Junge Freiwillige für ein „archäologisches Jahr“ gesucht

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    TRIER. Ein Jahr lang auf archäologischen Ausgrabungen mitarbeiten, dabei Verantwortung tragen und die eigenen Stärken kennen lernen – das muss für junge Leute kein Traum bleiben.

    Zum 1. April besetzt die Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) in der Außenstelle Trier der Direktion Landesarchäologie wieder drei Plätze im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres Kultur im Grabungsdienst.

    Das FSJ Kultur macht es jungen Menschen von 16 bis 26 Jahren möglich, sich ein Jahr lang in kulturellen Einrichtungen einzubringen, Einblicke ins Berufsleben zu erhalten, individuelle Interessen zu vertiefen und selbstständig eigene Projekte zu realisieren.

    Erforschung, Sicherung und Erhaltung der archäologischen Zeugnisse im Bereich
    Trier von den steinzeitlichen Anfängen bis zum späten Mittelalter: Das ist die Aufgabe von Archäologen und Grabungstechnikern. Sie nehmen die Freiwilligen ein Jahr lang unter ihre Fittiche, um ihnen Praxiseinblicke zu gewähren, die über ein Praktikum weit hinausgehen. Ausgraben und Dokumentieren machen den wichtigsten Anteil der täglichen Arbeit aus. Dazu gehören aber auch Einblicke in Fundordnung, Restaurierung und Ausstellung. So können die Freiwilligen unterschiedliche Arbeitsfelder in der Archäologie kennen lernen, auf Ausgrabungen und bei deren Aufarbeitung mitarbeiten und eigene Talente im Zeichnen oder am Computer zur Geltung bringen.

    Auch die „FSJ-ler“ des aktuellen Jahrgangs sind mit ihrer Entscheidung, ein Jahr in der Landesarchäologie mitzuarbeiten sehr zufrieden. Die „FSJ-lerin“ Merle Oelbüttel über ihre bisherige Arbeit: „Mir gefällt, dass man immer draußen ist und trotzdem den mit Kultur und Geschichte zu tun hat.“

    „Man bringt die Geschichte in die Geschichtsbücher“, so antwortete Marcel Strehlau auf die Frage, was ihn an der Arbeit eines Archäologen fasziniert.

    Während Lisa Eglinsdörfer die zeichnerische Dokumentation am besten gefällt, sind sich Alexander Scholz und Amin Peter Baaziz, einig, dass die gesamte Ausgrabungsorganisation sehr interessant und spannend ist.

    Während eines Freiwilligen Sozialen Jahres Kultur können die Freiwilligen ihre
    Stärken im Team erproben, Verantwortung für ein eigenes Projekt übernehmen,
    Neues ausprobieren, eigene Ideen verwirklichen und viele interessante Menschen treffen. Des Weiteren erarbeitet jeder Freiwillige innerhalb des Jahres ein eigenständiges Projekt, das auf eigenen Ideen basiert und von der Einsatzstelle unterstützend begleitet wird.

    Die Freiwilligen erhalten ein monatliches Taschengeld in Höhe von 320 € und sind sozialversichert. Außerdem wird das FSJ Kultur als Praxisteil bei der Erlangung der Fachhochschulreife anerkannt. Damit die Freiwilligen möglichst viele Erfahrungen aus ihrem FSJ mitnehmen können, bietet der Träger des Freiwilligen Sozialen Jahres, das Kulturbüro Rheinland-Pfalz, verschiedene Seminare und Weiterbildungen an.

    Besonders für diejenigen, die einen Beruf im Kulturbereich anstreben, bietet das FSJ Kultur eine gute Möglichkeit, das Berufsleben kennenzulernen und zu testen, ob man den Herausforderungen dieses Berufsfeldes gewachsen ist.

    Informationen zum FSJ Kultur und zum Bewerbungsablauf sind unter http://www.fsjkultur-rlp.de/ zu finden. Hier können sich Interessierte im
    Onlineverfahren für die FSJ-Stellen in der Direktion Landesarchäologie,
    Außenstelle Trier bewerben.

    Auch im September 2014 besteht erneut die Möglichkeit, ein FSJ Kultur zu beginnen. Neben Stellen in der Landesarchäologie bietet das Rheinische Landesmuseum Trier dann auch Möglichkeiten für ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Bibliothek und der Museumspädagogik/Öffentlichkeitsarbeit. (red)

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