Update: Wasserschaden im Gymnasium Schweich

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SCHWEICH. Im Neubau des Stefan-Andres-Gymnasiums in Schweich ist keine Sporenbelastung mehr nachweisbar. Das ist das Ergebnis der letzten Messung, das jetzt vorliegt.

In dem Gebäude, das wegen eines Wasserschadens seit August saniert werden muss, war vor zwei Wochen in einzelnen Teilen der Räume eine geringfügige Sporenbelastung nachgewiesen worden. Das Gebäude war daraufhin vorsorglich über ein so genanntes „Vernebelungsverfahren“ (fogging) desinfiziert worden – mit Erfolg, wie das Ergebnis der Messung jetzt zeigt.

In der kreiseigenen Schule war am Ende der Sommerferien Wasser aus der Lüftungsanlage ausgetreten, das sich auf zahlreiche Räume in den beiden Geschossen des Neubaus verteilt und dort großen Schaden angerichtet hat. Während der Trocknungsphase, die eingeleitet werden musste, waren immer wieder Messungen durchgeführt worden, um sicherzustellen, dass keine versteckte Feuchtigkeit zurückbleibt. Nachdem „Grünes Licht“ gegeben worden war, war der Einbau der demontierten Schrankwände und Verkleidungen erfolgt. Bei den Arbeiten war im Rahmen der vorsorglichen Messung die Sporenbelastung entdeckt worden, die nun in der Desinfektion der Räume mündete.

Allerdings war bei dem „Fogging-Verfahren“ eine Panne aufgetreten, da die beauftragte Firma dabei Leitungen der Fußbodenheizung angebohrt hatte, wodurch in Teilen des Gebäudes wieder Wasser ausgetreten war. Betroffen waren zwei Fachräume, ein Mehrzweckraum, ein Teil des Lehrerzimmers sowie einzelne Bereiche in den Fluren des Neubaus. In diesen Räumen wurde nun wiederum eine Trocknung erforderlich, die bereits angelaufen ist. Die Sanierung dieses durch die Firma verursachten Schadens wird ebenfalls wieder einige Zeit in Anspruch nehmen. Es ist vom Trocknungsfortschritt abhängig, wie lange es dauern wird, bis die Wandelemente, die wegen des Schadens erneut demontiert werden mussten, wieder eingebaut werden können. Voraussichtlich Anfang März kann der Neubau, der wegen der Arbeiten seit August komplett geschlossen ist, wieder für den Schulbetrieb zur Verfügung stehen.

Um den Unterricht in der Sanierungsphase sicherstellen zu können, sind auf dem Gelände des Schulzentrums Schweich, in dem sich neben dem Gymnasium auch die Realschule Plus befindet, sechs mobile Klassen aufgestellt worden. Außerdem kann das Gymnasium Räume im benachbarten Bürgerzentrum der Stadt Schweich sowie in der Realschule Plus nutzen. Die Räumlichkeiten werden auch in den kommenden Monaten noch zur Verfügung stehen, so dass wegen des Wasserschadens in der Schule keine Unterrichtsstunde ausfallen muss.

Der jetzt aktuelle Wasserschaden wird den Kreis finanziell nicht betreffen. Die Schadenersatzansprüche sind bereits bei dem Verursacher angezeigt worden.

Zur Klärung der Ursache des ursprünglichen Wasserschadens ist die Durchführung eines gerichtlichen Beweisverfahrens beantragt worden. Das Landgericht Trier hat das Beweisverfahren in der vergangenen Woche beschlossen. Erst nach Abschluss dieses Verfahrens kann die Frage der Verantwortlichkeiten – möglicherweise auch im Rahmen eines Gerichtsverfahrens – geklärt werden. Aufgrund der Höhe des Schadens ist mit einer längeren Aufarbeitung zu rechnen. Die Kosten für die Demontage und den Wiederaufbau der Wandelemente in den beiden Geschossen des Neubaus betragen bisher rund 380 000 Euro. Darin sind die Trocknungskosten noch nicht enthalten. Hinzu kommen außerdem die Kosten für die Miete der mobilen Klassen. (red)

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