Vom Beda-Markt bis zum „Linksverkehr“

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BITBURG. Am letzten Tag des Jahres blicken wir zurück, was sich in Bitburg, dem Oberzentrum der Südeifel im Jahr 2013 getan hat. Es hat sich einiges bewegt in der Kreisstadt – und längst nicht alles war positiv.

Im März lockte der Beda-Markt, die größte Leistungs- und Gewerbeschau der Region mit über 150 Ausstellern, dessen Herzstück der bewährte Dreiklang von Automobil, Handwerk und
Landwirtschaft bildet, erneut Tausende von Besuchern in die Kreisstadt.

Gleiches galt für das 12. Bitburger Bierfest, das im April des Jahres gefeiert wurde.

Und wer erinnert sich nicht an das weit über die Grenzen hinaus bekannte Folklore-Festival, indem jedes Jahr viele Länder teilnehmen um uns ihre Kultur mit Tänzen und traditioneller Kleidung näher zu
bringen.

Bitburgs Jazz-Sommer Konzertreihe im Garten des Hauses Beda ließ die Zeit des Swings wieder auferstehen.

Im September freuten sich nicht nur Bitburgs Autohändler die zum 7. Autofestival einluden, denn in der Innenstadt wurde am selben Wochenende das traditionelle „Gässestrepper-Fest“ gefeiert bei dem erneut ehrenamtliche Bürger, die sich um die Stadt Bitburg verdient gemacht haben, zu „echten Bitburger Jungen“ getauft wurden.

Nachdem der Brunnen im Konrad-Adenauer-Park fast 10 Jahre einen traurigen Anblick bot, wurden auf Initiative des Bitburger Gewerbevereins, Banken, Firmen und Bitburger Bürger initiativ. Mit den gesammelten Spendengeldern wurde Bitburgs „Konrad“ restauriert. Ende September wurde er dann im Rahmen eines Brunnenfestes feierlich eingeweiht und bescherte Bitburg erneut einen attraktiven Treffpunkt in der Innenstadt der Alt und Jung zum Verweilen einlädt.

Das Haus Beda in Bitburg ließ mit seinen Ausstellungen wie z.B. „Meister der klassischen Moderne“, die Herzen vieler Kunstbegeisterter höher schlagen, lud aber auch zu anderen Veranstaltungen, wie beispielsweise der Buchlesung von Uli Borowka, dem ehemaligen Fußballprofi ein, der den Besuchern schonungslos seine Lebensgeschichte erzählte.

Und wer denkt nicht an den an Leukämie erkrankten Feuerwehrmann Stephan aus dem Eifelkreis zurück, für den dringend ein Spender gesucht wurde, der im Rahmen einer Typisierungsaktion schlussendlich auch gefunden werden konnte. Ein exemplarisches Beispiel für Hilfsbereitschaft und was sie bewirken kann.

Die Stadthalle in Bitburg bot ganzjährig zahlreiche Veranstaltungen an, von der Südafrica-Show, über Ballett, Konzerte jeglicher Musikrichtung bis hin zur Benefiz-Gala war für jeden etwas dabei.

Nicht so erfreulich ist nach wie vor der Anblick der Alten Kaserne in Bitburg. Die in amerikanischem Besitz zuvor noch topgeflegte Anlage liegt nun brach und verkommt. Der Eifelkreis Bitburg und die Stadt Bitburg konnten sich nicht auf eine Konzentration von Behörden in den Gebäuden der ehemaligen Militäranlage in der Mötscher Straße einigen. Ob es im neuen Jahr neue, umsetzbare Pläne für den Komplex geben wird, ist derzeit noch völlig offen.

Am meisten spaltete und erhitzte die Gemüter der Bitburger Bürger jedoch der von der Stadtverwaltung Bitburg ins Leben gerufene Innstadtring. Wo der Verkehr zuvor „normal“ lief, ging es ab Oktober „englisch“ zu. Links herum war angesagt. Auf einer eigens kreierten Webseite konnte man seinem Ärger Luft machen, eine online-Petition an Bitburgs Bürgermeister Joachim Kandels, mit bislang mehr als 1300 Unterschriften von Bitburgs Bürgern, indem ein sofortiger Rückbau des Innenstadtrings gefordert wurde, wurde dem Stadtoberhaupt kurz vor Weihnachten überreicht. Eine offizielle Stellungnahme oder gar konkrete Reaktion der Stadt Bitburg steht jedoch noch aus. Ob der Innenstadtring in seiner jetzigen Form bestehen bleibt oder aber die Petition erfolgreich war, wird
sich im Jahr 2014 zeigen. Petra Thomas

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