Tötungsdelikt in Konz: Anklage erhoben

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TRIER/KONZ. Wie der Chef der Staatsanwaltschaft Trier, Dr. Jürgen Brauer, am heutigen Dienstag, den 7. Januar mitgeteilt hat, wird seine Behörde wegen des Mordes in Konz am 27. September (lokalo berichtete) des vergangenen Jahres Anklage erheben. Ob die Anklage zulässig ist, wird das Landgericht Trier entscheiden.

Die Pressemitteilung, die der lokalo-Redaktion vorliegt, hat folgenden Wortlaut: Die Staatsanwaltschaft Trier hat gegen einen 20-jährigen deutsch-tunesischen Staatsangehörigen Anklage wegen Mordes und tateinheitlich begangener schwerer räuberischer Erpressung mit Todesfolge zur Jugendkammer des Landgerichts Trier erhoben.

Nach dem Ergebnis der Ermittlungen der Kriminaldirektion Trier hielt sich der Heranwachsende in den späten Abendstunden des 27. September 2013 gemeinsam mit zwei Zeuginnen im Bereich der Grundschule St. Nikolaus in Konz auf, um dort von seinem späteren Opfer, einem 19 Jahre alten Mann aus Trier, Betäubungsmittel zu kaufen.
Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft fasste der Heranwachsende unmittelbar nach dem Eintreffen der Trierers und während der Übergabe der Betäubungsmittel an die Zeuginnen den Entschluss, den ihm körperlich überlegenen Drogenlieferanten niederzustechen, um sich so in den Besitz aller von diesem mitgeführter Betäubungsmittel und des bereits bezahlten Geldes zu bringen.

Ein weiteres Motiv dürfte seine Verärgerung über zwei vorangegangene fehlgeschlagene Betäubungsmittelgeschäfte gewesen sein. Er stach deshalb mit einem Messer in Tötungsabsicht dreimal in den Oberkörper des jungen Mannes, der anschließend zusammenbrach. Unmittelbar danach ließ er sich aus dessen Taschen sowohl Drogen als auch Geld übergeben. Sodann bedrohte er einen in unmittelbarer Nähe am PKW des Opfers wartenden Freund mit dem Messer und forderte von diesem die Herausgabe weiterer Betäubungsmittel aus dem Fahrzeug. Der Zeuge konnte  jedoch keine Betäubungsmittel mehr finden.

Der junge Mann aus Trier verstarb kurze Zeit später im Krankenhaus an seinen erheblichen Verletzungen.

Der Angeschuldigte hat lediglich eingeräumt, einmal auf sein Opfer eingestochen zu haben. Dessen Tod habe er jedoch nicht gewollt.

Das Landgericht wird nun über die Zulassung der Anklage entscheiden. Ein Termin zur Hauptverhandlung steht noch nicht fest.

1 KOMMENTAR

  1. Den müsste man in Tunesien in den Knast stecken. Das kostet uns keine Steuergelder und im deutschen „Luxus“ Knast geht es ihm noch zu gut!

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