Sensation verpasst: Miezen verlieren mit 22:28 (9:13) gegen HC Leipzig

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TRIER. Die Trierer Miezen haben ihr Heimspiel gegen den HC Leipzig mit 22:28 (9:13) verloren. Trotz der vielen Ausfälle, die der Meister von 2010 zu kompensieren hatte, blieb das Team von Trainer Thomas Örneborg spielbestimmend und siegte am Ende verdient gegen kämpferische Moselanerinnen, die aber die nötige Durchschlagskraft vermissen ließen. Ferner überraschte, dass Nationalspielerin und WM-Torschützenkönig Susann Müller nicht mit nach Trier gereist war.

 

Es wäre einer Sensation gleichgekommen: Nach zwei Siegen in Folge den traditionsreichen Zweitplatzierten HC Leipzig vor heimischen Publikum bezwingen. Am Ende mussten sich die zuletzt deutlich verbesserten Miezen aber einem HC geschlagen geben, der, trotz vieler verletzungsbedingter Ausfälle (Katja Schülke, Anne Müller, Luisa Schulze, Karolina Kudlacz), dem Weggang von Nationalspielerin Nathalie Augsburg zum Zweitligisten Spreefüxxe Berlin und dem für viele überraschendem Fehlen von WM-Torschützenkönig Susann Müller, das gesamte Spiel dominiert und nie ernsthaft in Bedrängnis gekommen war.

 

Bereits in Durchgang eins waren die Leipzigerinnen klar die bessere Mannschaft, in der Offensive getragen durch die besten Werferinnen des Abends, Anne Hubinger und Saskia Lang, die in der Offensive nahezu nach Belieben trafen. Die Defensive der Triererinnen fand kein probates Mittel gegen die schnellen und sicheren Angriffe des Gegners. So war der Zweitplatzierte nach bereits nach 20 gespielten Minuten mit 5:9 in Front gegangen, eine Zwischenoffensive zum zeitweiligen Spielstand von 7:9 blieb Ergebniskosmetik. Bis zum Pausenpfiff gelangen der MJC nur noch zwei weitere Tore, es ging mit einem Rückstand von 9:13 in die Kabine.

 

Auch in Durchgang zwei änderte sich wenig am Spielgeschehen- Leipzig erhöhte den Vorsprung, die Miezen strahlten vor dem gegnerischen Tor keinerlei Gefahr aus oder warfen zu harmlos für Torfrau Melanie Herrmann, erst in der 37. Minute erzielte Katrin Schneider den ersten Treffer der Gastgeberinnen in Halbzeit zwei, der HC war zu diesem Zeitpunkt bereits mit sechs Toren in Front gegangen (10:16). Am weiteren Spielgeschehen änderte sich bis zum Schlusspfiff wenig, einzig in den letzten zehn Minuten der Partie erfolgte Ergebniskosmetik aus Sicht der Moselanerinnen: Schneider, Marta Pillmayer und Franziska Almendaris hieften die Miezen über die 20-Tore Marke und es blieb schlussendlich beim 22:28.

 

Nach den beiden vorangegangenen Siegen war die Hoffnung der Fans auf eine Sensation, vor allem auch aufgrund der vielen verletzten Stammspielerinnen beim HC, vielleicht größer als sie hätte sein sollen. Letztendlich reichte die heutige Leistung nicht aus, um einen „Großen“ der Bundesliga zu bezwingen. Nichtsdestotrotz bleiben die Miezen in einer komfortablen Tabellenposition. (ros)

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