TBB Trier: Das war gar nix gegen Phoenix

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TRIER. Es kriselt bei der TBB Trier. Bei Phoenix Hagen setzte es eine 57:73(33:41)-Niederlage. Vor allem die Art und Weise, wie man in der zweiten Halbzeit gegen die durchaus schlagbaren Westfalen in der ausverkauften Enervie Arena spielte, war schockierend. Emotional war nur Headcoach Henrik Rödl. Seine Spieler ergaben sich kampflos ihrem Schicksal. Bei Hagen überragte Henry Dugat mit 26 Punkten.

Nach den beiden Niederlagen gegen Bremerhaven wollte Henrik Rödl vor allem eins sehen: Die richtige Einstellung und Teamplay bei seinem Team. Dass wie im Hinspiel Jermaine Bucknor fehlte, machte die Mission „Auswärtssieg“ nicht einfacher. Erinnerungen an die Zonenverteidigung, die ohne den Kanadier (knapp 53 Prozent Dreierquote) beim Heimspiel gegen die Hagener unüberwindbar schien, wurden wach.

Trier startete zwar mit dem wiedergenesenen Mathis Mönninghoff besser in die Partie, als zuletzt beim Heimspiel gegen die Eisbären Bremerhaven, eine schwache Defensive gegen agile Gäste konnte aber dennoch nicht verhindern, dass Henrik Rödl beim Stand von 9:16 die erste Auszeit nehmen musste. Danach lief es besser für die Trierer, bei denen vor allem Hughes und Seiferth Akzente setzen konnten. In den ersten zehn Minuten nicht in den Griff zu bekommen war der Hagener Guard Henry Dugat. Der US-Amerikaner kam auf 14 Punkte bei perfekter Trefferquote. Mit 19:24 ging es in den zweiten Spielabschnitt.

Jermaine Anderson sorgte mit vier Punkten für einen guten Start seiner Farben. Bitter aus Trierer Sicht: Laurynas Samenas hatte wieder einmal schnell zwei Fouls gesammelt. Für ihn kam Marin Petric ins Spiel. Ingo Freyer nahm beim 23:26 eine Auszeit. Nach starkem Beginn wirkte das Heimteam jetzt unkonzentriert. Wenig später bat der Hagener Headcoach seine Mannen erneut zum Rapport, denn Trier kämpfte sich Punkt für Punkt heran (26:28). Es lohnte sich. Hagen legte einen 7:0-Lauf hin und setzte sich auf 26:35 ab. Einen rabenschwarzen Tag erwischte Vitalis Chikoko, der wieder zu häufig sein Glück von Außen suchte und auch in der Zone keinen Ball im gegnerischen Korb unterbringen konnte. Doch Trier ließ sich trotzdem nicht abschütteln. Sechs Punkte von Hughes brachten Trier wieder auf bis zu vier Punkte heran (33:37), aber Dugat und Dorris stellten den 33:41 Halbzeitvorsprung her.

Gut kam das Team aus der ältesten Stadt Deutschlands dann aus der Halbzeitpause. Seiferth und Co. brachten den Ball unter den Korb und tilgten den Rückstand schnell auf nur vier Punkte. Anschließend hatte man die Möglichkeit, weiter zu verkürzen. Doch trotz vier Offensivrebounds in Folge, konnte keiner der TBB Spieler den Ball im Korb unterbringen. Logische Konsequenz: Hagen fand wieder zurück zum eigenen Spiel und baute die Führung wieder aus. Als Henrik Rödl eine durchaus fragwürdige Schiedsrichterentscheidung entsprechend kommentierte, gab es beim Stand von 41:47 ein technisches Foul. Hagen machte alle vier fälligen Freiwürfe und nutzte den Ballbesitz für weitere zwei Punkte. Erstmals lag Trier mit mehr als zehn Punkten in Rückstand. Bitterer als der Rückstand ansich war die Erkenntnis, dass Hagen keine gute Leistung ablieferte und die Moselstädter trotzdem nicht mithalten konnten. Ballverlust reihte sich nun an Ballverlust und die Hagener zogen bis zum Ende des dritten Durchgangs mit 47:62 davon. Laurynas Samenas kassierte sein fünftes persönliches Foul und musste nach ganz schwacher Leistung auf der Bank Platz nehmen. Ein Viertel zum Vergessen.

Ein Offenbarungseid war dann der letzte Spielabschnitt. Der Ball wurde Angriff für Angriff hergeschenkt. Es mutete wie ein schlechter Scherz an, was Seiferth und Co. veranstalteten. Kein Kampf, kein Wille. Man ergab sich seinem Schicksal. Wie hilflos die Mannschaft von Henrik Rödl war, zeigte sich spätestens, als Andreas Seiferth beim Stand von 50:68 einen Drei-Punkte-Wurf versuchte. Einfallslosigkeit pur. Am Ende verlor Trier auch in der Höhe verdient mit 57:73. Man kann erstmals in dieser Saison von einer Krise sprechen, denn die Art, wie die Niederlagen zustande kommen, ist alarmierend. (cw)

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