Impulskonferenz zeigte Zukunftsperspektiven in Rheinland-Pfalz auf

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TRIER. Trier befand sich am gestrigen Donnerstag, den 30. Januar, im Fokus der rheinland-pfälzischen Kreativwirtschaft, denn das Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes hatte zur „Impulskonferenz Kultur- und Kreativwirtschaft Rheinland-Pfalz“ eingeladen.

 

Rund 100 VertreterInnen von Verbänden und Verwaltung sowie aus der Politik und Wirtschaftsförderung diskutierten an diesem Tag mit Designern, bildenden Künstlern, Fotografen, Eventmanagern, Filmemachern und anderen KreativunternehmerInnen des Landes in Workshops und Diskussionsrunden zentrale Themen und Zukunftsperspektiven der Branche in Rheinland-Pfalz.

Eveline Lemke, Ministerin für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung von Rheinland-Pfalz äußerte sich im Vorfeld der Konferenz zur Kreativbranche in Rheinland-Pfalz: „Die Kultur- und Kreativwirtschaft in Rheinland- Pfalz gibt wertvolle Impulse an die Gesamtwirtschaft. Sie erbringt Dienstleistungen, die Fachkenntnis mit Kreativität paaren. Darin steckt
Innovationspotential. Dieses wollen wir voran bringen. Viele Unternehmen und Start-Ups der Branche gründen sich aus eigener Kraft. Das ist zum einen lobenswert, zum anderen spricht vieles dafür, bestehende Fördermaßnahmen zu nutzen. Eine von uns beauftragte Studie des Instituts für unternehmerisches Handeln (iuh) hat die Situation der Kulturschaffenden und Kreativen genauer
untersucht und hier Handlungsbedarf aufgezeigt. Dazu gehört, auf Förderung aufmerksam zu machen und diese an die Anforderungen der Jungunternehmer anzupassen. Das tun wir, denn wir brauchen die Kreativwirtschaft! Rheinland
– Pfalz hat das Potenzial sich als Kreativstandort weiter zu profilieren.“

Christoph Backes vom Bremerinstitut für unternehmerisches Denken und Handeln stellte im Rahmen seiner Keynote zur Situation der Branche im Land fest: „Rheinland-Pfalz verfügt über viele kultur- und kreativwirtschaftliche Potentiale und Impulse: dies wissen je doch nur wenige!“

Stephanie Hock, regionale Ansprechpartnerin für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland, stellte die Arbeit des Kompetenzzentrums Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes vor. Als Teil der Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung bietet es seit 2009 KulturunternehmerInnen und Kreativschaffenden eine Plattform, mit deren Hilfe sie sich informieren und vernetzen können.

Im Workshop „Gewusst wie – Qualifizierungsprozesse von Kultur- und Kreativschaffenden“, diskutierte Stephanie Hock mit Christoph Backes und Marco Piecuch (PiPix, Trier) über unternehmerische Spannungsfelder und Lösungen von Kultur- und Kreativschaffenden. Marco Piecuch machte in diesem Kontext deutlich: „Trier besitzt eine lebendige Kreativszene. Die Kultur- und Kreativschaffenden machen die Stadt zum Dienstleistungsstandort. Gleichzeitig sehen sie sich mit besonderen unternehmerischen Herausforderungen konfrontiert. Strukturen, die den jungen Kreativen langfristige Perspektiven ermöglichen, sind deshalb wichtig, um sie zu binden.“

Im zweiten Workshop tauschten sich Björn Vofrei (Hannoverliebe!) und Ralf Herrmann (Kreative Pfalz e.V.) über die Wahrnehmung und Sichtbarkeit der Kultur- und Kreativbranche aus. Beide hoben die Bedeutung der lokalen Vernetzung hervor, die insbesondere aufgrund der Kleinteiligkeit der Branche notwendig ist. Ralf Herrmann machte in die sem Kontext deutlich: „Die Impulskonferenz in Trier bietet eine hervorragende Gelegenheit, auf die Leistungen und Potentiale der Kultur- und Kreativwirtschaft in Rheinland-Pfalz hinzuweisen. Auf regionaler Ebene ist die Kreative Pfalz e.V. seit ihrer Gründung im Jahr 2013 aktiv dabei, die Kultur- und Kreativbranche zwischen Kaiserslautern und Ludwigshafen, Worms und Speyer sichtbar zu machen – auch
um damit Auftraggeber und Auftragnehmer an einen Tisch zu kriegen.“

In der Podiumsdiskussion sprachen schließlich Christian Diehl (Nordhafen e.V., Mainz), Jörg Sabrowski (Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung Rheinland-Pfalz, Mainz), Bettina Stier (W.E.G. WirtschaftsEntwicklungsGesellschaft Ludwigshafen am Rhein mbH) und Björn Vofrei (Hannoverliebe!) unter der Moderation von Stephanie Hock und Christoph Backes über die Zukunftsperspektiven der Kultur- und Kreativwirtschaft in der Region.

Mit Blick auf die Zukunftsperspektive der Branche im Bundesland resümierte Stephanie Hock nach der Veranstaltung: „Die rheinland-pfälzische Branche der Kultur- und Kreativwirtschaft ist eine sehr dynamische. Die Netzwerke, die KreativunternehmerInnen in den letzten Jahren sowohl in Städten als auch in ländlich geprägten Regionen herausgebildet haben, sind hierfür ein deutliches Zeichen. Die Sichtbarkeit und den brancheninternen wie -externen Dialog weiterhin zu fördern ist eine der zukünftigen Herausforderungen im Land.“ (red)

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