Neues Feuerwehrgerätehaus in Neuerburg eingeweiht

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NEUERBURG. Bürgermeister Joachim Rodenkirch hat am vergangenen Freitag, den 24. Januar, das neue Feuerwehrgerätehaus im Stadtteil Neuerburg in die Obhut von Stephan Berg gegeben. Berg ist Oberbrandmeister und Einheitsführer der Wache 3 bei der Freiwilligen Feuerwehr Wittlich.

Gut 80 Gäste sind zu der Feierlichkeit nach Neuerburg gekommen, darunter die Landtagsabgeordnete Elfriede Meurer und der Erste Beigeordnete Albert Klein sowie die Ortsvorsteher und Vertreter des Stadtrates, der Ausschüsse und der Ortsbeiräte. Die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Rheinland-Pfalz ist durch Brandamtsrat Alfred Ludwig vertreten. Zudem sind Vertreter der beteiligen Baufirmen, der Verwaltung und der Presse sowie zahlreiche aktive und inaktive Feuerwehrleute erschienen.

Rodenkirch erinnerte an die Gründung des Löschzugs Dorf im Jahr 1914 und sieben Jahre später des Löschzugs Neuerburg. Nach der Verwaltungsreform im Jahr 1969 wurden die zunächst selbständigen Feuerwehren in Dorf und Neuerburg in die Freiwillige Feuerwehr Wittlich eingegliedert. Ende des Jahres 2004 wurden die beiden Löschgruppen zusammengeführt. Mit der Fertigstellung und Einweihung des neuen eigenen Feuerwehrgerätehauses findet dieser Zusammenführungsprozess nun einen weiteren Höhepunkt. Der Bürgermeister würdigte auch das ehrenamtliche Engagement der Freiwilligen Feuerwehren im Allgemeinen und im Besonderen der Wache 3 – Neuerburg/Dorf, was sich insbesondere durch die eigene Jugendarbeit bestätige. In der Jugendgruppe der Wache 3 sind insgesamt 14 Jugendliche aktiv, darunter sechs Mädchen.

Planer Markus Müller vom Gebäude- und Liegenschaftsmanagement der Stadtverwaltung Wittlich (GLM) freute sich ebenfalls über den gelungenen Abschluss des Bauprojekts. Auch wenn der Neubau länger gedauert hat als ursprünglich geplant, das Ergebnis kann sich sehen lassen. Insgesamt wurden sogar noch 28.000 Euro weniger ausgegeben. Müller verriet noch eine weitere interessante Zahl und zwar, dass in dem Gebäude rund 1,5 Kilometer Kabel verlegt worden sei.

Wehrleiter Christian Vollmer nahm gemeinsam mit Einheitsführer Berg ein modern gestaltetes Türschild entgegen. Vollmer gab sich sicher, dass sich das neue Gerätehaus auch auf die Einsatzbereitschaft der Einheit positiv auswirken werde.

Kreisfeuerwehrinspekteur Willi Herres lobte vor allem die vorbildliche Investition der Stadt Wittlich, die den Löwenanteil der Baukosten abzüglich der Fördermittel zu tragen hatte. Mahnend wandte er sich in Richtung Rechnungshof Rheinland-Pfalz, der gegenwärtig durch strenge Maßstäbe die Investitionswilligkeit der Kommunen in ihre Feuerwehren beschränke, was sich schließlich in der Schlagkraft auswirken könne.

Pfarrer Bruno Comes nahm die Einsegnung des neuen Feuerwehrgerätehauses vor und wünsche den Feuerwehrleuten allseits gute Heimkehr aus den Einsätzen und Gottes Segen.

Konkret ist der Standort 3 für die beiden Stadtteile Neuerburg und Dorf zuständig. In den beiden Stadtteilen leben heute knapp 1.500 Menschen. Der Feuerwehreinheit gehören aktuell 30 aktive Feuerwehrleute an, darunter drei Frauen.

Das neue Feuerwehrgerätehaus wurde bereits im Dezember vergangenen Jahres nach gut zehn Monaten Bauzeit fertig gestellt. Das Gebäude misst 18,10 Meter x 14,03 Meter und umfasst eine bebaute Grundfläche von 230 Quadratmetern. Der Bruttorauminhalt beträgt 1.068 Kubikmeter. Den Feuerwehrleuten steht jetzt eine Nutzfläche von 203 Quadratmetern zur Verfügung. Davon entfallen 90 Quadratmeter auf die Fahrzeughalle und 50 Quadratmeter auf den Mehrzweckraum.

Die Baukosten, ursprünglich auf 420.000 Euro geschätzt, betragen 392.000 Euro, was rund 2.050 Euro je Quadratmeter entspricht. Damit konnte eine Kostenunterschreitung in Höhe von 6,7 Prozent erreicht werden konnte. Die Planung, Bauleitung und Projektsteuerung wurde von Markus Müller vom Gebäude- und Liegenschaftsmanagement der Stadtverwaltung Wittlich übernommen. Das Büro Max & Reihsner mit Sitz in Neuerburg hat die statische Berechnung durchführt. Mit der Planung und Fachbauleitung bei dem Gewerk Haustechnik wurde das Büro Heck & Kappes beauftragt. Insgesamt waren 19 Firmen an dem Bau des Feuerwehrgerätehauses beteiligt. (red)

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