Verhandlung gegen mutmaßlichen Erpresser fortgesetzt

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TRIER. Am gestrigen Montag, den 13. Januar, wurde im Landgericht Trier die Verhandlung gegen den 31-jährigen Sascha R. fortgesetzt. Es gibt gegen ihn eine Fülle von Anklagepunkten. Er muss sich unter anderem wegen räuberischer Erpressung und Körperverletzung vor Gericht verantworten.

Im Sommer 2011 soll der Maurergehilfe an mehreren Tagen mit dem damals 17-jährigen Vevangaune K. in seiner Wohnung Drogen konsumiert haben. An einem dieser Tage soll er das zuvor von dem Minderjährigen besorgte Marihuana für nicht gut befunden haben und ihm aus diesem Grund eine Backpfeife gegeben haben. Dann soll er ihm die Spitze eines Messers gegen den Bauch gedrückt haben. Außerdem soll er „Veva“ gequält haben und ihn zur Zahlung von 1000 Euro habe zwingen wollen.

Eine wichtige Rolle in dem Verfahren spielen auch die Vorwürfe, seine ehemalige Freundin mit dem Tode bedroht und sie gewürgt, geschlagen und bespuckt haben. Die Morddrohungen soll er auch auf die Mutter der jungen Frau ausgeweitet haben.

Am heutigen Verhandlungstag sollte eigentlich die Mutter des Angeklagten, Christine S., zu den Anklagepunkten gegen ihren Sohn Stellung nehmen. Dies geschah jedoch nicht, da sie aus
gesundheitlichen Gründen als Zeugin nicht erscheinen konnte.

Also war der erste Zeuge Hakim B., ein 18-jähriger junger Mann, der sich zurzeit wegen anderer Delikte in der Justizvollzugsanstalt Wittlich aufhält. Er kenne den Angeklagten seit ungefähr zwei Jahren kenne, so der Zeuge. Er habe ihn in Trier-Ehrang kennengelernt, „weil man sich dort sowieso irgendwann über den Weg läuft.“ Der 18-Jährige erzählte, dass er an den Wochenenden mit dem weitaus älteren R. „oft einen trinken“ gewesen sei. Auf Nachfrage von Richterin Petra Schmitz, ob der Angeklagte an diesen Tagen betrunken gewesen sei, antwortete er: „Wir beide!“ Zweifel an der Glaubwürdigkeit des Zeugen bleiben, bei Staatsanwalt Benjamin Schwan nicht nur, weil B. zugegeben hat, in einer ersten Vernehmung gelogen zu haben, um seine eigene Strafe zu mildern. Schwan: „Es ist merkwürdig, dass sie nie mitbekommen haben, dass Sascha R. gekifft hat. Denn jeder weiß, dass er das oft getan hat. Das müssten auch sie, Herr B., mitbekommen haben.“ Ob der Staatsanwalt ein Verfahren wegen Falschaussage gegen B. einleiten wird, ließ er offen.
Die nächste Zeugin war Pia H., eine 23-jährige Triererin. Die junge Frau war die Fahrerin des Fahrzeugs gewesen, welche der Angeklagte am 26. Oktober 2012 gegen 23.30 Uhr an der Weiterfahrt gehindert und deren Beifahrer er verletzt haben soll. Sie berichtete zunächst von der Fahrt: „Mein Freund und ich wollten an dem Abend nach Konz. Wir standen an einer Kreuzung und ich hupte, weil mehrere Personen über die Straße liefen. Plötzlich sah ich, wie eine Frau gegen mein Auto schlug und dann versuchte, das Fenster am Beifahrersitz einzuschlagen! Ich stieg aus und fragte sie, warum sie so sich so aggressiv verhielt. Die Frau kam zu mir und schlug mir in ins
Gesicht! Gleichzeitig sah ich, dass mein Freund zu diesem Zeitpunkt von mehreren Jungs geschlagen wurde. Ich bin eingestiegen und losgefahren. Dabei bemerkte ich, dass eine Person noch am Auto hing. Als wir endlich alle Personen hinter uns gelassen hatten, mussten wir uns erst einmal beruhigen. Dann haben wir die Polizei gerufen.“
Auf Nachfrage von Richterin Schmitz, ob Pia H. oder ihr Freund Verletzungen davongetragen hatten, sagte sie: „Mein Freund hatte ein blaues Auge und trug nur noch ein zerfetztes T-Shirt. Zudem stellte sich später heraus, dass ich viele blaue Flecken am Körper hatte. Jetzt geht es uns aber wieder gut.““
Die beteiligten Personen, so betonte die 23-Jährige, hätten jedoch keinesfalls Ähnlichkeit mit dem Angeklagten: „Ich würde die Leute sofort wieder erkennen. Diesen Mann habe ich bei dem Vorfall
nicht gesehen.“
Nach einer längeren Verhandlungspause wurde schließlich Kevin K. als dritter Zeuge vor Gericht erwartet, der von dem Angeklagten geschlagen worden sein soll, um die Herausgabe seines Handys zu erzwingen. Der Zeuge war jedoch nicht erschienen.
Am 20. Januar soll die Verhandlung fortgesetzt werden. Dann soll unter anderem die Mutter des Vevangaune K. vor Gericht aussagen. Laura Dolfen

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Im Sommer 2011 soll der Maurergehilfe an mehreren Tagen mit dem damals 17-jährigen Vevangaune K. in seiner Wohnung Drogen konsumiert haben. An einem dieser Tage soll er das zuvor von dem Minderjährigen besorgte Marihuana für nicht gut befunden haben und ihm aus diesem Grund eine Backpfeife gegeben haben. Dann soll er ihm die Spitze eines Messers gegen den Bauch gedrückt haben. Außerdem soll er „Veva“ gequält haben und ihn zur Zahlung von 1000 Euro habe zwingen wollen.

Eine wichtige Rolle in dem Verfahren spielen auch die Vorwürfe, seine ehemalige Freundin mit dem Tode bedroht und sie gewürgt, geschlagen und bespuckt haben. Die Morddrohungen soll er auch auf die Mutter der jungen Frau ausgeweitet haben.

Am heutigen Verhandlungstag sollte eigentlich die Mutter des Angeklagten, Christine S., zu den Anklagepunkten gegen ihren Sohn Stellung nehmen. Dies geschah jedoch nicht, da sie aus
gesundheitlichen Gründen als Zeugin nicht erscheinen konnte.

Also war der erste Zeuge Hakim B., der sich zurzeit wegen anderer Delikte in der Justizvollzugsanstalt Wittlich aufhält. Er kenne den Angeklagten seit ungefähr zwei Jahren kenne, so der Zeuge. Er habe ihn in Trier-Ehrang kennengelernt, „weil man sich dort sowieso irgendwann über den Weg läuft.“ Der 18-Jährige erzählte, dass er an den Wochenenden mit dem weitaus älteren R. „oft einen trinken“ gewesen sei. Auf Nachfrage von Richterin Petra Schmitz, ob der Angeklagte an diesen Tagen betrunken gewesen sei, antwortete er: „Wir beide!“ Zweifel an der Glaubwürdigkeit des Zeugen bleiben, bei Staatsanwalt Benjamin Schwan nicht nur, weil B. zugegeben hat, in einer ersten Vernehmung gelogen zu haben, um seine eigene Strafe zu mildern. Schwan: „Es ist merkwürdig, dass sie nie mitbekommen haben, dass Sascha R. gekifft hat. Denn jeder weiß, dass er das oft getan hat. Das müssten auch sie, Herr B., mitbekommen haben.“ Ob der Staatsanwalt ein Verfahren wegen Falschaussage gegen B. einleiten wird, ließ er offen.

Die nächste Zeugin war Pia H., eine 23-jährige Triererin. Die junge Frau war die Fahrerin des Fahrzeugs gewesen, welche der Angeklagte am 26. Oktober 2012 gegen 23.30 Uhr an der Weiterfahrt gehindert und deren Beifahrer er verletzt haben soll. Sie berichtete zunächst von der Fahrt: „Mein Freund und ich wollten an dem Abend nach Konz. Wir standen an einer Kreuzung und ich hupte, weil mehrere Personen über die Straße liefen. Plötzlich sah ich, wie eine Frau gegen mein Auto schlug und dann versuchte, das Fenster am Beifahrersitz einzuschlagen! Ich stieg aus und fragte sie, warum sie so sich so aggressiv verhielt. Die Frau kam zu mir und schlug mir in ins
Gesicht! Gleichzeitig sah ich, dass mein Freund zu diesem Zeitpunkt von mehreren Jungs geschlagen wurde. Ich bin eingestiegen und losgefahren. Dabei bemerkte ich, dass eine Person noch am Auto hing. Als wir endlich alle Personen hinter uns gelassen hatten, mussten wir uns erst einmal beruhigen. Dann haben wir die Polizei gerufen.“

Auf Nachfrage von Richterin Schmitz, ob Pia H. oder ihr Freund Verletzungen davongetragen hatten, sagte sie: „Mein Freund hatte ein blaues Auge und trug nur noch ein zerfetztes T-Shirt. Zudem stellte sich später heraus, dass ich viele blaue Flecken am Körper hatte. Jetzt geht es uns aber wieder gut.“

Die beteiligten Personen, so betonte die 23-Jährige, hätten jedoch keinesfalls Ähnlichkeit mit dem Angeklagten: „Ich würde die Leute sofort wieder erkennen. Diesen Mann habe ich bei dem Vorfall nicht gesehen.“

Nach einer längeren Verhandlungspause wurde schließlich Kevin K. als dritter Zeuge vor Gericht erwartet, der von dem Angeklagten geschlagen worden sein soll, um die Herausgabe seines Handys zu erzwingen. Der Zeuge war jedoch nicht erschienen.
Am 20. Januar soll die Verhandlung fortgesetzt werden. Dann soll unter anderem die Mutter des Vevangaune K. vor Gericht aussagen. Laura Dolfen

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