Kanadisches Trio auf Mission Gold

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TRIER/LAS VEGAS. Nach einer längeren Durststrecke konnten die GOLDMANN Dolphins Trier in der Rollstuhlbasketball-Bundesliga nach dem Sieg in Frankfurt wieder jubeln. Um so mehr hatte das kanadische Trio um Kapitän Chad Jassman Grund zufrieden zu sein. Nicht nur, weil die Playoff-Chancen nach wie vor intakt sind, sondern auch am guten Abschneiden in den „Selection Camps“ ihres Heimatlandes. Die drei Spieler dürfen sich berechtigte Hoffnungen auf eine Teilnahme bei den Paralympics in Rio de Janeiro im Jahr 2016 machen.

Vorher geht es für Janet McLachlan und Tracey Ferguson jedoch zurück in die Heimat, wo sie versuchen werden vom 17. bis zum 30. Juni in Toronto Gold bei der Weltmeisterschaft zu holen.

„Wir haben ein gutes Team, wollen unser Bestes geben und Spaß haben. Wir hatten ein sehr gutes Camp in Las Vegas und die zwölf Spielerinnen, die nominiert wurden, werden alles geben“, erklärt Tracey Ferguson gegenüber lokalo. Nach einer harten Trainingswoche schaffte auch Janet McLachlan erwartungsgemäß den Sprung in den Kader. Die 36-Jährige, die seit 2006 Rollstuhlbasketball spielt, gilt als eine der besten Spielerinnen der Welt.  Auf die Frage, ob der Druck besonders hoch wäre, wenn die kanadische Nationalmannschaft auf heimischen Boden spielt, antwortete McLachlan gewohnt trocken: „Nein“, fügt aber hinzu,“natürlich wäre Gold in der Heimat schön. Aber wir müssen einen Schritt nach dem anderen machen. Wir wollen gut spielen, gerade vor unseren Fans und uns von Spiel zu Spiel steigern. Mal schauen, wo wir dann am Ende landen.“ An Rio denke man noch nicht erklären beide Spielerinnen übereinstimmend. „In zwei Jahren kann viel passieren, aber natürlich sind die Paralympics ein Ziel.“

Ähnlich sieht es auch der Dritte im Bunde, der Kapitän der Dolphins, Chad Jassman. Nach einer harten Campwoche mit täglich sechs Stunden Training sieht der Goldmedaillengewinner von 2012 zwei schwere Jahre vor sich. „Wir müssen hart an uns arbeiten. Die Weltspitze ist viel enger zusammengerückt.“ Dass Jassman damit Recht hat, sieht man daran, dass der Goldmedaillengewinner der Paralympics von 2012 sich nicht für die diesjährigen Weltmeisterschaften in Südkorea qualifiziert hat. „Es gibt 15, 16 Mannschaften die an einem guten Tag jeden schlagen können. Man muss vorsichtig sein und alles geben.“ Grund genug für Jassman, Ferguson und McLachlan auch im Training in Trier alles zu geben, um die bestmöglichen Voraussetzungen für die anstehende Mission Gold zu schaffen. Bleibt zu hoffen, dass das Trio in den letzten Spielen der Saison genug Selbstbewusstsein für die kommenden Aufgaben tanken kann. (bas)

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