Dolphins verlieren Topspiel deutlich

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TRIER. Nichts war es mit dem siebten Sieg in Folge. Gegen den Tabellennachbarn aus Thüringen gab es am Samstagabend in der heimischen Halle am Mäusheckerweg vor rund 500 Zuschauern eine deutliche 58:77 (27:41)- Niederlage. Da die Verfolger aus Hamburg und Frankfurt ihre Spiele gewinnen konnten, wird es wieder enger im Kampf um die Play-Off-Plätze.

Den Grundstein für den deutlichen Erfolg konnten die Thüringer bereits in der ersten Halbzeit legen. Durch eine gute Trefferquote und eine aggressive Verteidigung konnte sich das Team um Topscorer Aliaksandr Halouski bereits nach knapp sechs Minuten im ersten Viertel mit 9 Punkten absetzen (6:15). Unter den Augen von Nationaltrainer Nicolai Zeltinger kam Spielertrainer Dirk Passiwan nicht richtig ins Spiel. Eine gute Verteidigung gegen ihn zwang den Trierer Führungsspieler oft zu Würfen aus ungünstigen Positionen. Aber auch der Rest der Mannschaft zeigte sich nicht so stark wie in den letzten Wochen. Einfache Würfe wurden vergeben und in der Defense lud man das Team Thüringen zum punkten ein. So ging es mit 10:19 in die erste Viertelpause.

Im zweiten Viertel hofften die lautstarken Trierer Fans auf Besserung, wurden aber enttäuscht. Auch die zweiten zehn Minuten bestimmten die Gäste. Eine starke Defense ließ kaum freie Würfe der Trierer zu, so dass der Rückstand auf 18 Punkte anstieg (14:32). Nach einer Auszeit der Dolphins kam das Team zunächst besser ins Spiel, dann gewann  der Gast aber wieder Oberhand und der Trierer Rückstand wuchs bis zum Pausenpfiff sogar noch an (27:41). Diana Dadzite war zu diesem Zeitpunkt bereits mit 4 Fouls belastet, was allerdings weniger an ihrer harten Spielweise, als an den recht einseitig pfeifenden Schiedsrichtern lag.

In Halbzeit zwei dasselbe Bild. Die Thüringer spielten ihre Angriffe clever zu Ende, fanden immer wieder den bärenstarken Center Aliaksandr Halouski und waren auch außen immer gefährlich. Mitte des  dritten Viertels fiel dann die Entscheidung, als sich die Ostdeutschen mit einem 8:0-Lauf auf 42:59 absetzten.

Im letzten Abschnitt versuchten die „Delphine“ zwar noch einmal alles, mussten aber  einsehen, dass gegen den stark aufspielenden Tabellennachbarn an diesem Tag nichts zu holen war. Jeden Korberfolg der Trierer konterte das Team aus Elxleben postwendend, so dass der Abstand gehalten wurde.  Am Ende stand eine 58:77-Niederlage für die Trierer zu Buch – ein Ergebnis, das auch in dieser Höhe in Ordnung geht.

Erfreulich für Valeska Finger: die erst 14-jährige Juniorinnen-Nationalspielerin durfte erstmals Bundesligaluft schnuppern.

Stimmen zum Spiel:

Nicolai Zeltinger (Nationaltrainer): „Trier hat in den letzten Wochen sehr gut gespielt. Heute war es ein schweres Spiel. Zu Beginn haben sie zu viele Fehler gemacht, so dass Oettinger davon ziehen konnte. Ich denke, wenn es bis zur Halbzeit enger gewesen wäre, hätten sie das Spiel nicht verloren. Aber es wird kein Beinbruch für das Team sein. Man muss auch den Fans ein Kompliment machen. Ich bin echt angetan von der Stimmung, es war echt bombig.“

Dirk Passiwan: „Es war das erwartet schwere Spiel. Oettinger hat heute stark gespielt. Es war eine schwierige Woche, weil wir wegen des Camps von Janet McLachlan und Tracy Ferguson nicht komplett trainieren konnten. In der kommenden Woche werden Chad Jassman und Peter Yoomin Won bei der kanadischen Nationalmannschaft sein. Wir werden sie erst am Samstag in Frankfurt abholen. Es werden jetzt schwere Spiel auf uns zukommen. Nächste Woche beim RSV Lahn-Dill wird es ganz, ganz schwer.“

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