Verkehrskontrolle an Schulbushaltestellen

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SCHWEICH. Die Polizeiinspektion Schweich befindet sich unmittelbar gegenüber dem Schulzentrum in der Stefan-Andres-Straße. Täglich beobachten die Beamten das Verhalten der Verkehrsteilnehmer an der dortigen Schulbushaltestelle.

Zu Schulbeginn wie auch zum Unterrichtsende herrscht regelmäßig starkes Verkehrsaufkommen, zum einen durch die zahlreichen Busse des Linienverkehrs, die die Schüler zur Schule bringen beziehungsweise dort abholen und zum anderen durch den Berufsverkehr und die „Elterntaxen“.

Zur Sicherheit der Schüler wurde von der Kreisverwaltung Trier-Saarburg als zuständige Straßenverkehrsbehörde für alle Busse angeordnet, die Haltestelle mit Warnblinklicht anzufahren.

Diese Anordnung der Kreisverwaltung betrifft alle Bushaltestellen im Kreisgebiet und gilt für alle Schulbusse und Busse des öffentlichen Personennahverkehrs.

Für den übrigen Verkehr hat dies zur Folge, dass man an den haltenden Bussen nur noch mit ausreichendem Abstand in Schrittgeschwindigkeit vorbeifahren darf.

Der § 20 der Straßenverkehrsordnung schreibt dieses Verhalten auch für den Gegenverkehr auf derselben Fahrbahn vor.

Des Weiteren darf der an die Haltestelle heranfahrende Bus bei eingeschaltetem Warnblinklicht nicht mehr überholt werden.

Nach den Feststellungen der Polizei Schweich wurden diese Vorschriften nur von wenigen Verkehrsteilnehmern beachtet. Daher wurde am gestrigen Donnerstag, den 12. Dezember, zu Unterrichtsbeginn und zu Schulende eine Verkehrskontrolle durchgeführt. Dabei wurde lediglich die Geschwindigkeit des in gleicher Richtung fahrenden Verkehrs gemessen.

Unabhängig von der durch Verkehrszeichen erlaubten Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h, musste bei dieser Messung von einer durch die haltenden Schulbusse mit eingeschaltetem Warnblinklicht zulässigen Schrittgeschwindigkeit von höchstens 10 km/h ausgegangen werden.

Erschreckend ist das Ergebnis dieser Geschwindigkeitskontrolle. Nicht ein einziger Verkehrsteilnehmer hat die Schulbusse mit Schrittgeschwindigkeit passiert!

Bei einer Kontrolldauer von nur 30 Minuten zu Schulbeginn kam es zu insgesamt 12 Geschwindigkeitsverstößen, darunter befanden sich auch zwei Schulbusse und Eltern, die ihre Kinder zur Schule brachten. Gerade dieser Personenkreis sollte doch ein besonderes Interesse daran haben, dass die Kinder wieder unversehrt ihr Zuhause erreichen.

Auch die übrigen 10 Fahrzeuge passierten deutlich zu schnell die Bushaltestelle, wobei es bei einem Fahrzeugführer sogar zu einem Fahrverbot kommen wird.

Die etwa einstündige Kontrolle zur Mittagszeit ergab  wiederum 16 Beanstandungen wegen der unangepassten Geschwindigkeit. Die betroffenen Autofahrer, denen die geltenden Regeln größtenteils bekannt waren, zeigten sich einsichtig und waren nach einem aufklärenden verkehrserzieherischen Gespräch über ihre eigene Verhaltensweise regelrecht bestürzt.

Als Ergebnis der Kontrolle bleibt festzustellen, dass weitere intensive polizeiliche Überwachungsmaßnahmen im Interesse der Schüler erforderlich sind. (red)

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1 KOMMENTAR

  1. Manchmal wäre es sinnvoll, auch mal die Busfahrer zu kontrollieren. Wenn ich sehe, bei wievielen Stadtbusen die handy-Freisprech-Einrichtungen nicht funktionieren.
    Auch eine Geschwindigkeitskontrolle in der Treveris-Passage oder der Simeonstraße würde den ÖPNV in Trier Wochenlang lahmlegen.

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