Keine Zweifel an den Tatvorwürfen

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    TRIER. Am gestrigen Donnerstag, den 19. Dezember, wurde vor dem Landgericht Trier der Prozess gegen einen 21-jährigen Mann aus der Verbandsgemeinde Obere Kyll und dessen Mutter fortgeführt (lokalo berichtete). Dem jungen Mann wird schwerer sexueller Missbrauch eines Kindes vorgeworfen, seiner Mutter, eine sexuelle Beziehung ihres Sohnes zu einem minderjährigen Mädchen erlaubt zu haben.

    Der 21-jährige Simon F.* (Namen von der Redaktion geändert) soll bei zwanzig nicht näher bestimmbaren Gelegenheiten im Zeitraum von Ende Dezember 2012 bis Mitte März 2013 mit der im Mai 1999 geborenen Zeugin Lena D. unter Verwendung eines Kondoms den Geschlechtsverkehr vollzogen haben, obwohl ihm das Alter des Mädchens bekannt gewesen sei. Durch eine der Taten wurde die damals 13-Jährige schwanger, weil ein Kondom geplatzt sein soll. Zu Beginn verkündete Richter Albrecht Keimburg die Entscheidung der Kammer, dass sich die ersten beiden in der Anklageschrift stehenden Fälle in der Wohnung der Zeugin Lisa A. und deren Freund zugetragen haben könnten – nicht also im Familienhaus der minderjährigen Lena D. oder der angeklagten Mutter des Hauptangeklagten.
     
    Dann wurde über die kriminelle Vergangenheit von Simon F. gesprochen. Einige Kurzmitteilungen wurden vorgelesen, die er seiner früheren Freundin Andrea S. geschickt haben soll. Darin hatte er die junge Frau auf üble Weise beleidigt.

    Gesprochen wurde außerdem über Taten, die der Hauptangeklagte als junger Heranwachsender an noch Jüngeren begangen haben soll. Er soll sie zu sexuellen Handlungen gezwungen und diese gefilmt haben. An dieser Stelle wurde betont, dass man von einer Art der „Machtausübung“ sprechen könne, die dem Angeklagten bei der Begehung dieser Taten wichtig gewesen sei. Dies könne mit einem geringen Selbstbewusstsein sowie gewissen „Neigungen“ von F. zu tun haben. Zuletzt wurde über eine angemessene Bestrafung des Hauptangeklagten sowie seiner Mutter beraten.
     
    Bei der Mutter, so wurde betont, müsse man die damalige schwierige Lebenssituation berücksichtigen – der Ehemann sei krank gewesen, die Wohnverhältnisse schlecht. Bei ihrem Sohn Simon F. sei „Beständigkeit im Job“ besonders wichtig. Auch sollte, so sein Verteidiger Wagner, bei der Entscheidung über das Urteil berücksichtigt werden, dass die heute 14-jährige Lena D. deutlich älter wirke und man aus diesem Grund von einer „Liebesbeziehung auf Augenhöhe“ sprechen könne, die beide zueinander gehabt hätten Dies lege auch daran, dass der Angeklagte jünger wirke als ein 21-Jähriger.

    Am Montag, den 23. Dezember, soll das Urteil verkündet werden. Laura Dolfen

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