Im Rathaus ist Feuer unterm Dach

0

TRIER. Nach einem Artikel im Trierischen Volksfreund vom vergangenen Montag, den 20. Januar ist Feuer unter dem Dach der Stadt Trier. Anja Reinermann-Matatko (Fraktionsvorsitzende B90/Die Grünen) im Trierer Stadtrat, schrieb einen Offenen Brief an die Baudezernentin Simone Kaes-Torchiani die dort mit dem Satz zitiert worden war: „Wer Harmonie will, soll in den Gesangsverein gehen.“ Auf den Brief der Grünen hat die Dezernentin nun geantwortet.

Der Offene Brief der Grünen-Fraktion im Wortlaut:

„Seit Ihrem Amtsantritt hat es vielfach Anlässe gegeben, Ihr Verhalten als Ausschussvorsitzende bzw. Moderatorin von Sitzungen zu kritisieren. So sind bspw. Beschimpfungen von MitarbeiterInnen in laufenden Sitzungen wegen Fehlern in Vorlagen oder Beleidigungen von Ratsmitgliedern leider feste Bestandteile Ihrer Gesprächsführung.

Was jedoch in der Sitzung zur Besprechung des Regionalbahnkonzeptes am 08. Januar 2014 von Ihrer Seite geäußert wurde, beinhaltet eine nicht hinnehmbare Missachtung des Rates:

Auf die Frage, weshalb alle anwesenden Nicht-Ratsmitglieder die präsentierten Unterlagen bereits vorab erhalten haben, alle anwesenden Ratsmitglieder jedoch nicht, antworteten Sie mit einem Blick auf die Uhr: „Weil wir sonst noch länger hier hätten sitzen müssen.“

Abgesehen davon, dass dies ein beleidigender Umgang mit gewählten Ratsmitgliedern ist, verletzen Sie damit Ihre Informationspflicht gegenüber dem Rat und machen deutlich, dass Sie Beratungen eines demokratisch gewählten Gremiums eher als lästiges Beiwerk betrachten.

Dies können wir so nicht hinnehmen!

Deshalb erwarte ich von Ihnen eine eindeutige Entschuldigung für Ihr Verhalten.

Für die Zukunft erwarte ich eine professionelle Gesprächsführung. Dazu gehört, dass Sie sachliche Diskussionen zulassen, auch wenn Ihnen bestimmte Meinungen nicht gefallen, und dass Sie sowohl den MitarbeiterInnen der Verwaltung als auch den Ratsmitgliedern wenigstens mit einem Mindestmaß an Respekt begegnen.

Im Trierischen Volksfreund vom 21. Januar 2014 werden Sie mit den Worten zitiert: ‚Wer Harmonie will, soll in den Gesangsverein gehen.‘ Hier geht es nicht um Harmonie, sondern darum, dass auch eine Baudezernentin grundlegende Regeln für einen anständigen und respektvollen Umgang beherrschen sollte. Mehr erwarten wir nicht, aber auch nicht weniger.“

Auf dieses Schreiben hat die Dezernentin am heutigen Mittag geantwortet. Die Pressemitteilung von Frau Kaes-Torchiani ebenfalls im Wortlaut:

„Die Wahrnehmungen von Frau Reinermann-Matatko, die sie zum Gegenstand eines ‚Offenen Briefes‘ gemacht hat, entsprechen nicht den Tatsachen. Ich beschimpfe keine Mitarbeiter in laufenden Sitzungen, beleidige keine Ratsmitglieder, nehme meine Informationspflichten ernst und verkürze nicht die Rechte demokratisch gewählter Gremien und deren Mitglieder. 

Die erwähnte Sitzung vom 8. Januar verlief sachlich und unaufgeregt, Beschwerden über meine Sitzungsleitung sind weder während noch nach der Sitzung an mich herangetragen worden. Als Instanz zur Beurteilung des rechten Maßes an Respekt im Umgang miteinander scheint mir Frau Reinermann-Matatko eher weniger geeignet. Sie sollte ihre Behauptungen konkretisieren, damit ich mich notfalls mit rechtlichen Schritten gegen diese verleumderische Form der Rufschädigung zur Wehr setzen kann.“ (red)

In diesem Artikel von lokalo finden sie die versandten Pressemitteilungen ganz bewusst unkommentiert. So kann sich jeder Leser ein eigenes Bild von dem Standpunkt beider „Parteien“ bilden. Willi Rausch, lokalo-Chefredakteur

Jetzt lokalo liken und alle aktuellen News rund um Trier und die Region, inklusive Luxemburg, sofort sehen und KOSTENLOS lesen

1 KOMMENTAR

  1. Wir wollen doch alle nur das Beste für unsere schöne Stadt: Einen neuen Baudezernet/in !
    Mein Vorschlag: Die Dame geht mit sofortiger Wirkung in Friezeit bis zum Oktober 2020 (Da wird sie 65) .
    Bei 2500 Beschäftigten bei der Stadt und deren Unternehmen kommt es auf diesen einen Gehaltsscheck doch eh nicht mehr an. Und falls doch, so werden sich bestimmt genügend Sponsoren in Trier finden.

  2. Ich kann mich nicht erinnern das mal jemand so unbeliebt war innerhalb der politischen Führung wie die. Ich sage bewusst die. Wann werden wir die los und wie werden wir die los.

  3. Mein Gott wie korrupt ist dieses Land, die Bundesrepublik Deutschland. Jeder wirtschaftet sich in die Tasche rein. Simone Kaes-Torchiani Dezernat IV der Stadt Trier will wieder gewählt werden. Die meisten mögen sie nicht aber bei einer Aufstellung zur Wiederwahl stehen ihr höhere Pensionen zu. Nur die Aufstellung rechtfertigt eine Pension im höheren Maße.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.