Film der Woche: The Wolf of Wall Street

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TRIER. Im Broadway Filmtheater in Trier läuft seit dem 16.01. der Film “The Wolf of Wall Street“ von dem Erfolgsregisseur Martin Scorsese. Nach dem Unternehmer Howard Hughes in „Aviator“ konzentriert sich der Regisseur nun auf die Wall Street und bringt das ausschweifende Leben des Börsenmaklers Jordan Belfort auf die Leinwand. Mit Leonadro DiCaprio in der Hauptrolle und einer Spielzeit von drei Stunden wird der Kinobesuch zu einem wahren Erlebnis. 

Inhalt

In den 90er Jahren gründet der Börsenmakler Jordan Belfort eine Maklerfirma in den Vereinigten Staaten. Mit dem nötigen Know-How, Überzeugungskraft und einer ausgereiften Führungskompetenz schafft er es, innerhalb kurzer Zeit mehrere Millionen Dollar pro Woche zu verdienen. Ganz legal ist sein Vorgehen jedoch nicht. Mit dem Geld finanziert sich der Broker seinen ausschweifenden Lebensstil, geprägt von Drogen, Frauen und Alkohol. Der schnelle Erfolg führt jedoch dazu, dass Belfort immer übermütiger wird und schon bald mit dem FBI und der New Yorker Unterwelt in Konflikt gerät.

 Kritik

Wenn Cineasten den Namen Martin Scorsese hören, denken sie unweigerlich an Blockbuster wie „Departed“, „Shutter Island“ und „Taxi Driver“. Sein Name steht für hohe Qualität und eine große Portion Perfektionismus. Beides spiegelt sich in seinem neuesten Werk „The Wolf of Wall Street“ wider.

Bei dem Wolf handelt es sich um Jason Belfort, einem Börsenmakler, der in den 1990er Jahren 50 Millionen Dollar pro Jahr verdiente. Um dies zu schaffen, kaufte er die wertlosen Penny-Stocks auf und drehte sie gutgläubigen Anlegern stark überteuert an. Mit Leonardo DiCaprio konnte Scorsese erneut einen seiner Lieblinge gewinnen. Nach dem der Schauspieler, der gerade bei der weiblichen Zuschauerschaft großen Anklang findet, bereits in dem Film „Aviator“ in die Rolle eines mächtigen Geschäftsmannes (Howard Hughes) schlüpfte, stellte das aktuelle Drehbuch für ihn keine große Herausforderung mehr da. Seine schauspielerische Leistung ist einmal mehr grandios.

The Wolf of Wall Street ist kein Film, in dem es primär um die Finanzkrise geht. Vielmehr bietet Scorsese den Zuschauer einen Einblick, in die oftmals ausschweifende Welt der Stars und Sternchen. Er versucht nicht die skrupellosen Methoden von Hedgefond-Zocker aufzuzeigen oder die Wall Street als etwas Böses darzustellen. Der Hauptdarsteller ist auch kein Gordon Gekko, wie ihn Michael Douglas in Oliver Stones Film „Wall Street“ verkörperte. Gekko war ein gewissenloser Kapitalist, der an erster Stelle immer sich selbst sah. Ihm ging es überwiegend um Reichtum und Macht. Belfort steht für einen anderen Typen, der Geld in erster Linie als Mittel zum Rausch sieht. Scorsese schafft es, den Kinobesuchern diesen Lebensstil in bunten Bildern und spannenden, sowie witzigen Dialogen  schmackhaft zu machen, wenngleich die Vernunft nicht gänzlich „betäubt“ wird.

Unter dem Strich kann man von einem typischen Scorsese-Film sprechen. Daher werden insbesondere seine Fans den Kinossal mit einem Lächeln auf den Lippen verlassen. Wer bisher noch keinen Film von ihm kennt, sollte das unbedingt nachholen. Und warum nicht mit einem Streifen, der die Handschrift des Erfolgsregisseurs erkennen lässt und aktuell im Kino läuft?! (tw)

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