Miezen gehen auch in Göppingen unter

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GÖPPINGEN. Die Talfahrt der Trierer Bundesliga-Handballerinnen geht weiter. Gegen Frisch Auf Göppingen setzte es eine auch in der Höhe verdiente 21:31 (10:15)-Niederlage.

Das Gute vorneweg: die Trierer Miezen bleiben trotz der fünften Niederlage hintereinander weiterhin auf einem Nichtabstiegsplatz. Auch Bensheim-Auerbach verlor. Triers wohl ärgster Widersacher im Kampf um den Klassenverbleib fuhr mit einer deftigen 16:33-Klatsche im Gepäck aus Buxtehude zurück nach Hessen und hat weiterhin die rote Laterne der Liga.

Das war es dann aber auch schon an guten Nachrichten. Neben der frustrierenden 21:31-Niederlage waren es vor allem die Verletzungen von Esther Mohr und Natalie Adeberg, die den Verantwortlichen die Sorgenfalten auf die Stirn trieben. Sowohl Mohr, als auch Adeberg mussten Mitte der zweiten Hälfte mit Knöchelverletzungen ausgewechselt werden. „Ich hoffe, dass sich unser Lazarett nicht weiter vergrößert“, so Vorstand Jürgen Brech. In Göppingen mussten die Miezen bereits auf Silvia Solic, Franziska Garcia, Verena Flöck und kurzfristig auch auf Maria Kroyer verzichten.

Zu viel Kranke im Lazarett für den deutschen Meister von 2003 – die Höhe der Niederlage im Schwabenland überrascht dennoch. Und auch die Zahlen zeigen, dass man sich zumindest momentan wenig erstligareif präsentiert: 2:7 (11.), 7:12 (20.) und 10:15 zur Pause – die Miezen hatten von Beginn an keinen Zugriff auf die Partie und kamen auch nicht mehr zurück.

„Es war einfach nicht mehr drin. Wir haben gekämpft, letztlich haben wir derzeit aber einfach nicht genug Qualität“, sagte Co-Trainerin Jana Arnošová nach der Partie. Göppingen war nach der überraschenden 23:24-Hinspielniederlage sichtlich auf Wiedergutmachung aus und spielte nach dem 0:1 durch Adeberg vor allem seine körperlichen Vorteile aus. Beim 10:13 (27.) durch einen Doppelschlag von Adeberg keimte vielleicht noch einmal etwas Hoffnung auf, diese zerschlugen die Gastgeberinnen dann aber nach der Pause innerhalb von nur zehn Minuten.

Beim 12:20 (40.) war die Messe gelesen, nicht zum ersten Mal verschlief die Mannschaft von Cristina Cabeza Gutiérrez, die wegen der Ausfälle selbst auflief, den Start in Hälfte zwei. Das 15:25 durch Maike Daniels (48.) bedeutete den ersten Zehn-Tore-Rückstand, beim 16:28 vier Minuten später schien sich gar ein Debakel anzubahnen. Am Ende hieß es 21:31, eine Niederlage die auch mangels Alternativen doppelt weh tut. Die Stamm-Sieben kriecht auf dem Zahnfleisch, schleppt sich von Spiel zu Spiel.

Für die Moselstädterinnen geht es nun darum neue Kräfte zu mobilisieren, Partien wie gegen die scheinbar übermächtigen Gegner aus Oldenburg (9. 2), Buxtehude (16. 2) und Thüringen (22. 2) vielleicht auch ein stückweit herzuschenken. Denn die entscheidenden Punkte werden in den Play-downs ab März ausgespielt. Dann müssen die Miezen die Krallen wieder ausfahren, damit man auch am 31. Mai (letzter Spieltag) auf einem Nichtabstiegsplatz steht. (fa)

1 KOMMENTAR

  1. Wenn ich den letzten Absatz des Berichts recht verstehe, denkt der Redakteur, die Miezen sollen nun Hauptrunde Hauptrunde sein lassen in der Hoffnung das Bensheim keinen Sieg mehr einfährt. Die Kräfte nur noch auf die Play-downs konzentrieren und gut ists. Dies wäre kurzsichtig und unsportlich, und beides ist nicht das Ding der Miezen.

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