Frauenhandball-Bundesliga: Turbulenzen beim Miezen-Gegner

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TRIER. Die Bundesliga-Handballerinnen der DJK/MJC Trier stehen am Samstag (20 Uhr, Sporthalle am Viadukt) bei der SG BBM Bietigheim vor einer immens wichtigen Partie. Nach zuletzt drei Niederlagen in Folge soll im Schwabenland die Wende her. Der kommende Gegner hat eine turbulente Woche hinter: Trainer Dago Leukefeld musste gehen.

Die Handball-Bundesliga der Frauen brennt: Innerhalb von wenigen Wochen haben die Verantwortlichen in Weibern, Bensheim, Bietigheim und Leipzig ihre Trainer beurlaubt. Die Trierer Miezen dürften vor der Partie am Samstag in Bietigheim ein Déjà-vu der besonderen Art erleben.

Wie schon Ende Dezember gegen die Vulkan-Ladies aus Weibern, hat auch die Entlassung von Dago Leukefeld  im Schwabenland eine Trierer Vergangenheit und Gegenwart. Der ehemalige Bundestrainer hat in Trier mit der 2003 gewonnen Meisterschaft „Heldenstatus“ erreicht, nun wurde er vor der Partie am Samstag gegen seinen Ex-Klub überraschend freigestellt.

Ein ähnliches Szenario ereignete sich bereits Ende Dezember mit Ildiko Barna, die von 2008 bis 2010 Trainerin an der Mosel war. Die Begegnung gegen Weibern konnten die Miezen für sich entscheiden, eine Wiederholung dieses Erfolgs in Bietigheim wäre immens wichtig für die Mannschaft von Cristina Cabeza Gutiérrez und Jana Arnošová
Nach zuletzt drei Niederlagen in Folge wollen die Moselstädterinnen den Abwärtstrend stoppen. Bensheim sitzt Trier mit zwei Punkten weniger im Nacken und wartet nur auf Niederlagen des Konkurrenten.

Genau deshalb fordert Co-Trainerin Arnošová allerdings ein couragiertes Auftreten ihrer Mannschaft. „Wir dürfen uns nicht verstecken, sondern müssen mutig agieren“, sagt die 36-jährige Tschechin und ergänzt: „Abstiegskampf ist auch eine Sache des Kopfes, hier müssen wir positiver werden.“

Die Frage, wie sich die für Außenstehende unvorhergesehene Trennung von Leukefeld auf das Team der SG auswirkt, dürfte wohl erst am Samstag beantwortet werden. Sportlich lief es für die Mannschaft um Ex-Nationalspielerin Ania Rösler und die Ex-Triererin Kira Eickhoff, die inzwischen bei der SG als Kapitänin fungiert, mit nur einem Sieg aus den letzten sieben Spielen eher durchwachsen. „Wir kriegen das natürlich alles mit, allerdings tun wir gut daran auf uns zu schauen“, fordert Arnošová volle Konzentration.

Die Aussichten auf Zählbares waren sicher schon schlechter. Dafür müssen die Miezen in der „Sporthalle im Viadukt“ allerdings ihr volles Potential ausschöpfen. Denn wie heißt es so schön: Angeschlagene Kontrahenten sind die gefährlichsten. Der neue Trainer in Bietigheim ist im Übrigen der Däne Bo Milton – ein Mann ohne Trierer Vergangenheit. (fa)

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