„Aus für militärische Flugübungen!“

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BONN. Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) fordert das Ende aller militärischen Flugübungen. Nach dem Absturz eines Tornados am vergangenen Donnerstag, den 16. Januar, beim Militärflughafen und Atomwaffenlager Büchel (Landkreis Cochem-Zell) sieht der BBU erneut bestätigt, dass bei militärischen Flugübungen immer Absturzrisiken mit verheerenden Auswirkungen gegeben sind.

Nach Angaben des BBU sind in der Bundesrepublik zahlreiche Militärflughäfen in Betrieb. Bereits der normale Flugbetrieb stellt dabei eine massive Lärmbelastung für die Bevölkerung und zudem eine erhebliche Umweltbelastung dar. Weiterhin kommt es beim Flugbetrieb immer wieder zu Abstürzen.

Als Beispiele für militärische Fluggefahren nennt der BBU die Standorte Ramstein, Geilenkirchen und Nordhorn-Range. Bei der Ramstein-Katastrophe 1988 wurden 70 Menschen getötet, 1 000 wurden verletzt. 1999 stürzte ein amerikanisches Tankflugzeug vom Typ Boeing KC-135E der Washington Air National Guard beim Nato-Flugplatz Geilenkirchen ab – vier Soldaten starben. Beim Bombenabwurfgelände Nordhorn-Range, etwa 10 km vom Atomzentrum Lingen entfernt, kam es wiederholt zu Fehlwürfen außerhalb des Testgeländes. „In Lingen befinden sich mehrere Atomkraftwerke und Atomanlagen. Es ist unfassbar, dass in der Region militärische Übungsflüge durchgeführt werden“, so BBU-Vorstandsmitglied Udo Buchholz.

Auch in diesem Jahr richten sich die Ostermärsche der Friedensbewegung gegen die Lagerung der Atomwaffen in Büchel und auch gegen die Gefahren der militärischen Flugübungen. Ein Ostermarsch wird direkt in Büchel stattfinden, einer an der Urananreicherungsanlage in Gronau (sie ist nicht gegen Flugzeugabstürze gesichert), und viele weitere Ostermärsche werden im gesamten Bundesgebiet organisiert. Eine Übersicht bereits bekannter  Ostermarschtermine findet man unter http://www.friedenskooperative.de/termine.htm.

Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) e. V. ist Teil der weltweiten Friedensbewegung und warnt auch besonders vor den ökologischen Folgen der Rüstungspolitik. Der BBU ist Mitglied in der bundesweiten „Kooperation für den Frieden“ und würde es begrüßen, wenn auch Initiativen der Friedensbewegung dem BBU beitreten würden. Der BBU hält eine vernetzte Zusammenarbeit zwischen der  Friedensbewegung und der Umweltbewegung für sehr wichtig. Mehr zur Mitgliedschaft im BBU unter http://www.bbu-online.de/html/antrag.htm. (red)

 

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1 KOMMENTAR

  1. Und wo soll das Training der Bundeswehrpiloten stattfinden ?
    Diese Forderung ist gleichzusetzen einer Forderung nach Auflösung der Luftwaffe. Und ohne LW keine moderne Armee.
    D.h. hier wird eigentlich die Abschaffung der BW gefordert.

    Dies halte ich für Utopie und Wunschdenken.

    Mit freundlichem Gruß! jhei

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