Heinz Onnertz rechnet ab

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DAUN. Seine Ankündigung im Juli 2012 aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand zu treten und damit das Amt des Landrates des Vulkaneifelkreises vorzeitig aufzugeben, sorgte bundesweit für Schlagzeilen. Jetzt hat Heinz Onnertz ein Taschenbuch über seine Zeit als Landrat mit dem Titel „13 1/2“ geschrieben und stellt es am 21. Januar vor.

Die Medienkampagne der „Eifelzeitung“, einem kostenlos erscheinenden Wochenblatt,  sowie der Partei des Dauner Unternehmers Peter Lepper, der „Bürgerunion Vulkaneifel“ (BUV) und der CDU im Kreis gegen den damaligen Landrat des Vulkaneifelkreises Heinz Onnertz war im Sommer das Thema in vielen Medien Deutschlands.
Auch überregionale Zeitungen und sogar etliche Fernsehsender nahmen sich in Politmagazinen des Themas an und berichteten über Wochen und  zum Teil mehrfach von den Streitigkeiten  und den Vorwürfen der Allianz gegen Onnertz. Am 2. Juli des vergangenen Jahres  erklärte Heinz Onnertz dann vor der versammelten Presse tief betrübt seinen Rücktritt mit den Worten: „Ich kann nicht mehr.“

Das Chefbüro verließ Onnertz dann im April 2013 und machte seinem Nachfolger Heinz-Peter Thiel Platz, der den CDU-Kandidaten Frank Bender bei der Wahl um Längen schlug und damit erneut die CDU im Kreis in die Schranken wies. Nach der Kür von Thiel, der mit der überwältigenden Mehrheit von 61,3 Prozent zum Onnertz-Nachfolger gewählt wurde, war Lepper von seinem Amt als Vorsitzender der BUV zurückgetreten.

Von seiner Zeit als Landrat, daher der Titel „13 1/2“, der sich auf die Dauer seiner Amtszeit bezieht, und besonders den dramatischen Ereignissen der letzten Periode und dem Zoff mit der „Eifelzeitung“ berichtet Onnertz nun in seinem kleinen Buch. Manche Bombe will er nach eigener Aussage noch in seinem Buch platzen lassen und „schonungslos die historische Richtigstellung der damaligen Ereignisse“ darlegen.

Eigentlich gab es zwischen Heinz Onnertz und dem Unternehmer Peter Lepper (TechniSat) eine echte Männerfreundschaft die Jahre hielt. Schließlich unterstützte die „Eifelzeitung“ die Kandidatur von Onnertz zwei Mal und war sicherlich maßgeblich an seiner Wahl beteiligt. Die „Eifelzeitung“ erscheint wöchentlich, und gelangt kostenlos in die Haushalte der Landkreise Daun, Wittlich, der Verbandsgemeinde Ulmen und von Adenau. Die Geschäftsräume befinden sich auf dem TechniSat-Firmengelände in Daun-Rengen. Lepper gehören 50 Prozent des Mediums – die Gerüchte, dass er auch für deren Inhalt verantwortlich ist oder gar Artikel selbst schreibt, werden stets bestritten.

Damals gab es aber auch keine Allianz von Lepper mit der CDU des Kreises, er kämpfte mit „seiner Zeitung“ geradezu gegen die Christdemokraten. Das änderte sich erst mit der Gründung seiner Partei „Bürgerunion Vulkaneifel“ wobei es im Kreistag, wo die Partei vertreten ist, immer öfter zu Dissonanzen mit dem Landrat kam. Das gipfelte dann in den Jahren 2011 und 2012 in massiven Vorwürfen gegen Heinz Onnertz, dem man sogar Betrug in Zusammenhang mit Flügen vorwarf, die der Pilot Onnertz als Mitglied beim Segelflugverein Vulkaneifel durchführte.

Ab diesem Zeitpunkt verbrüderte sich Peter Lepper auch mit der Kreis-CDU und stellte sich öffentlich an deren Seite.
Sein Buch will der Onnertz am kommenden Dienstag, den 21. Januar ab 19.30 Uhr im Forum Daun vorstellen. Der Eintritt ist frei, Verdienen will der allseits beliebte Ex-Landrat übrigens nichts mit dem Taschenbuch. Die Produktion und den Druck hat er aus eigener Tasche bezahlt. Das Buch ist zum Preis von fünf Euro in den Buchhandlungen „Aurel“ in Daun, „Lesezeichen“ in Hillesheim und der Buchhandlung Raabe in Gerolstein erhältlich. (hega)    

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