Kegeln: Riol lässt wieder Federn

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MÜNSTERMAIFELD/ISERLOHN. Zum Ende der Normalrunde in der 1. Kegel-Bundesliga schwächelt der KSV Riol. Nach der unglücklichen 0:3-Niederlage eine Woche zuvor in Duisburg gelang den Moselanern am dritt- und vorletzten Spieltag nur ein einziger Punktgewinn.

Dass Horst Mickisch kranheitsbedingt mehrere Wochen ausfallen wird, stand schon vorher fest. Gegen Iserlohn fiel Martin Hoffmann auch noch berufsbedingt aus, der gegen Münstermaifeld noch zweitbester Akteur des Tages gewesen war.

Im Auftaktspiel des Wochenendes legte der bewährte Rioler Startblock mit Thomas Steines und Steve Blasen schon gleich zu Beginn den Grundstein zum klaren Sieg. Als der deutsch Meister (Steines) und der dreifache Weltmeister (Blasen) von der Bahn gingen, hatten sie dem Rheinland-Pfalz-Rivalen bereits 159 Holz abgenommen. Ein Schlag, von dem sich der Gast nicht mehr erholte. Zumal Martin Hoffmann und Kai Knobel anschließend nochmals 161 Holz draufpackten. Zum Abschluss legten auch Bernardo Immendorff und Mickisch-Ersatz Moritz Valentin nochmals 127 Holz zwischen sich und ihre Gegner. Das Endergebnis fiel mit 5503:5056 Holz und 56:22 Wertungspunkten deprimierend für die Gäste aus. Bester Kegler der Gäste war Bernd Göbel, der Valentin knapp übertreffen konnte. Alle anderen Rioler waren für alle Münstermaifelder außer Reichweite.

Obwohl gegen Iserlohn auch noch Hoffmann ausfiel, der von Christian Bohn ersetzt wurde, fiel das Resultat ähnlich deutlich aus. Hier schlug das Duo Steines/Blasen noch erbarmungsloser zu. Blasen (965) und Steines (962) deklassierten den Iserlohner Startblock um 226 (!) Punkte. Von da an war das Spiel nur noch eine Pflichtaufgabe für den Tabellenzweiten, der das Resultat am Ende auf 5468:5048 schraubte. Rang 2 in der Liga wurde nicht nur gefestigt. Nach dem aktuellen Zwischenstand einen Spieltag vor Ende der Hinrunde haben sich Dauermeister Oberthal und Serien-Vize Riol schon klar vom Rest des Feldes abgesetzt.

Dass der Tabellenzweite nicht gänzlich leer ausging, hatte er einzig und allein Kai Knobel zu verdanken, der in Iserlohn mit 888 Holz die Tagesbestmarke setzte und somit für zwölf der 31 Punkte sorgte, die gerade noch für den Gewinn des Zusatzpunktes sorgen. Zuvor in Münstermaifeld war der „ewige Vizemeister“ ohne Chance geblieben.

Das weckte bei Pressesprecher Freddy Langer böse Erinnerungen: „Wir waren mal wieder Gast bei einer Mannschaft, die gegen uns ihre Saisonbestleistung erzielt hat.“ Gemeint war Münstermaifeld. „Wir hatten keine Chance dort zu punkten. Dasselbe Schicksal hat uns unter anderem schon in Paffrath, Hüttersdorf, Oberthal ereilt.“

In Münstermaifeld wurde es für den Gast noch schwerer als erwartet. Die Hausherren liefen zur Hochform auf. Ohnehin die beste Heimmannschaft der Liga, glänzten mit einer Saisonbestleistung und ließen dem KSV nicht den Hauch einer Chance. Mithalten konnten nur Steve Blasen (872) und Kai Knobel (866). Die anderen Rioler belegten in der Tageswertung die letzten vier Plätze. Am Ende stand eine 4976:5263-Niederlage zu Buche.

Mit einem blauen Auge kam Riol dann im zweiten Spiel des Wochenendes in Iserlohn davon. In der Vorwoche in Duisburg hatte den Moselanern ein einziges Holz zum Punktgewinn gefehlt, im Sauerland hievten Kai Knobel und mit Abstrichen auch noch Steve Blasen (836), der Hans-Joachim Klöpper (833) knapp in Schach hielt, den Liga-Zweiten auf 31 Wertungspunkte.

Nach dieser schwarzen Auswärtsserie ist der Kampf um Platz 1 nach der Normalrunde zugunsten des deutschen Rekordmeisters aus Oberthal gefallen. Am kommenden Wochenende kann Riol aber im Heimspiel gegen die KSG Tecklenburger Land zumindest Platz 2 klar machen.

KSV Riol: Blasen (872 in Münstermaifeld/836 in Iserlohn), Kai Knobel (866/888), Thomas Steines (824/821), Martin Hoffmann (822/797), Horst Mickisch (813/Horst Mickisch/Marjan Leis 717), Bernardo Immendorff (784/820); Horst Mickisch musste in Iserlohn nach dem 61. Wurf verletzungsbedingt aufgeben. Er wurde vom erst 15-jährigen Marjan Leis ersetzt.

In der 2. Liga Süd gab der SKV Trier beim 5219:5148-Erfolg gegen Rösrath einen Punkt ab, und blieb in Oberthal bei der klaren Niederlage ohne chance Pech hatte der SK Eifelland Gilzem, der gegen den KSC Lebach einen glatten 3:0-Sieg landete, am darauffolgenden Tag in Düsseldorf aber nur hauchdünn am Punktgewinn vorbei.

Im Duell mit Rösrath setzte sich Trier erst im zweiten Block mit Nico Klink, der mit 946 Holz die Tagesbestmarke erzielte und Klaus Schmitt (833) in Führung und hielt den Vorsprung dann auch, zu mehr als einen 2:1-Sieg reichte es aber nicht mehr.

Das Sonntagsspiel in Oberthal lief nicht so gut für die Moselaner. Lediglich Mike Reinert konnte mit 914 Holz gut mithalten. Die restlichen Spieler kamen an die Leistung der an diesem Tag sehr starken Reserve des Serienmeisters Oberthal nicht heran, der auf einen Mannschaftsschnitt von 934 Holz kam. Pech für Trier: nach nur einer Bahn musste Daniel Klink verletzungsbedingt aufgeben. Doppelspieltag Tribut zollen und verletzungsbedingt aufgeben. Damit war die 0:3-Niederlage nicht zu vermeiden.

Der SK Eifelland Gilzem gewann gegen Lebach klar mit 3:0 und stützte sich dabei auf das überragende Trio Christian Junk (874 Holz), Pascal Petry (857) und Tom Hoffmann (849).

In Düsseldorf schrammten die Eifeler ganz knapp am Punktgewinn vorbei. Erneut bot Christian Junk (940 Holz) eine bärenstarke Leistung, war damit aber allein auf weiter Flur. Dennoch fehlte nur ein Hauch zum Punktgewinn. Zwei Holz mehr von Klaus Dichter oder vier von Fränk Greischer hätten ausgereicht, um die für einen Zähler notwendige Marke von 31 Wertungspunkten zu erreichen.

SKV Trier: Daniel Klink (853 in Rösrath/913 gegen Oberthal), Nico Klink (828/904), Engelbert Poth (812/856), Christian Bach (811/880), Klaus Schmitt (770/879), Mike Reinert (708/862)

SK Eifelland Gilzem: Christian Junk (865 in Lebach/904 gegen Düsseldorf), Pascal Petry (825/821), Patrick Dichter (820/780), Fränk Greischer (816/857), Tom Hoffmann (805/848), Klaus Dichter (799/858) (wir)

In der 2. Liga Süd holte der SKV Trier bei der 4782:4933-Niederlage in Rösrath den Zusatzpunkt und gewann mit etwas Glück gegen Oberthal beim 5294:5194 mit 3:0. Der SK Eifelland Gilzem gewann gegen Lebach glatt mit 3:0, verpasste im anschließenden Spiel in Düsseldorf nur knapp am Gewinn des Zusatzpunkts vorbei.

Im Duell mit Rösrath setzte sich Trier erst im zweiten Block mit Nico Klink, der mit 946 Holz die Tagesbestmarke erzielte und Klaus Schmitt (833) in Führung und hielt den Vorsprung dann auch, zu mehr als einen 2:1-Sieg reichte es aber nicht mehr.

Das Sonntagsspiel in Oberthal lief nicht so gut für die Moselaner. Lediglich Mike Reinert konnte mit 914 Holz gut mithalten. Die restlichen Spieler kamen an die Leistung der an diesem Tag sehr starken Reserve des Serienmeisters Oberthal nicht heran, der auf einen Mannschaftsschnitt von 934 Holz kam. Pech für Trier: nach nur einer Bahn musste Daniel Klink verletzungsbedingt aufgeben. Damit war die 0:3-Niederlage nicht zu vermeiden.

Der SK Eifelland Gilzem gewann gegen Lebach klar mit 3:0 und stützte sich dabei auf das überragende Trio Christian Junk (874 Holz), Pascal Petry (857) und Tom Hoffmann (849).

In Düsseldorf schrammten die Eifeler ganz knapp am Punktgewinn vorbei. Erneut bot Christian Junk (940 Holz) eine bärenstarke Leistung, war damit aber allein auf weiter Flur. Dennoch fehlte nur ein Hauch zum Punktgewinn. Zwei Holz mehr von Klaus Dichter oder vier von Fränk Greischer hätten ausgereicht, um die für einen Zähler notwendige Marke von 31 Wertungspunkten zu erreichen.

SKV Trier: Daniel Klink (853 in Rösrath/913 gegen Oberthal), Nico Klink (828/904), Engelbert Poth (812/856), Christian Bach (811/880), Klaus Schmitt (770/879), Mike Reinert (708/862)

SK Eifelland Gilzem: Christian Junk (865 in Lebach/904 gegen Düsseldorf), Pascal Petry (825/821), Patrick Dichter (820/780), Fränk Greischer (816/857), Tom Hoffmann (805/848), Klaus Dichter (799/858) (wir)

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