TBB Trier: Bon(n)bon für die Fans – Derbysieg!

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TRIER. Was für ein Spiel der Trierer Basketballer! Angeführt von einem überragenden Andreas Seiferth (27 Punkte, 13 Rebounds) spielte sich die TBB Trier mit fortlaufender Zeit in einen regelrechten Rausch und fertigten die Telekom Baskets Bonn im Telekom Dome mit 86:66 ab. 

Von Anfang an bot das Derby Unterhaltung auf hohem Niveau. Trier variierte die Defensive und zwang die Bonner zu einigen Fehlentscheidungen. Dass man die Bonner Offensive um Star-Spielmacher Jared Jordan nicht komplett ausschalten kann, war schon vor der Partie klar. Doch Trier schränkte die Wirkungskreise geschickt ein und schaffte es in der Offensive, selbst effektive Mittel gegen die ehemaligen Hauptstädter zu finden. Es war bis kurz vor Ende des ersten Viertels ein Duell auf Augenhöhe. Dann gelangen Trier zwei Stops in Serie und mit 25:20 ging es aus Trierer Sicht in den zweiten Durchgang.

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Bonn blieb zunächst dran. Jamel McLean dominierte unter den Brettern und verkürzte mit einem Bonusfreiwurf auf 29:26. Der bullige Forward hatte zu diesem Zeitpunkt schon 12 Zähler für sein Team erzielt. Es folgten zwei Auszeiten binnen kürzester Zeit. Trier hielt an der Mischverteidigung fest und Bonn bekam immer mehr Probleme mit dem schnellen Spiel der TBB. Hughes bediente Andreas Seiferth immer wieder sehenswert – der deutsche Center avancierte zum Topscorer. Man merkte, dass Jared Jordan mit Hughes einen Gegenspieler hatte, mit dem er überhaupt nicht zurecht kam. Zudem schaffte man es den Bonner Topscorer Benas Veikalas auszuschalten – er sollte im gesamten Spielverlauf zu keinem Faktor werden.

Nach einem Dreier von Mathis Mönninghoff lagen die Schützlinge von Henrik Rödl mit 15 Punkten (47:32) in Front – Bonn schien geschockt. Mit der Halbzeitsirene gelang McLean immerhin noch ein Korbleger zum 47:35. Der Bonner Coach Fischer dürfte wohl etwas lauter in der Halbzeit geworden sein. Trier dominierte die Partie nach Belieben. 

Egal was Matthias Fischer seinen Spielern gesagt hat: Es fruchtete nicht. Ein 11:1-Lauf der wie entfesselt aufspielenden Trierer zwang Fischer schon nach drei Minuten zu einer Auszeit. Mit 22 Punkten lagen die Moselstädter zu diesem Zeitpunkt in Front. Alles sah nach einem beeindruckenden Sieg aus – doch zu häufig hat die TBB in dieser Saison schon große Vorsprünge verspielt. Als Bonn nach einem Drei-Punkte-Spiel von Wachalski auf 17 Punkte herankamen, nahm Rödl eine Auszeit. Es war die richtige Entscheidung. Trier behielt mit unglaublich starken Seiferth die Kontrolle und der Vorsprung blieb konstant bei rund 20 Punkten. Hughes, der extrem teamdienlich agierte, setzte mit einem tollen Korbleger den Schlusspunkt eines weiteren starken Viertels aus Trierer Sicht (70:50).

Wer dachte, die Moselstädter würden im letzten Viertel einen Gang nach unten schalten, sah sich getäuscht. Beim 84:57 für Trier nahm Fischer noch einmal eine Auszeit – wahrscheinlich um Schlimmeres zu verhindern. Rödl wechselte jetzt durch – auch Marin Petric bekam jetzt noch einige Minuten Spielzeit. Am Ende reichte es zu einem 86:66-Erfolg im Derby. Nach der starken Leistung gegen den FC Bayern die konsequente Weiterentwicklung. Trier kann mit einem äußerst guten Gefühl in das neue Jahr gehen. Kleiner Wermutstropfen: Stefan Schmidt humpelte verletzt vom Feld. Eine Diagnose steht noch aus. (cw)

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