Klatsche für Dolphins bei Serienmeister Lahn-Dill

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WETZLAR. Kein Land sahen die GOLDMANN Dolphins Trier am Samstagnachmittag beim amtierenden deutschen Meister RSV Lahn-Dill. Vor knapp 900 Zuschauern in der August-Bebel-Sporthalle setzte es am 13. Spieltag der Rollstuhlbasketball-Bundesliga eine 51:103 (33:49)-Niederlage. Bis zur Halbzeit konnte Trier noch gut mithalten, dann war Lahn-Dill in allen Belangen überlegen und spielte seine Qualität konsequent aus.

„Um gegen Lahn-Dill zu gewinnen, muss alles passen. Wir müssen 110 Prozent spielen und Lahn-Dill muss Wurfschwächen zeigen“, hatte Spielertrainer Dirk Passiwan schon vor dem Spiel gewusst. Seine Prognose traf zu, Teil Eins davon aber leider nicht ein. Von der ersten Minute an taten sich die Dolphins mit der aggressiven Defense des Meisters schwer und hatte selbst der Treffsicherheit des Gegners nichts entgegenzusetzen. Eine 6:0-Serie für Lahn-Dill in den ersten Spielminuten zeigte schon früh, wer Herr im Haus ist. Wie schon in den Spielen zuvor trafen die Dolphins einfache Würfe nicht. Auf der anderen Seite fand die Defensive keine Mittel gegen die wurfstarken Hessen. Dirk Köhler, Center der Hessen, wurde immer wieder unter dem Korb angespielt und traf 80 % seiner Würfe. Wurde er mal von der Trierer Verteidigung zugestellt, trafen andere aus der Mitteldistanz. Auf Trierer Seite wurde Dirk Passiwan gut verteidigt, so dass er nicht richtig ins Spiel kam. Mit 10:21 ging es in die erste Pause.

Im zweiten Viertel kamen die Trierer besser ins Spiel. Immerhin 23 Punkte konnten verbucht werden. Das wunderte auch Trainer Nicolai Zeltinger: „23 Punkte in einem Viertel haben wir diese Saison selten kassiert. Aber man kann einen Dirk Passiwan nicht immer ausschalten.“ Trotz dieser hohen Punktzahl gelang es den Dolphins nicht, den Rückstand zu verkürzen. Ganz im Gegenteil. Ein heiß gelaufener Michael Paye, der 83% seiner Würfe und ein Team, das aus allen Lagen fast 70 % traf, ließen den Vorsprung kontinuierlich bis zur Halbsteig steigen. Mit einem 16-Punkte-Vorsprung ging es in die Halbzeitpause (33:49).

Was in Hälfte zwei passierte ist schwierig, aber kurz zu beschreiben. Die Dolphins wurden regelrecht zerlegt. Einfache Ballverluste und Fehlwürfe luden die Hessen zu Fastbreaks ein, die diese eiskalt abschlossen. Auch eine Auszeit beim Stande von 35:59 (23.) konnte die Mannschaft nicht mehr erreichen. Lahn-Dill hielt das Tempo hoch und zwang die Trierer mehr als einmal zu unmöglichen Würfen. In der Defensive lief ebenfalls nichts mehr zusammen. Nur 18 Punkte konnte man in der zweiten Halbzeit einfahren. Zu wenig, um gegen die derzeit wohl beste Mannschaft der Welt zu bestehen. Diese spielte konsequent ihr Spiel und fanden immer wieder einen freien Mitspieler, meist in Form von Michael Paye, der insgesamt 34 Punkte erzielte. Dem heute wohl besten Mann auf dem Spielfeld war es dann auch vergönnt, Punkte 100 und 101 zu erzielen. Die Höchststrafe für einen Gegner. Da der Schütze des 100. Punkts eine Kiste Bier ausgeben muss, ließ sich der US-Boy damit auch drei Minuten Zeit. Am Ende stand ein 51:103 für die Dolphins, ein Ergebnis das verdient, wenn auch in der Höhe zu hoch ist. (bas)

Stimmen zum Spiel:

Nicolai Zeltinger (Trainer Lahn-Dill): „Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft. Wir hatten einen guten Start, haben eine gute Defense gespielt und Dirk gut unter Kontrolle gehalten. Auch wenn keine Mannschaft der Welt ihn komplett unter Kontrolle halten kann. Die Offense hat heute wunderbar geklappt. Wir haben intelligent gespielt und ein gutes Teamplay gezeigt. Mit insgesamt 68% Trefferquote kann man nicht meckern.“

Dirk Passiwan (Spielertrainer Trier): „Es war kein guter Tag. Wir wussten, dass es schwer wird. Aber Lahn-Dill hat überragend gespielt, hatten eine gute Defense. Wir haben uns schwer getan und keine guten Würfe gehabt. 28% Trefferquote sind einfach zu wenig. Jetzt heißt es abhaken und auf das Spiel in Frankfurt zu konzentrieren. Es wird ein Endspiel um die Play Offs. Ein Sieg in Frankfurt würde uns helfen, Ruhe im Kampf um die ersten vier Plätze zu bekommen.“

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