TBB Trier: Gegen Phoenix aus der Asche?

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TRIER. Nach zwei ernüchternden Pleiten gegen die Eisbären Bremerhaven, wollen die Spieler der TBB Trier am Sonntag (17 Uhr, Enervie Arena, ab 16.30 Uhr live unter www.tbb-trier.de/livestream) gegen Phoenix Hagen Wiedergutmachung leisten. Mit dem Überraschungsteam der Vorsaison haben die Trierer nach der bitteren Hinspielniederlage ohnehin noch eine Rechnung offen. Henrik Rödl glaubt an eine Chance für sein Team.

Ans Hinspiel erinnert man sich in Trier ungern: Am 16. November 2013 verlor die TBB Trier ein schon sicher gewonnen geglaubtes Spiel gegen Phoenix Hagen. Ursache: Hagen gab auch bei 18 Punkten Rückstand nicht auf, begann beim Stand von 66:50 gegen Ende des dritten Viertels, eine gut organisierte Zonenverteidigung zu spielen und kippte die Partie. Am Ende stand ein 82:88 auf der Anzeige. Bei Trier hatten neben Anthony Canty auch Jermaine Bucknor und Marin Petric verletzt pausieren müssen.

Seitdem ist einiges passiert: Phoenix Hagen steht mit 16:20 Punkten auf Platz 11 der Tabelle, Trier mit 14:22 auf Platz 13. Hagen hat seit dem letzten Aufeinandertreffen im November vier Spiele gewonnen und sechs verloren – zuletzt gab es für die Feuervögel von der Volme drei Niederlagen in Folge gegen Berlin, Ulm und den MBC, danach einen Sieg gegen Braunschweig. Bei Trier ist die Bilanz seit dem Hinspiel ähnlich: vier Siege gegen fünf Niederlagen, zuletzt unterlag die Mannschaft von Henrik Rödl zweimal im Hin- und Rückspiel gegen Bremerhaven.

Phoenix Hagen ist schon seit Jahren eines der offensivstärksten Teams der Liga: Topscorer ist nach wie vor David Bell, dem neben 16,8 Punkten pro Spiel auch noch 2,1 Assists und 2,7 Rebounds gelingen. Forward Larry Gordon ist Top-Rebounder der Beko BBL (8,0 im Schnitt), macht außerdem 16,1 Punkte – ein ganz starkes Paket. Mark Dorris ist mittlerweile bei 14,1 Punkten im Schnitt angekommen, Henry Dugat ist der vierte im Bunde, der mit 12,8 Zählern konstant zweistellig punktet. Mit Keith Ramsey und Dino Gregory stehen zudem zwei weitere gute Rebounder in der Mannschaft von Ingo Freyer. Die beiden sind zusammen für zwölf gesicherte Abpraller pro Spiel verantwortlich.

Wie immer gilt bei Hagen: Es geht schnell, schnell, schnell – und es wird laut, denn in der Enervie Arena, ehemals Ischeland-Halle, kochen die Emotionen gerne mal hoch. Für die TBB Trier gilt also vor allem: Nerven behalten und Tempo kontrollieren.

Henrik Rödl kennt die Spielweise der Gastgeber: „Hagen ist eine Mannschaft, die vor allem zu Hause mit viel Energie spielt. Sie haben innerhalb eines Spieles sehr viele Höhen und Tiefen. Wenn man führt, kann man sich nie sicher sein – das haben wir im Hinspiel gesehen. Andererseits hat man jederzeit Chancen, ins Spiel zurück zu kommen. Wenn wir mit den Hagener Höhen und Tiefen zurecht kommen, ein konstantes Spiel liefern, dann haben wir eine Chance.“

Auch Rödls Kapitän Andreas Seiferth weiß um die Herausforderung – der Center gibt sich dabei durchaus selbstkritisch: „Im Hinspiel konnten wir ganz gut mit dem Druck umgehen, den Hagen wirklich überall aufbaut. Aber es hat eben nicht gereicht. Wir müssen die Hagener Offensive stoppen, und da müssen wir viel wacher sein als im letzten Spiel gegen Bremerhaven. Wir müssen uns auf wilde Würfe von den Hagener Guards einstellen und die großen Spieler am Offensivrebound hindern.“

Klingt nach einem guten Plan, dessen Umsetzung allerdings alles andere als einfach werden dürfte. Spiele gegen Phoenix Hagen haben der TBB Trier bisher immer einiges abverlangt. Neun mal trafen beide Mannschaften seit dem Hagener Aufstieg 2009 bisher aufeinander, fünf dieser Spieler gewann die TBB Trier. Seit Henrik Rödl die Trierer trainiert, waren es sieben Begegnungen mit vier Siegen für Trier – allerdings gingen die letzten beiden Begegnungen an Hagen.

Aufeinandertreffen Nummer zehn beginnt am Sonntag um 17 Uhr in der Hagener Enervie Arena. Die Partie wird von basketball-stream.de live im webTV übertragen. Die Sendung unter www.tbb-trier.de/livestream beginnt um 16:30 Uhr.

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