TBB Trier: Derbytime in Bonn

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TRIER. Es ist seit Jahren das einzige Saisonspiel mit Derbycharakter: Am heutigen Sonntag (17 Uhr) gastiert die TBB Trier bei den Telekom Baskets in Bonn. Es ist das dritte schwere Spiel für die Moselstädter in Serie.

Weihnachten, besinnliche Zeit? Vielleicht, aber nicht für die Basketball-Profis der TBB Trier. Der Spielplan lässt nicht viel Raum zur Einkehr, bereits am 26. Dezember geht es für die TBB in Bonn weiter, als Gegner warten die Telekom Baskets Bonn.

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Die Niederlage gegen den Tabellenführer war noch keine 24 Stunden alt, da standen die Männer von Henrik Rödl bereits wieder auf dem Parkett und bereiteten sich auf das nächste Spiel vor – für den üblichen trainingsfreien Tag nach Pflichtspielen war keine Zeit. Noch zwei weitere Trainingseinheiten stehen über die Feiertage auf dem Programm, das muss reichen, bevor es am Donnerstag gegen den aktuellen Tabellendritten geht. Die Telekom Baskets Bonn sind blendend in die Saison gestartet: Einer, vielleicht unvermeidlichen, Auftaktniederlage gegen den FC Bayern München ließen die Rheinländer eine Serie aus sieben Siegen folgen, darunter Spiele gegen ratiopharm Ulm, ALBA BERLIN und die EWE Baskets Oldenburg – sicher keine Laufkundschaft. Erst Serienmeister Brose Baskets stoppte den Höhenflug, auch gegen die New Yorker Phantoms Braunschweig und die s.Oliver Baskets Würzburg verloren die Telekom Baskets Bonn – insgesamt ergibt das bisher eine ausgezeichnete Bilanz von 10:4, das ist ganz klarer Playoffkurs.

Möglich macht das eine Mischung aus Kontinuität und intelligenten Verstärkungen: Die ersten fünf Plätze der Bonner Topscorerliste bestehen ausschließlich aus Spielern, die schon im letzten Jahr im Telekom Dome an den Start gingen: Benas Veikalas (17.1 Punkte) hat seinen tödlichen Distanzwurf schon gegen Trier gezeigt, Ryan Brooks und Jamel McLean kommen zusammen auf fast 27 Punkte. NBA-Rückkehrer Tony Gaffney ist zwar derzeit verletzt, steht aber immer noch mit 10.2 Punkten weit vorne. Und der wahrscheinlich beste Point Guard der Liga heißt immer noch Jared Jordan, spielt immer noch in Bonn und kommt derzeit auf 9.9 Punkte und 7.4 Assists. Beim letzten Trierer Gastspiel im Telekom Dome waren es für Jordan fantastische 16 (!) Assists bei null (!) eigenen Punkten. Erst nach diesen fünf kommt der erste Neuzugang auf der Liste, Kurt Looby kam aus Ludwigsburg und macht in Bonn zurzeit 5.2 Punkte und 4.3 Rebounds im Schnitt.

Der wichtigste Neuzugang steht in Bonn an der Seite: Headcoach Mathias Fischer konnte zwar letzte Saison den Abstieg der finanziell arg gebeutelten LTi GIESSEN 46ers nicht verhindern, erarbeitete sich aber für den Umgang mit der nicht nur sportlich schwierigen Situation ligaweiten Respekt – ein Grund für die Verantwortlichen der Telekom Baskets Bonn, ihn zurück zu seinen Wurzeln zu holen (Fischer stammt aus Bonn). Er folgt auf Mike Koch, der acht Jahre lang als Headcoach in Bonn tätig war – ein harter Schnitt, der sich im Moment offenbar auszahlt, Bonn spielt nicht nur um die Playoffs, sondern auch um die Pokalqualifikation (Kriterium: mindestens Platz acht nach der Hinrunde, die mit der Spielpause zum alljährlichen ALLSTAR Day am 18. Januar endet.).

Die TBB Trier muss die „Weihnachtsreise“ nach Bonn nicht alleine antreten: ein (ausverkaufter) Fanbus macht sich mit auf den Weg, dazu dürften viele „Selbstfahrer“ einen Feiertagsausflug schon fest eingeplant haben.

Daheimgebliebene können sich die Partie ab 16:40 Uhr im Livestream auf www.tbb-trier.de/livestream anschauen – es kommentieren Chris Schmidt (basketball-stream.de) und Tom Rüdell (TBB Trier).

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