Der Widerstand gegen die geplante Deponie wächst

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    STROHN. Im Kampf der Bürger der Vulkaneifel-Gemeinde Strohn gegen die Errichtung einer Mülldeponie der Klasse DK 1 am Wartgesberg, sind die Gegner des Projekts einen Schritt weitergekommen. Außerdem gibt es inzwischen Beistand der angrenzenden Verbandsgemeinde Ulmen.

    Seit wenigen Tagen läuft die sechswöchige Zeichnungsfrist für die Petition, die von der Bürgerinitiative „Zukunft Wartgesberg e. V.“ auf den Weg gebracht wurde. „Wir stehen mit dieser Petition für den Erhalt dieser einzigartigen geologischen Formation für Umwelt und Naturschutzschutz in unserer Heimat „GesundLand Eifel“, heißt es dort. Der Aufruf der Bürgerinitiative lautet: „Wir bitten Sie um Unterstützung, indem Sie die Petition zeichnen und in Ihrem Freundes – und Bekanntenkreis für das Zeichnen dieser Petition, auf der Seite des Bürgerbeauftragten des Landes Rheinland Pfalz, zu werben.“ Axel Römer, der Vorsitzende der BI: „Je mehr Bürger diese Petition unterschreiben, umso mehr Gewicht bekommt natürlich unser Anliegen.“ Wenn die sechswöchige Zeichnungsfrist abgelaufen ist, gehen die gesamten unterschriebenen Formulare an den Bürgerbeauftragten des Landes Rheinland-Pfalz, Dieter Burgard. Der Einspruch der BI richtet sich an die Ortsgemeinde Strohn, den Landkreis Vulkaneifel und die Struktur- und Genehmigungsbehörde (SGD) Nord in Koblenz.

    Inzwischen erhalten die Strohner Unterstützung aus dem benachbarten Ulmen. Aus gutem Grund, wie Roswitha Lescher, CDU-Fraktionsvorsitzende des dortigen Verbandsgemeinderats erläutert: „Unser Trinkwasser hat eine hervorragende Qualität. Und das beziehen zu einem großen Teil aus fünf Trinkwasserbrunnen aus der Gemarkung Strohn. Wir sehen die Gefahr, dass unser gutes Trinkwasser an Qualität verliert, sollte die Deponie wirklich gebaut werden. Deshalb haben wir eine Resolution verabschiedet, in der wir jegliche Pläne zur Errichtung der Abfalldeponie DK 1 in Strohn ablehnen.“ Das bestätigt auch der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Ulmen, Alfred Steimers (CDU): „Die Resolution wurde fraktionsübergreifend einstimmig verabschiedet. Wir haben alle die Hoffnung, dass die SGD, die letztendlich die Genehmigung erteilt, oder auch nicht, ein Einsehen hat.“ In dieser Resolution werden die Sorgen der Bürger u. a. so definiert: „Es ist zu befürchten, dass die Errichtung einer Deponie DK 1 gravierende gesundheitliche Auswirkungen für die Menschen in der Region hätte. Zudem stellt eine solche Deponie einen unzumutbaren Eingriff in die Lebensqualität dar und könnte unabsehbare negative Folgen für den Tourismus haben.“
    In der Tat würde eine solche Deponie die Marken „Geopark“ und „GesundLand“ geradezu konterkarieren. Der Schaden für die Kur- und Tourismusgemeinden der Region überhaupt nicht abzuschätzen.
    Abschließend heißt es in der Resolution: „Der Verbandsgemeinderat der Verbandsgemeinde Ulmen hält die Realisierung der hier geplanten ‚Sondermülldeponie‘ an dem beschriebenen Standort in einer Erholungs-, Gesundheits- und Tourismusregion für die falsche Entscheidung.“ (wir)

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