TBB Trier: Eiskalt gegen die Eisbären?

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    TRIER. Die Rollen scheinen vor dem Duell der TBB Trier gegen die Eisbären Bremerhaven (Sonntag, 16 Uhr, Stadthalle Bremerhaven) klar verteilt: Die Moselstädter befinden sich im Aufwärtstrend, die Norddeutschen im Sinkflug. Dennoch wird es alles andere als einfach, die Punkte aus der Seestadt zu entführen. Denn eins ist sicher: Bremerhaven verfügt über eine Menge Qualität – nur als Team läuft es bislang nicht rund.

    Die Hinrunde der Beko BBL neigt sich dem Ende zu – die TBB Trier hat noch ein Auswärtsspiel vor sich, dann ist Saison-Halbzeit. Der letzte Spieltag der Hinrunde führt die Mannschaft von Henrik Rödl in den hohen Norden, Gegner sind am Sonntag, 16 Uhr, die Eisbären Bremerhaven.

    Die Gastgeber belegen zurzeit Platz 15 der Tabelle und sind denkbar schlecht in die Saison gestartet: Eine Serie aus sieben Niederlagen ließ die Eisbären zunächst im tiefsten Tabellenkeller zurück. Erst gegen Phoenix Hagen gelang am 10. November der Befreiungsschlag, ein Heimsieg gegen medi bayreuth folgte. Die große Überraschung gelang den Nordlichtern dann in Berlin. Philip Zwiener gelangen an alter Wirkungsstätte 16 Punkte, Bremerhaven gewann 79:85 gegen ALBA. Aktuell ist an der Küste aber wieder Trübsal eingekehrt, zuletzt stehen für die Eisbären vier Niederlagen in Folge zu Buche, zuletzt verlor man 89:70 in Vechta, Teamkapitän Derrick Allen entschuldigte sich öffentlich bei den Fans und gelobte Besserung im kommenden Heimspiel gegen die TBB.

    Henrik Rödl warnt ausdrücklich davor, die Eisbären Bremerhaven aufgrund der Tabellensituation zu unterschätzen: „Es ist gefährlich, so etwas auch nur zu sagen! Das ist eine Mannschaft mit sehr viel individueller Qualität, die auch schon Spiele gewonnen hat. Die werden alles tun, um wieder in die Form zurück zu finden. Für uns ist es immer schwierig in Bremerhaven, die Anreise ist lang, die Eisbären sind heimstark. Das wird eine schwere Auswärtsaufgabe, wie immer.“

    Die individuelle Qualität, von der er da spricht, kennt nicht nur Rödl sehr gut: Für die TBB Trier gibt es gleich mehrere Wiedersehen an der Küste. Brian Harper spielte letztes Jahr noch für die TBB Trier und verzückt seit diesem Jahr die Bremerhavener Fans mit seiner Athletik und knapp acht Punkten pro Spiel. Auch in der Saison 2013/14 erhielt „Air Harper“ eine Einladung zum Dunking Contest beim Beko BBL ALLSTAR Day. Philip Zwiener wechselte vor der letzten Saison aus Trier nach Bremerhaven und gehört dort mit knapp 10 Punkten und vier Rebounds zu den Leistungsträgern. Auch 2,21-Meter Mann Nick Schneiders kennen die Trierer, er hielt sich in der letzten Saison in der Trierer Vorbereitung fit, bevor einen Vertrag an der Küste unterschrieb. Angeführt werden die Eisbären von Darius Adams (18,8 Punkte / 3,6 Assists) und Routinier Derrick Allen (13,6 Punkte / 5,3 Rebounds). Devin Searcy ist mit 6,1 Rebounds erfolgreichster Rebounder im Team von Calvin Oldham.

    Apropos Oldham: Der Eisbären-Coach, der letzten Sommer nach sechs Jahren in Südkorea nach Bremerhaven wechselte, ist ein alter Bekannter und guter Freund von Henrik Rödl – mit Oldham als „Associate Headcoach“ stand Rödl von 2005 bis 2007 bei ALBA BERLIN an der Seitenlinie. Am Sonntag in der Stadthalle Bremerhaven wird trotz aller Freundschaft kein Platz für Nostalgie sein: Bremerhaven braucht den Heimsieg dringend, um sich aus dem Tabellenkeller nach oben zu arbeiten, Trier würde ein Auswärtssieg zum Abschluss der Hinrunde gut zu Gesicht stehen, um sich im Mittelfeld der Tabelle festzusetzen – beide Mannschaften trennen im Moment zwar nur zwei Tabellenplätze, aber immerhin sechs Punkte.

    Interessant könnte es dann nach dem Beko BBL ALLSTAR Day 2014 am 18. Januar werden: Zum Auftakt der Rückrunde trifft Trier gleich wieder auf Bremerhaven, da Hin- und Rückrunde nicht mehr in der gleichen Reihenfolge verlaufen.

    Zuerst steht aber aus Trierer Sicht das Auswärtsspiel in Bremerhaven an. Spielbeginn ist um 16:00 Uhr, die webTV-Liveübertragung mit Chris Schmidt beginnt um 15:30 Uhr auf www.tbb-trier.de/livestream. Co-Kommentator ist dieses Mal der ehemalige Eisbärenprofi Jan Lipke.

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