Film der Woche: Das erstaunliche Leben des Walter Mitty

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TRIER. Im Broadway Filmtheater in Trier läuft seit dem 02.01. das Remake des Films “Das erstaunliche Leben des Walter Mitty“ von dem Regisseur Ben Stiller (der gleichzeitig auch in der Hauptrolle zu sehen ist). Der melancholische Film lädt zum Träumen, Schmunzeln und Nachdenken ein, hat also alles das, was ein guter Kinofilm braucht. 

Inhalt

Walter ist ein Träumer. Er arbeitet in einem Fotoarchiv eines bekannten Magazins und hat dort kaum soziale Kontakte. Auch in anderen Bereichen seines Lebens verzichtet er vornehmlich auf menschliche Begegnungen. Nahezu jede freie Minute gibt sich Walter bunten Tagträumereien hin, in denen er zahlreiche Abenteuer besteht und darüber den tristen Alltag vergisst. Als er Cheryl kennenlernt soll sich sein Leben von Grund auf ändern. Während dieser Zeit wird auch bekannt, dass das Magazin nur noch online erscheinen soll und das Fotolabor nicht mehr gebraucht wird. Nun muss Walter zeigen, dass er auch in der Alltagswirklichkeit das Potential zum Helden hat.

Kritik

Im Jahre 1947 erschien das Original des melancholisch-verträumten Spielfilms. In die Hauptrolle schlüpfte damals Danny Kaye und lieferte eine Meisterleistung ab. Das aktuelle Remake sollte nicht mit dem Film aus den 40er Jahren verglichen werden. Er ist im Grund ein völlig neuer Streifen… und zwar ein guter. Die ursprüngliche Idee bleibt jedoch die Gleiche: Walter Mitty ist ein freundlicher Mann, der verträumt und ziellos durch das Leben läuft. Die meiste Zeit verbringt er in seiner Phantasie, wo unzählige Abenteuer auf ihn warten. Doch es kommt der Punkt in seinem Leben, an dem es nicht mehr möglich ist, aus der Wirklichkeit zu fliehen.

Was den Film so interessant macht ist die Tatsache, dass wir zu bestimmten Anteilen selbst Walty Mitty sind. Der eine mehr, der andere weniger. Wir haben Angst vor dem Scheitern, scheuen das Risiko und meiden den Schritt in die Dunkelheit des Ungewissen. Wenn wir allerdings mit dem Rücken zur Wand stehen und uns nichts anderes übrig bleibt, wagen wir den Schritt und sehen was passiert. Meist ist es überraschenderweise ziemlich viel Gutes.

Ben Stiller in der Rolle des Walter Mitty stellt die perfekte Identifikationsfigur dar, insbesondere für Menschen, die charakterlich ähnlich „gestrickt“ sind. Doch auch für selbstbewusste, sichere und extrovertierte Menschen könnte der Film spannend werden, denn er bietet ihnen die Möglichkeit in die Innenwelt eines andersartigen Menschen zu schauen.

Prädikat: Besonders sehenswert! (tw)

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