Prozess fortgesetzt: Mutmaßliches Opfer sagt aus

0

TRIER. Am heutigen Montag, den 6. Januar, wurde im Landgericht Trier die Verhandlung gegen den 31-jährigen Maurergehilfen Sascha R. fortgesetzt, der sich unter anderem wegen räuberischer Erpressung und Körperverletzung verantworten muss. Als Zeuge war heute Vevangaune K., das mutmaßliche Opfer, geladen.

K. erläuterte während seiner Aussage die Geschehnisse jenes Tages, an welchem er von Sascha R. bedroht wurde. Gegen 8.30 Uhr traf der damals noch Minderjährige in der Wohnung des Angeklagten ein, um ihm Canabis zu bringen. Sascha R. zeigte sich jedoch unzufrieden mit der Qualität der Betäubungsmittel und forderte von K. einen geringen Geldbetrag zur Entschädigung. Da dieser den Betrag nicht aufbringen konnte, soll R. den 17-Jährigen geschlagen und mit einem Messer verletzt haben. Zusätzlich soll der 31-jährige Maurergehilfe damit gedroht haben, K. mehrere Finger abzuschneiden.

Nach eigener Aussage sah sich K. nicht in der Lage, die Wohnung des Angeklagten zu verlassen, später eintreffende Freunde des 31-Jährigen sollen dabei zugesehen haben, wie dieser K. zwang, eine „rote Flüssigkeit“ aus einem Plastikbehältnis zu trinken, wobei es sich um „Blutreste“ gehandelt haben soll. Gegen 17.30 Uhr konnte K. die Wohnung dann verlassen, unter der Bedingung, Sascha R. den seiner Ansicht nach fälligen Betrag noch an diesem Tag auszuhändigen. Zu diesem Zweck entwendete K. seiner Mutter das Mobiltelefon und verkaufe es und brachte danach den Erlös zum Angeklagten.

Am Wochenende des Zurlaubener Ufers traf K. in einem Supermarkt erneut auf Sascha R., der diesmal für einen mutmaßlichen Schaden seines Mobiltelefons, für welchen er K. verantwortlich machte, 1 000 Euro verlangte. Im Rahmen des Zurlaubener Volksfestes soll Sascha R. den 18-Jährigen angewiesen haben, dort „Leute abzuziehen“, um den geforderten Betrag aufzubringen. Am Abend berichtete er dies seiner Mutter, die daraufhin den Angeklagten anrief. Wenige Minuten später seien Sascha R. und fünf weitere Begleiter vor der Wohnung erschienen und hätten die Familie lautstark beleidigt, entfernten sich jedoch vor Eintreffen der verständigten Polizeikräfte wieder.

Über die zuvor stattgefundenen Ereignisse in Tarforst, zu denen am vergangenen Prozesstag Quentis A. vernommen wurde, berichtete K. anders. So bestätigte er zwar, dass er mit den beiden Männern vorgehabt habe, einen Drogendealer Cannabis im Wert von rund 600 Euro zu entwenden, den Verlauf der Geschehnisse gab er jedoch anders wieder. Nach gezielten Nachfragen der Verteidigung verbesserte und präzisierte er einige Aussagen.

Am nächsten Prozesstag sollen weitere Zeugen vernommen werden, die Verteidigung regte ferner an, die beiden bei dem Vorfall in Tarforst anwesenden Frauen vorzuladen. (ros)

Jetzt lokalo liken und alle aktuellen News rund um Trier und die Region, inklusive Luxemburg, sofort sehen und KOSTENLOS lesen


HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.