ihrer Vernehmung die Taten.Mit T. hatten wir große Probleme bei der Haftprüfung. Wir mussten ihn mit 4 Beamten daran hindern, sich seine Zunge abzubeißen und sich damit selbst zu ersticken.“ Er musste vom gerufenen Arzt mit 2 Beruhigungsspritzen ruhig gestellt werden.

    Die Verhandlung wird am 17.2. um 9 Uhr mit der Vernehmung von Polizeibeamten und der Verlesung eines Gutachtens fortgesetzt. Sollten keine Anträge mehr eingehen, wird das Urteil für den 20.2. erwartet. (bas)

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